JSJ als spiritueller Weg

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Waldeule
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JSJ als spiritueller Weg

Beitrag von Waldeule »

Hallo alle miteinander,

ich habe diesen Themenbereich mal durchgeblättert und dabei ist mir aufgefallen, dass die Themen sich auf das beschränken, was die Psychologie/Psychiatrie als Störungen und Erkrankungen so landläufig behandelt: emotionale und mentale Disharmonie bishin zu psychotischen Krankheitsbildern.

Was mir im ganzen Forum fehlt, ist der Bereich Spiritualität/Seele. JSJ als "Entwicklungshilfe" für ein spirituelles (Er-)Leben. Allein die Geschichte rund um J. Murais Wiederentdeckung des JSJ passt in keine der Unterthemen so richtig hinein. Da die seelische Entwicklung aber so immensen Einfluss auf die Psyche (und die moderne Psychologie hat noch nicht mal ansatzweise begonnen, sich um die Seele zu kümmern) und den Körper hat, verstehe ich nicht, warum gerade dieser essentielle Bereich so stiefmütterlich behandelt wird.

Wenn man etwas zu diesem Thema unter den Nägeln brennen hat, muss man es irgendwo "untermogeln" - und setzt sich dann eventuell noch dem Verdacht aus, man sei "esoterisch" oder irgendwie verklärt (was dann klingt wie "auf Koks sein"!) . Man gerät fast zwangsläufig unter einen Rechtfertigungsdruck - und das nervt!

Warum hat selbst intern bei vielen JSJlern das Thema Spiritualität noch so einen Touch von abgehoben sein, Anormalität und Realitätsverweigerung?

Bin ich jetzt eine Seele in einem physischen Körper oder nicht? Was hat also letztendlich oberste Priorität und ist tatsächlich Realität? Dass alles Materielle eine einzige Illusion ist, wissen selbst die Physiker schon längst. Warum also so ein Gedöns, wenn es an die Umsetzung geht?

Wäre es nicht an der Zeit, auch JSJ und Spiritualität einen eigenen Unterbereich intern zu geben? :shock:

Liebe Grüße :kleinerfinger:
Waldeule
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AnnSophie
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Re: JSJ als spiritueller Weg

Beitrag von AnnSophie »

Liebe Waldeule,
da hast eine guten Punkt angesprochen.

Für mich das JSJ als Weg (spirituell, ganzheitlich, wie auch immer) auch zu den psychischen Aspekten.... deshalb hab ich z.B. auch meinen Text über die 22, der für mich in diese Richtung geht, dahin gehängt. Auch die Threads zum inneren Kind, Selbstliebe, Wer bin ich und Vergebung gehen für mich eher in diese Richtung.

Bis jetzt war's im Forum meist so, dass irgendwelchen konkreten/seelischen Fragen an den verschiedensten Plätzen diskutiert wurden ... und die Unterforen waren nicht immer ganz passend - fand das bis jetzt eigentlich so ok.

Ich muss da mal noch in Ruhe drüber nachdenken...

Herzlich AnnSophie.

Leben ist. Weisheit und Liebe verbinden, was Angst und Dummheit trennt.

Ama Walter
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Waldeule
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Re: JSJ als spiritueller Weg

Beitrag von Waldeule »

Liebe AnnSophie,

es gibt hierzu einfach ein endloses Begriffswirrwar. Zum einen sind Seele und Psyche nicht identisch. Es gibt aber noch keine Seelenwissenschaft, sondern nur Psychologie auf der einen und Religion auf der anderen Seite, beides begrenzt durch die vorherrschenden naturwissenschaftlichen Paradigmen, in denen "Seele" keinen Platz hat.

Der klassische Vertreter und Begründer der Psychoanalyse, Sigmund Freud, spricht zwar von der Seele als unendlich weitem Land, meint aber das Unterbewusstsein (Triebnatur, verdrängte und vorbewusste Inhalte, das "Es"). Sein "Eisbergmodell" beschreibt das "Ich" als die Spitze eines Eisbergs, das "Es" als die 80%, die unter der Wasseroberfläche liegen und das "Über-Ich" besteht aus "Geboten" (Werte und Normen), die von oben (das kann man bildlich so nehmen wie die 10 Gebote, die von "oben" herunter gereicht wurden) für den moralischen Druck und Kontrolle sorgen. Da kommt Seele überhaupt nicht vor!

Die "psychische" Persönlichkeit besteht laut gängiger Meinung aus einem Ego, dass die Summe aller Erfahrungen aus körperlichen, emotionalen und mentalen Inhalten darstellt. Dann wird im Zuge der "Bewusstmachung" endlos in der Vergangenheit gewühlt, um den ganzen Müll umzusortieren - und man kommt endlos nicht zu Potte. Hier erklärt der Eisberg gut, warum das meist nicht sehr effizient ist: die Vergangenheit (ob man vg. Leben mit einbezieht oder nicht), ist ein endloses Labyrinth, mit dem man nie "fertig" wird. Stattdessen wird die Energie alter Erfahrungen "aufgewärmt", was auch nicht sinnvoll ist.

Seelenintegration dagegen ist der Blick nach vorne. Wenn die Seele, die eine übergeordnete Größe ist, die Persönlichkeit mit ihrem Licht erreicht, lösen sich auch Probleme der "unteren Etagen" zwangsläufig. Das vereinfacht Erkenntnisprozesse. Sich hier und da auf vg. Ereignisse besinnen, um auf eine intelligent-reflektierende Weise etwas im JETZT loszulassen, ist ab und zu erhellend, ansonsten hat es keinen Selbstzweck.

JSJ nutze ich in dieser Hinsicht auch, wenn ich mich mit spezifischen Fragen beschäftige und spontan ein SES "ruft", weil es über das Energisystem einen Zugang eröffnet, der mich schneller erkennen lässt, worum es geht.

Das Buch von Gunda Scholdt, Das Erwachen der Seele, kann ich für alle, die dieses Thema interessiert, sehr empfehlen. 430 Power-Seiten zur Seelenintegration. Hier hat sich für mich vieles logisch und verständlich zusammengefügt - aber man muss sich wirklich durcharbeiten wollen und den Drang dazu haben.

Herzliche Grüße :kleinerfinger:
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Momabo
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Re: JSJ als spiritueller Weg

Beitrag von Momabo »

Hallöchen zusammen,
die Idee ist gut, aber es ist schwierig da Licht hinein zu bringen, weil du keinem genauen Muster oder Verlauf folgen kannst, da die Wege der eigenen Seele so individuell sind wie die Menschen halt auch.
Es fängt ja schon bei der Begriffsdefinition an... :roll:

Fände es spannend dem nachzugehen... ;)

glg Mona
Herr, gebe mir Gelassenheit, Dinge anzunehmen, die ich nicht ändern kann,
gebe mir den Mut, die Dinge zu ändern die ich ändern kann und
die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
- Reinhold Niebuhr -
www.jsj-praxis-mit-herz.de
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Waldeule
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Re: JSJ als spiritueller Weg

Beitrag von Waldeule »

Hallo Mona,

mehr als an den Begriffsdefinitionen hängt es glaube ich an den eigenen Motivationen/Ängsten: (ich provoziere mal wieder ein klitzekleines Bissschen :baeh: ) Will ich JSJ hauptsächlich nutzen um Fußpilz, Hühneraugen und Herpesblässchen zu behandeln (was völlig okay ist) oder will ich auch meinen spirituellen Weg (und den geht jeder, ob er will oder nicht) damit unterstützen?

Das größte Problem bei der Akzeptanz des Themas Spiritualität liegt oft wo anders versteckt: so wie beispielsweise die Ethnologen emsig bemüht sind, ihre teils sehr exotischen Forschungsthemen in um so gewissenhaftere Wissenschaftlichkeit zu kleiden - eben aus Profilierungsdrang - geht es in vielen Heilungssystemen ebenfalls um Anerkennung. Man möchte seriös rüber kommen und schneidet sich dann gerne mal die Wurzeln selbst ab. JSJ ist durch einen spirituellen Prozess wiederentdeckt worden, das sollte man nicht vergessen. Jede Heilung ist de facto ein spiritueller Prozess - und darüber darf man auch ohne rot zu werden reden.

:kaffee: noch'n Tee und dann Extrem-Couching mit einem guten Buch
un tschüss
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