Tempelhof - Ergebnisse

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meinrad
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Re: Tempelhof - Ergebnisse

Beitrag von meinrad »

Nirbheeti hat geschrieben: 17. Juli 2019, 13:13
Lieber Meinrad,
wo bleibt dein Beitrag? Was hat dich veranlasst, diese Diskussion anzustoßen?
Lieben Gruß!

Nirbheeti
Liebe Nirbeethi,
tut mir leid, dass ich mich noch nicht gemeldet habe. Das hatte zum einen zeitliche Gründe, vor allem aber habe ich hier im Forum auf Informationen gehofft, was da eigentlich vor sich geht und wollte mich mit eigenen Aussagen daher vorerst zurückhalten.

Der Hintergrund ist, wie gesagt der, dass ich die oben eingestellte eMail mit dem Absender des Raphael-Verlages bekommen habe. Deren Inhalt könnte man, nach meinen Erfahrungen mit Organisationsentwicklungsprozessen, einerseits als Bausteine für eine wunderbare Zukunft verstehen, oder aber aus euphemistisch toll verpacktem Sprengstoff.

Aus diesen Gründen sehe ich durchaus die Möglichkeit, dass wir uns Sorgen machen sollten um die Zukunft des Jin Shin Jyutsu. Ich hab mich daher gleich bei der Gruppe Neun gemeldet um in deren Mailverteiler aufgenommen zu werden. Diese Gruppe Neun besteht nach den Angaben in der Mail wohl aus acht Leuten und hat die Steuerungsfunktion für den aus Gründen, die ich nicht kenne, anscheinend erforderlichen Entwicklungsprozess im deutschsprachigen Raum.
Gleichzeitig habe ich bei er Gruppe Neun nachgefragt:
„ich schieb gleich mal die Frage hinterher, ob es neben der knappen Darstellung in der Mail zu diesen Überlegungen und Vorgängen weiteres öffentlich zugängliches Material gibt. Mir scheint in der Diskussion und den Moderationsergebnissen eine ganze Menge Zündstoff und eine eminent politische Bedeutung für die Zukunft des JSJ zu liegen. Mich würden die Positionen und “Richtungswünsche” der erkennbaren Gruppierungen interessieren.“

Als Antwort habe ich bekommen, dass es derzeit leider noch keine weiteren Informationen gebe, da man sich ja noch ganz am Anfang des Prozesses befinde, dass über alle Gruppierungen hinweg große Meinungsvielfalt herrsche und es entsprechend viele Richtungswünsche gäbe. Dass man mit allen vorhandenen Gruppierungen im Austausch sei und versuche, in den nächsten Jahren zukunftsfähige Strukturen aufzubauen.

Diese Antwort hat mich eher weiter beunruhigt, da wir, wenn man sich das Ergebnis des Tempelhof-Workshops anschaut natürlich keineswegs am Anfang eines Prozesse sind, sondern schon eine reichlich plakative Roadmap vorliegen haben. Außerdem hat sich ein Verband gegründet, der die Interessen der gewerblichen Anwender des JSJ vertritt und dessen pure Existenz schon deutlich macht, dass er andere Interessen verfolgt, als dies in den bisherigen Konstellationen des JSJ möglich war.

An dem Punkt habe ich dann überlegt, ob es im Strömforum noch Überlebende gibt, die mir vielleicht Einsichten verschaffen könnten:
* Was gibt es für Gruppierungen ?
* Welche Absichten haben sie und welche Ziele verfolgen sie ?
* Wie begründen sie das ?
* Warum sind unsere Strukturen nicht zukunftsfähig, warum also brauchen wir neue Strukturen ?

Darum habe ich dieses Thema hier aufgemacht. Ich danke für die bisherigen Beiträge und würde mich sehr freuen, weitere Hinweise zu Akteuren, Veröffentlichungen, Institutionen zu bekommen, um zu verstehen, was da eigentlich vor sich geht. Nirbeethi hat ja von einem Rundbrief gesprochen, Annsophie war bei dem Treffen anwesend, Mona sprach von vielen verschiedene Meinungen darüber, wer was darf und kann, inklusive diverse emotionale Entgleisungen und Bewertungen …
Das heißt, es gibt natürlich sehr viele Informationen und Zielrichtungen. Und das eben würde mich interessieren.

Meine Position im Moment ist unverändert zu meiner damaligen Aussage, zu der Varina meinte, ich hätte sie deswegen ausgelacht. Ich hab sie nicht ausgelacht. Mir ist dabei nicht zum Lachen. Es betrifft für mich das, was ich für den Kern des Jin Shin Jyutsu halte.

http://stroem-forum.de/viewtopic.php?f= ... =15#p48788

Ich hab damals auf Varinas Aussage zur Notwendigkeit der Professionalisierung der JSJ-Praktiker und Abgrenzung gegenüber präpotenten Anfängern geantwortet, dass ich ein völlig anderes Bild von Jin Shin Jyutsu habe.
Ich hab gesagt:
„Sie (Varina) meint, dass man Jin Shin nur einer besonderen Gruppe überlassen sollte, die das dann ganz ernsthaft, also, was sie halt so für ernsthaft halten, betreiben. Das kann man ja so sehen. Es gibt viele elitäre Zirkel auf der Welt. Ich sehs völlig anders. Für mich ist Jin Shin das glatte Gegenkonzept zu dem was Varina mit anerkanntem Beruf und Wirtschaftskammer und der gleichen will. Jin Shin gehört uns allen. Und ich bin beglückt darüber, wenn sich ein halbes Altersheim die 3er oder die 15er hält, auch wenn sie keine Staatsprüfung abgelegt haben, dass sie das tun dürfen.“

Und ich sehe (außerhalb der Interessen der gewerblichen Anwender des Jin Shin Jyutsu) überhaupt keinen Grund, wozu irgendjemand ein Berufsbild des JSJ-Praktikers benötigen würde, oder eine Professionalisierung und Qualitätssicherung – über das hinaus was Mary uns ans Herz gelegt hat. Zumindest finde ich in meinen Unterlagen nichts, dass Mary in diese Richtung gedacht hätte.

Da Varina eine Vision für das Jin Shin Jyutzsu in der Form ausgebreitet hat, in der in den Krankenhäusern JSJ-Praktiker tätig sein sollen, die von der Kasse bezahlt werden, möchte ich auch nicht mit Visionärem geizen.

Ja ich wünsch mir, dass auf möglichst vielen Spielplätzen Leute sitzen, die einen Kind das von einer Wespe gestochen wird die Hände auflegen können und sich getrauen das zu machen, und dass in möglichst vielen Krankenzimmern Leute sind, die den Kranken mit Jin Shin Jyutsu helfen können und sich getrauen das zu machen und dann noch, dass das Jin Shin Jyutsu als Abendbeschäftigung den Tatort verdrängt.
Aber dazu brauchen wir kein neues Berufsbild und keine Honorierung durch die Krankenkasse. Wir brauchen möglichst viele Leute mit denen wir unsere Kunst teilen können und die Bedeutsamkeit der Selbsthilfe für Gesundheit und Wohlergehen in den Köpfen verankern können. Mir scheinen darum 100.000 Leute, die, von mir aus in präpotenter Weise ihren Mitmenschen helfen können, wichtiger als 500 berufsbildkonforme und qualititätsgesicherte Fachleute. Und solange bis mich jemand vom Gegenteil überzeugt indem er mir zeigen kann, dass es in dem unglaublichen Geschenk, das Jiro Murai und Mary Burmester uns gemacht haben Hinweise gibt, dass wir mit der Monopolisierung des Jin Shin Jyutzu für eine exklusive Handvoll „Fachleute“ bessere Ergebnisse erzielen könnten als mit der atemberaubenden viralen Explosion, die uns Mary beschert hat – solange werde ich das wohl auch weiter so sehen.
Zuletzt geändert von meinrad am 17. Juli 2019, 22:12, insgesamt 1-mal geändert.
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ate2011
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Re: Tempelhof - Ergebnisse

Beitrag von ate2011 »

:danke: für diesen Beitrag
"pure awareness"
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Varina
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Re: Tempelhof - Ergebnisse

Beitrag von Varina »

Lieber Meinrad,


was hast du getan, damit deine Vision erfüllt wird? Wie viel Zeit und Geld für die Ausbildung (nicht nur) hast du investiert, damit in jedem Altersheim sich die alten Leute die 3+15 halten oder auf die Spielplätze Kindern, welche von einer Wespe gestochen worden sind die Hände aufgelegt werden. In wie viele Krankenzimmern warst du schon, außer bei Freunde, Verwandte und Bekannte.

Es gibt in jedes Land Gesetze und die müssen nun mal eingehalten werden. Ich muss in Österreich, wenn ich fremde Menschen mit JSJ behandle und dafür Geld verlange einen Gewerbeschein haben PUNKT. Möchte nicht eine Klage wegen Kurpfuscherei oder sonstiges am Halse haben.

Wie Mona schon berichtet, habt ihr in Deutschland in die Bundesländer nicht mal die gleichen deutschlandweite Rahmenbedingungen dadurch gibt es Schwierigkeiten die Gruppe neun zu gestalten. (natürlich nicht nur) In Italien (Südtirol hängt mit Österreich zusammen) dürfen nur Ärzte, Physiotherapeuten, Masseure JSJ an Patienten anwenden, da hast du keine Chance eine eigene JSJ Praxis zu eröffnen.

Du kannst es dir vielleicht leisten jede Woche zu eine JSJ PraktikerIn zu gehen, oder JSJ Kurse zu besuchen, doch viele Menschen, die es wirklich nötig haben, haben nicht mal Geld um sich eine Behandlung zu leisten, aber man denkt nur bis zur eigenen Nasenspitze.

Du kannst gerne zu unserem Symposium in Thauer bei Innsbruck am 20. und 21. September 2019 kommen. Wir könnten auch noch helfende Hände gebrauchen.

Anmeldung erforderlich unter www.jsj.at
„meinrad"
Sie (Varina) meint, dass man Jin Shin nur einer besonderen Gruppe überlassen sollte, die das dann ganz ernsthaft, also, was sie halt so für ernsthaft halten, betreiben.

nicht einer besonderen Gruppe, sondern erfahrene Praktiker, das ist wohl ein Unterschied!
Lieber Gruß von
Varina

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meinrad
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Re: Tempelhof - Ergebnisse

Beitrag von meinrad »

Schau Varina,

ich habe jetzt den Eindruck, dass Du mit Deiner Erwiderung auf meinen Beitrag hier sehr persönlich wirst und nach meiner Wahrnehmung unterschwellig auch irgendwie giftig reagierst.

Ich fühle mich dem, was ich als Marys Auftrag an uns verstehe verpflichtet und denke Du solltest meinen Beitrag in Fragen des Jin Shin Jyutsu nicht von Tirol aus geringschätzen, auch wenn ich mit meinem Tun vielleicht weniger Menschenleben rette oder in geringerem Umfang arme Leute unterstütze, als Du das wohl erwartest.

Ganz unabhängig davon aber liegt im Allgemeinen die Kraft, die eine Vision entfalten kann weniger darin, ob jeder außenstehende Bewerter den Einsatz dessen, der die Vision formuliert hat für ausreichend hält oder nicht. Wenn ich jetzt Deine und meine Vision vergleiche, dann fällt auf, dass meine den Charme hat, dass sie von Eigennutz völlig frei ist.

Alles was Du hier in knappen Worten darstellst, dreht sich einzig um die Frage der gewerblichen Anwendung des Jin Shin Jyutsu. Es geht in Deiner Darstellung darum, dass Du in Österreich, wenn du fremde Menschen mit JSJ behandeln und dafür Geld verlange willst, einen Gewerbeschein brauchst oder dass man, wenn man in Italien eine eigene JSJ Praxis zu eröffnen will, Arzt, Physiotherapeut oder Masseure sein muss. Insgesamt müssen die Menschen also auch dort nicht auf die gewerbliche Versorgung in Fragen das Jin Shin Jyutsu verzichten, sondern diese gewerbliche Nutzung des Jin Shin Jyutsu ist an gesetzliche Bedingungen geknüpft oder teilweise medizinisch ausgebildetem Personal vorbehalten.

Falls Du jetzt bei Gelegenheit also noch einmal an der von mir formulierten Position und Vision vorbeikommst, müsste Dir auffallen, wessen Denken und Streben hier vermutlich weiter über die eigene Nasenspitze hinausgeht.

Meine große Sorge ist, dass dieses enge Denken und diese ausschließliche Konzentration auf die Frage der Vereinfachung der gewerblichen Verwertung schwerwiegende Auswirkungen auf das Wesen des Jin Shin Jyutsu haben könnte und die Möglichkeiten der weiteren Entfaltung des viralen Prozesses, den Mary angestoßen hat, beeinträchtigen dürfte. Es kann ja eigentlich nicht sein, dass wir dieses Jin Shin Jyutsu jetzt an die Bedürfnisse der gewerblichen Anwender anpassen müssen.

Das alles ist aber nur meine bisherige Position. Ich hab sie formuliert, weil Nirbeethi mich gebeten hat, auch mal noch was zu meinem Thema zu sagen. Viel wichtiger - und aus dem Grund habe ich dieses Thema hier angestoßen - ist mir, wie denn die unterschiedlichen Positionen sind und wie sie denn begründet werden. Wer will was warum! Wenn man, wie AnnSophie das schreibt, ein neues Haus bauen will, dann muss man doch sagen können, warum das alte nicht mehr reicht und was er in den einzelnen Etagen und Anbauten des neuen Hauses denn so plant. Die Gefahr, sich vom schönen Bild des neuen Hauses ablenken zu lassen und zu übersehen, dass wir Bedeutsames verlieren könnten, erscheint mir gewaltig.

Darum würd ich mich freuen hier was zu hören, oder Hinweise auf Veröffentlichungen und Akteure und deren Positionen zu bekommen.
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strömhexe
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Re: Tempelhof - Ergebnisse

Beitrag von strömhexe »

Liebe Jin Shin jiyutsu-Freunde,

uff, da bleibt bei mir die Spucke weg. Ich bin noch nicht so lange dabei, aber Leber und Galle strömen würde bestimmt helfen.
Ich bin begeistert von dem was die Österreicher so machen und auch die Schweizer sind super organisiert und jetzt gibt es hier eine Schlägerei im Forum. Warum? Ich hätte hier auch gerne was, wo ich mich austauschen kann. Aber den richtigen Durchblick habe ich noch nicht. Außer das das Ganze eine sehr emotionale Sache ist.

Liebe Grüße,
Mittelfinger halten und Ruhe bewahren
strömhexe
Manchmal mußt Du einfach stehen bleiben,
damit das Glück Dich finden kann.
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meinrad
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Re: Tempelhof - Ergebnisse

Beitrag von meinrad »

Nein, nein Strömhexe

das ist keine Schlägerei
von meiner Seite ist es der Versuch zu erfahren
warum für das Jin Shin Jyutsu ein neues Haus gebaut werden soll.
Es ist mein Versuch zu erfahren, welche Interessen und Akteure es gibt
und was deren Postionen für die Zukunft des Jin Shin Jyutsu sind.
Ich mach mir dabei Sorgen wie ich schon dargestellt habe.

Daher wäre sehr dankbar wenn wir die erforderliche offene Diskussion
darüber was aus dem Jin Shin Jyutsu werden soll nicht von vorneherein wieder
aus Harmoniegründen absagen und sie den Leuten die das größte Interesse haben überlassen.

Und ich wäre dankbar, wenn man nicht jeden der dazu eine Meinung vertritt, die nicht nur darin besteht,
zu loben wie schön das harmonische Dasein ist und dass alles was ist auch gut ist wie es ist
als Streithansel diffamieren würde.

Das läge mir sehr am Herzen.
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Varina
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Re: Tempelhof - Ergebnisse

Beitrag von Varina »

hallo meinrad ,

wieder kurz, weil ich gestern extra bei einer der Verantwortlichen nachgefragt habe:

es wird von David für gut geheißen und angeblich sollte er in nächster Zeit ein Statement dazu geben. Da es von Bonn veröffentlicht wurde, ist es offiziell oder glaubst du sie können etwas machen ohne seine Genehmigung ?

Also :daumen: halten, ist jetzt nicht giftig von mir gemeint, war es auch nicht, aber es prallen in dieser Diskussion 3 Welten aneinander.

1. Selbsthilfe/ mit und ohne Kurs
2.- 5. Tageskursteilnehmer für Hausgebrauch
3.-5. Tageskursteilnehmer die gern JSJ als Beruf/Berufung ausüben

…. und bei 3. brauchen wir eben gesetzlichen Schutz/Rahmen. Was glaubst du, wenn ein Klient während einer JSJ Behandlung bei dir beschlossen hat sich von dieser Welt zu verabschieden, was dann los ist.....wer sitzt dann im Gefängnis?

Das Haus bleibt das gleiche, nur wird dazu gebaut :D
Lieber Gruß von
Varina

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AnnSophie
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Re: Tempelhof - Ergebnisse

Beitrag von AnnSophie »

Hallo zusammen,
nun melde ich mich mal wieder zu Wort und versuche das Ganze mit meinem Wissen, meinen Beobachtungen und Einschätzungen anzureichern:

@Strömhexe, ja auch auf dem Wochenende war insbesondere eine junge Praktikerin sehr überrascht, welche Energien im kollektiven JSJ-Feld aktiv sind. Da es ist es so, wie so viele andere kollektive Felder auch

@Meinrad,
„Als Antwort habe ich bekommen, dass es derzeit leider noch keine weiteren Informationen gebe, da man sich ja noch ganz am Anfang des Prozesses befinde, dass über alle Gruppierungen hinweg große Meinungsvielfalt herrsche und es entsprechend viele Richtungswünsche gäbe. Dass man mit allen vorhandenen Gruppierungen im Austausch sei und versuche, in den nächsten Jahren zukunftsfähige Strukturen aufzubauen.

Diese Antwort hat mich eher weiter beunruhigt, da wir, wenn man sich das Ergebnis des Tempelhof-Workshops anschaut natürlich keineswegs am Anfang eines Prozesse sind, sondern schon eine reichlich plakative Roadmap vorliegen haben.“
Kennst Du das, dass man in einem Projekt schon vermeintlich recht konkret unterwegs ist und dann erst merkt, das Fundament trägt nicht, man muss nochmal zurück an den Anfang, um das Haus neu zu bauen? Das beschreibt den Unterschied zwischen Samstag, da waren wir schon sehr konkret und Sonntag, da ging’s nochmal zurück…
Ich selbst bin ganz glücklich, dass es nochmal zurück auf Los ging, dadurch können m.E. wichtige Teile wie z.B. die „Jetzt-erkenne-ich-mich-Selbst-Bewusstsein“-Bildung durch JSJ anders abgeholt werden.
Am Samstag war man wohl deshalb schon so im konkreten, da die Gruppe 9, die 4 JSJ-Vereine im deutschsprachigen Raum (Mary-Burmeister-Gesellschaft (u.a. Eika), JSJ-Fachverbund (u.a. Thomas), der Österreichische und der Ostschweizer-Verein schon sehr im konkreten sind, versuchen sich anzunähern und gegenseitige Bedenken abzubauen. V.a. die beiden deutschen Vereine, haben in ihrer Satzung jeweils Einschränkungen, die als Hindernis für eine konstruktive Zusammenarbeit erkannt wurden und geändert werden sollen.

Im deutschen Main Central gibt es einen Bericht zu dem Wochenende und ein kurzes Grußwort von David, wo er den Prozess begrüßt.
* Was gibt es für Gruppierungen ?
Neben den 4 oben genannten der Gruppe 9 und Varinas Einteilung gibt es das Europabüro in Bonn, Scottsdale, die Lehrer (von der INC und solche wie Matthias Roth), sogenannte Abspaltungen (Gunne von Richthofen, Rang Dröl, Impulsströmen, etc.) und nicht zu letzt Menschen wie Du und ich, denen das Jin Shin Jyutsu eine Herzensangelegenheit ist, ob sie nun organisiert sind oder nicht.
* Welche Absichten haben sie und welche Ziele verfolgen sie ?
* Wie begründen sie das ?
Schau dir die Homepages des jeweiligen Verbands an.
Vielleicht noch kurz zum Fachverband, da dieser am meisten Staub aufwirbelt: Thomas, der mit Versicherungen u.a. verhandelt hinsichtlich des Berufbilds JSJ-Praktiker mit den von Varina und Mona eingebrachten Absicherungsanforderungen, hat von einem Osteopathen Vertreter berichtet, der empfohlen hat, „Macht nicht die gleichen Fehler wie wir!“ Im Sinne einer Überstrukturierung.
* Warum sind unsere Strukturen nicht zukunftsfähig, warum also brauchen wir neue Strukturen?
Der Bedarf zeigte sich einerseits an: Gründung des Fachverbands, Ausfallen des Organisatorentreffen, „Unruhe“ durch Austritt von Matthias und anderen 5-Tageskurs-Lehrern, Generationswechsel Bonn und Scottsdale und ein dort in Tempelhof ganz deutlich wahrnehmbarer Zeitgeist ... denken-fühlen-hören-mitreden, nicht gemütliches Strömwochenende :lol:

Ob das Haus gleich bleibt oder auf den bestehenden Steinen ein neues Haus gebaut wird, weiss ich noch nicht… ;)
Wir waren bei dem Treffen ein sehr zufällig zusammengewürfelter Haufen, trafen uns unter anderen Vorzeichen, kannten vorher die Gruppe 9 nicht, Bonn und Scottsdale waren nicht dabei/involviert … uvm.
Hinsichtlich des Prozesses des neuen deutschsprachigen JSJ-Hauses hat die Gruppe 9 aktuell ein Mandat einen Emailverteiler aufzubauen und das nächste Treffen vorzubereiten – mehr nicht.
Entscheidend ist sicher dieses Treffen Anfang März nächstes Jahr, weil da steht das Thema von Beginn an auf der Agenda.
Und Akteur und Mitbauer dieses kollektiven JSJ-Hauses kann jeder von uns sein und werden. :D Ich persönlich würde mich z.B. freuen, wenn die Physio-Philosophie am Ende größeren Raum einnimmt als bis jetzt. Eben diese virale Explosion der Selbsterkenntnis und damit der Freiheit :D
Meine Zuversicht fusst neben dem spürbaren Schatz des JSJ auch auf dem Temeplhoffschen-Entscheidungsprozess-Modell, das Bedenken und Widerstände anhört und damit potentiell abholt. Damit kann ein echter Ausgleich der Gegensätze (Har-Monie) stattfinden.
:danke:
Sorry für die Länge! Hoffentlich ist nun manches klarer.
: 26
Herzlich AnnSophie

Leben ist. Weisheit und Liebe verbinden, was Angst und Dummheit trennt.

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Nirbheeti
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Re: Tempelhof - Ergebnisse

Beitrag von Nirbheeti »

Liebe Varina,

ich beobachte etwas amüsiert, dass dir eine Äußerung hinsichtlich ERKENNE MICH SELBST "jetzt einfach zu mühsam" wird und dass dieses Jetzt noch immer andauert. Für deinen Verband und seine Ziele wirfst du dich aber ohne jegliche Ermüdungserscheinung in die Diskussion.

Da kann im Eifer des Gefechts schon mal der Mitfühlende Mensch (der sich selbst kennt und deshalb den Anderen versteht) über den Haufen gefahren werden. Und das treibt wieder mich in eine abwartend kritische Haltung gegenüber dem Verband. Womöglich leistest du ihm einen Bärendienst.

Jeder noch so gut ausgebildete Praktiker kann seinen Patienten nur so weit helfen, wie er sich selbst kennen gelernt hat. Du wirst entsprechende Zitate von Mary kennen.


Liebe schweigende Mehrheit hier im internen Bereich,

wie geht es euch damit?

Lieben Gruß!
Nirbheeti

PS: Bin bis Mittwoch offline.
Entdeckung heißt sehen, was alle gesehen haben,
und dabei zu denken, was keiner gedacht hat.
(What Mary says, S. 11)
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meinrad
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Re: Tempelhof - Ergebnisse

Beitrag von meinrad »

Liebe Annsophie,

Danke für Deine ausführlichen Erläuterungen,
brauch etwas Zeit um alles zu verdauen

LG
meinrad
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AnnSophie
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Re: Tempelhof - Ergebnisse

Beitrag von AnnSophie »

@Meinrad
Eins ist mir noch eingefallen - zu der Frage, warum die Gruppe 9 das jetzt vorerst organisiert .... Sonntags bei all den offenen Baustellen schien das die einzige gangbare Lösung, da alles andere unrealistisch gewesen wäre (Bonn und INC waren nicht dabei)

Lass Dir alle Zeit der Welt ... ich hab vor kurzem nach über einem Jahr eine richtig nette Antwort auf eine längst vergessene Mail bekommen. :D

@Nirbheeti,
bin zwar gerade nicht schweigend, hab aber zu deiner Frage noch nichts geschrieben.

Wir sind wohl voll in der kollektiven Blase eines allgemein teilweise sehr rauhen Umgangstonsim im Internet. Den respektvollen Ton, der unser Forum oft ausgezeichnet hat, der war hier in dem Thread teilweise auf Tauchstation. Den wünsch ich mir wieder her - da bin ich ganz bei Saxman, Strömhexe und auch Dir.

Ich glaube Du und Varina, habt eine unterschiedliche Definition von Meditation, da kommt schon ein Stück Mißverständnis her. Der österreichische Verein/Verband ist für mich nicht nur Varina,... da gibt's noch einige andere prägende Personen wie z. B. Brigitte und Hedi und ich hab das Gefühl, dass in dem Verein auf eine sehr gut geerdete Weise insbesondere auch das Erkenne-Mich-Selbst gelebt wird - schau Dir nur das Kursprogramm und das Programm des Symposiums an. Das Michael Wenninger & Muriel Carlton letzes Jahr 2 Kurse in AU gemacht haben, ist nur ein Ausdruck davon.

Liebe Nirbheethi, Du und deine Stimme sind mir hier im Forum wertvoll, deshalb wünsch ich mir schon aus ganz persönlichen Gründen, dass Du hier frei von der Leber weg schreibst....

Finden wir einen Weg zwischen zukleisterndem Zuckerguss à la :lieb: und einem wohlwollenden Blick auf die Beiträge des anderen :respekt: ?
Damit wir nach : 11 :menschauch: : 16 auch den :weissefahne: praktizieren und dann gemeinsam :witz: :dance: und zusammen
:sunshine: :sunshine: Das Licht sind, das wir sind. (frei nach Mary) :sunshine:

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Blueberry
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Re: Tempelhof - Ergebnisse

Beitrag von Blueberry »

Hallo zusammen,
Hm, so aus der nichtbetroffenen Entfernung beobachtet, wundert es mich irgendwie überhaupt nicht, dass ein neues JSJ-Haus gebaut werden soll. Ich habe nämlich schon seit längerem den Eindruck, dass das alte Haus,hm wie soll man sagen, vielleicht eventuell "zusammenbruchgefährdet" ist?
Warum verlassen mehrere langjährige Lehrer das Haus?
Über die Gründe wird im Allgemeinen nicht gesprochen, aber die Tatsache bleibt: sehr beliebte Lehrer scheiden aus, gründen eventuell ihren eigenen Verein / eigene Schule und (und das wird das eigentliche Problem sein) ziehen dem offiziellen JSJ-Haus dadurch eine Reihe von Schülern, zukünftige potentielle Schüler und damit Einnahmen und zukünftige Einnahmen ab.
Für den nicht-professionellen Praktizierenden ist es Wurscht, ob er oder sie ein JSJ-Diplom aus dem offiziellen JSJ-Haus hat oder nicht. Für alle, die ausschliesslich JSJ professionell praktizieren (d.h. mit Steuererklärung, diversen Versicherungen und dem ganzen staatlichen tralala), sind Strukturen und offizielle Diplome lebensnotwendig. Wenn die Strukturen anfangen zu wackeln, ist das ein ziemlich grosses Problem, ganz besonders, wenn man seit Jahren um staatliche Anerkennung kämpft.
Dann bleibt nur: neues oder zusätzliches Haus bauen.
Aber man sollte sich vielleicht auch die Frage stellen: Warum fing das alte Haus an zu wackeln? Sei es nur, um die gleichen Ursachen (und damit die gleichen Folgen) beim neuen Haus zu vermeiden.

Viele Grüsse
blueberry
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Re: Tempelhof - Ergebnisse

Beitrag von Varina »

:danke: blueberry
Lieber Gruß von
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Varina
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Re: Tempelhof - Ergebnisse

Beitrag von Varina »

zum Nachdenken, an die Deutsche Gemeinschaft!

https://homoeopathiewatchblog.de/2019/1 ... Zfo-6R6ih0

https://homoeopathiewatchblog.de/2019/1 ... _URaPdSe04




Im Frühjahr hatte die Ärztekammer in Österreich auch einen Antrag gegen Alternativ Medizin gestellt.
Berufe wie Osteopaten, Jin Shin Jyutsu Praktiker, Masseure, Homöopathen usw. wären verboten worden und somit ca. 18000 Selbständige Arbeitslos.
Gott sei Dank konnte dieses abgewendet werden.

auch einer der Gründe für Gruppe Neun
Lieber Gruß von
Varina

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