Hallo, Ihr Lieben,
auch ich habe diesen Bericht hier mit großen Interesse gelesen und muss sagen, liebe Morgensonne, ich finde es wunderbar, wie Du hier reagiert hast, als du die ganzen Alarmglocken gehört hast und auch das Stopp aller akzeptierst.
Ja, es ist auch in mir hochgeschnellt, ein lautes Stopp.
Ich war einmal Dir sehr ähnlich, wollte heilen, helfen, ganz machen, Last abnehmen, bei jemandem der mir sehr nah war (meine Schwester). Deshalb melde ich mich hier nach langem zu Wort... es hat mich berührt, was Du geschrieben hast und auch erinnert.
Denn mein "Ende vom Lied" ist : Kein KOntakt mehr...
Wir haben uns sehr zerstritten inwzischen weil ich eine Entscheidung treffen musste.
Bei mir ging es sehr an die Substanz, was ich da tat, helfen um jeden Preis, strömen (hab viel gelernt, doch das nach oben abgeben war das schwierigste von allen, ich fühlte mich wie eine Waschmaschine... darin lag mein grösster Fehler), zuhören, forschen nach Heilmittel, ja sogar eine Heilpraktikerschule habe ich besucht, nur um herauszufinden, wie ich helfen kann (Helfersyndrom!!!hoch zehn!!!! ich kenne die Energie gut und sie ist ja so toll, doch vor allem Gift)
Ich konnte es nicht.
Ich war dazu nicht in der Lage, nicht vom Fach.
Ich nahm immer mehr im Umfeld war, wer zuviel des Guten tat (da gab es einige) und fragte mich, was mir das sagen wollte, und man landet am Ende ja immer bei sich selber.
Ich ging gleichzeitig mit meiner Schwester in Therapie (sie hatte im Laufe der Zeit dann eine schwere Psychose und mehr werde ich zu ihrem Schutz auch nicht mehr über sie hierlassen, nur diese Phase hat auch mit mir zu tun...weil ich sie in meine Familie holte in der Zeit, selber eine beruflich Chance deshalb sausen ließ, weil ich ja nicht wegkonnte...), erfuhr von meinen Themen und eben meinem eigenen Helferkomplex, der ja immer schön weggeschoben wird, weil es in den eigenen Ohren wie ein Schimpfwort klingt, man meint es ja nur gut.
Ich begann stark an mir zu arbeiten, das Strömen begegnete mir über eine befreundete Nachbarin und auch noch über eine inzwischen leider verstorbene mir sehr ans Herz gewachsene systemische Therapeutin und ich hängte mich rein.
Ich habe sehr viel Energie, wenn ich beginne zu merken, wie manches hilft und forsche sehr tief.
Ich war viel systemisch am Arbeiten, begriff die ganzen Zusammenhänge, die ganzen Zusammenspiele der polaren Energien... und fing im Laufe der Zeit an, immer mehr einen Schritt zurückzutreten und mir das ganze so anzuschauen, als wäre ich ein Zuschauer, der nicht betroffen ist... doch das ist unendlich schwer für mich zu lernen.
So kam es, daß ich ausgestiegen bin.
Auf Zeit. Ich gebe mir Zeit, habe selber erkannt, dass ich einfach nur dasein brauche. Da wo man es möchte. Wo mein einfach nur da sein willkommen ist. Diese Orte sind momentan noch wenig. Doch sie zeigen immer mehr.
Menschen mit schweren Krankheiten brauchen nicht noch mehr Heiler und Helfer um sich als die, die sie sich selber suchen (Also die vom Fach, die mit Fachkompetenz, mit Fachwissen und vor allem viel Erfahrung im Umgang mit den Krankheiten spez. denen der Psyche, es ist wirklich für den Laien, egal wie viel er sich damit beschäftigt UNMÖGLICH, hier zu helfen). Das ist für mich ein FAKT, den ich mir selber hinter die Ohren geschrieben habe.
Nicht helfen, sondern UNTERSTÜTZEN, das dürfen wir.
DANN, wenn wir darum GEBETEN werden. Nicht, wenn wirs auf dem silbernen Tablett servieren, das auszuhalten, zu warten, bis sich derjenige dann meldet, ja das ist hart, ich weiß und manchmal ist es nie und auch das gilt es für Leute, die gern helfen AUSZUHALTEN.
Ich habe all das, was ich hier so klug niedergeschrieben habe selbst leider erst zu spät umsetzen können, so muss ich jetzt den Preis dafür bezahlen.
Ich werde meine Schwester nicht mehr sehen.
Da ist kein Kontakt mehr und ich möchte auch nicht mehr.
Mit mir kann man nicht mehr vernünftig reden sagt sie.
Aha, sie bekommt keine Energie auf dieser Ebene mehr von mir und das andere, was "gesund" wäre will sie nicht, somit habe ich eine harte Lehre gezogen aus allem was da war und schaue jetzt auf : Alles was IST!
Doch das war ein weiter Weg und ich erzähle das alles nur, weil ich hier immer wieder sehe, was für gute Seelen sich hier herumtreiben, die eigentlich tief drin nur einen Wunsch haben: Dass es allen gut geht.
Doch das ist eine Illusion... und diese Erkenntnis war die schmerzhafteste für mich.
Vielleicht kann sich ja irgendwer aus diesem kleinen Erfahrungsbericht ein Stück mitnehmen...und das hier soll ganz klar informieren, nicht helfen. Meine Absicht ist es zu INFORMIEREN,
Helfer brauchen manchmal selber große Hilfe. Ich habe gelernt, Hilfe anzunehmen und bin sehr froh darüber, denn wenn ich unterstützen will, muss ich zuerst einmal meine eigene "Psychohygiene" im Griff haben.
Viel Erfahrung sammeln mit Projektionen, Übertragungen und Gegenübertragungen(vor allem das Erkennen dieser)... sowie das lösen giftiger Bindungen das wäre so mein kleiner Tip, der mir selbst einiges gebracht hat.
Ich wünsche Euch allen hier alles Liebe
und weiterhin viel Kraft und da, wo es sich machen lässt: ERFOLG!
herzlich
sanara
P.S.:
Und zu meiner Signatur: Ich habe mich ganz rein gesetzt, bin da ein bischen geblieben und wieder aufgestanden ;-)... und jetzt kann ich´s lassen. Jetzt darf es endlich gut sein...
Sich immer GEWAHRSEIN, was ist meine ABSICHT, wenn ich dieses oder jenes tun möchte... das bringt ein gnadenloses eigenes Bild zum Vorschein, das anzuschauen sich lohnt... auch wenns zunächst nicht gefallen mag. Denn darum geht es nämlich nicht , ums Gefallen...
Dank an meine Schwester.
“Nicht Worte sollen wir lesen, sondern den Menschen, den wir hinter den Worten fühlen” (Samuel Butler)