Sanfte Therapiebehandlung bei Krebs

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optimistin
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Sanfte Therapiebehandlung bei Krebs

Beitrag von optimistin »

Liebe Strömfreunde,
wie ich ja schon ein paar mal erzählt habe, bin ich Mitglied bei Natur und Medizin, der Fördergemeinschaft der Carstens-Stiftung.
In der Mitgliederzeitschrift Nr. 2. März/April ist ein Leserbrief veröffentlicht, den ich gern mit Euch teilen möchte.

JIN SHIN JYUTSU –
sanfte Therapiebegleitung bei Krebs
Als ich das erste Mal an Brustkrebs erkrankte, war ich
38 Jahre alt. Zwei Jahre später kam der Krebs zurück.
Beide Krebserkrankungen wurden mit Operation
und unterstützend mit Chemotherapie und Bestrahlung
behandelt. Ich fühlte mich so schlecht wie nie
zuvor in meinem Leben und wurde nach Ende der
Therapien mit unsicherer Prognose entlassen. Das so
genannte Therapieloch, in das ich fiel, bewog mich
neue Wege zu gehen, die mein Leben und meine Gesundheit
„absichern“ sollten. Neben zahlreichen anderen
naturheilkundlichen Methoden lernte ich Jin
Shin Jyutsu kennen. Die Einfachheit und Alltagstauglichkeit
dieser Heilkunst überzeugten mich sofort, so
dass die Selbsthilfeübungen zum täglichen Programm
wurden, wie das Zähneputzen.
Das Halten der einzelnen Finger besänftigte meine
Ängste und Sorgen und zügelte meine Wut, der
Zentralstrom stärkte mein ganzes System und die 36
Ausatmungen erlebe ich bis heute besonders effektiv,
wenn ich sehr angespannt bin. Ganz spezielle Berührungssequenzen
milderten die Langzeit-Nebenwirkungen
der Therapien.
Meine Entscheidung stand fest – Jin Shin Jyutsu
sollte nicht nur für mein persönliches körperliches
und seelisches Wohl sorgen. Ich spürte das tiefe Bedürfnis,
damit auch anderen Menschen zu helfen
und so wurde Jin Shin Jyutsu zu meinem neuen berufl
ichen Schwerpunkt. Zu meinen Klienten gehören
immer wieder Krebspatienten, die ich von der Diagnose
bis zur Nachsorge betreue und damit wunderbare
Erfahrungen mache.
Mein Leben bekam einen neuen Sinn und ich
spürte, wie das Vertrauen in meinen Körper und meine
Gesundheit wuchs.
Und dennoch haben wir es nicht in der Hand, das
Leben hat so viele Facetten, die wir nicht beherrschen
können. Und so geschah es, dass ich zehn Jahre nach
der letzten Erkrankung noch einmal mit der Diagnose
Brustkrebs konfrontiert wurde.
Außer sich sein, neben sich stehen, sich aus dem
Leben gekickt fühlen, schockgefroren – das beschreibt
wohl am ehesten meine Gefühle in diesem Moment.
Und im zweiten Moment entschied ich mich, all
meine Jin Shin Jyutsu – Kolleginnen um Hilfe zu bit
- ten. Mein Netzwerk ließ mich nicht im Stich und so
kam es, dass ich direkt nach der Diagnose die erste
Behandlung bekam. Schocklösen war mein Hauptbedürfnis,
wieder einen klaren Kopf bekommen, um
handlungsfähig zu sein im schulmedizinischen Karussell,
das mich erwartete.
Bei solchen und anderen Schocks im Leben bewährt
es sich, die Hände mindestens 20 Minuten auf
die Innenseiten der Knie zu legen. Das führt uns zurück
ins Urvertrauen und hilft, wieder mit beiden Beinen
fest auf dem Boden zu stehen. Jede kürzere Wiederholung
ist hilfreich, denn im Behandlungsprozess
einer Krebserkrankung gibt es möglicherweise eine
Menge schockierende Erlebnisse. Dieser Tipp ist für
Betroffene wie Angehörige gleichermaßen hilfreich.
Um bei klarem Verstand zu bleiben und das Gedanken-
Karussell zu stoppen, empfiehlt es sich, beide
Hände immer wieder auf den Kopf zu legen. Dadurch
werden die Gehirnhälften verbunden und wir können
klarer denken. Die Vor- und Nachsorge der notwendigen Operation
begleiteten meine Kolleginnen und meine Fa-
milie mit dem Finger-Zehen-Strom. Dieser Strom
ist für die Selbsthilfe etwas unbequem, deshalb ist es
hilfreich, wenn ein Familienmitglied oder eine andere
liebe Person dabei hilft. Der Behandler berührt mit
einer Hand den Daumen der rechten Hand und mit
der anderen Hand den kleinen Zeh des linken Fußes,
dann den Zeigefinger der rechten Hand und den
vierten Zeh des linken Fußes usf., bis alle Finger und
Zehen in entsprechenden Kombinationen berührt
wurden. Üblicherweise hält man die Positionen, bis
man ein Pulsieren spürt. So werden sämtliche Energiebahnen
des Körpers regeneriert und die Strapazen
einer Operation werden besser verkraftbar.
Gegen mögliche Schmerzen nach der Operation
gibt es den Aspirin-Griff des Jin Shin Jyutsu, auch
„Fersenhalten“ genannt – man legt eine Hand auf die
Innenseite, die andere Hand auf die Außenseite der
Ferse. Meine Tochter und mein Mann haben mir direkt
nach der Operation in dieser Weise beide Fersen
eine Stunde behandelt und ich brauchte in der Folge
keine Schmerzmittel.
Um die Medikamente, die während der Operation
verabreicht werden, besser zu verarbeiten, hilft der
Entgiftungsgriff des Jin Shin Jyutsu. Die rechte Hand
auf die rechte Niere legen (dabei kann auch die Rückhand
berühren) und die linke Hand auf das linke
Jochbein legen oder umgekehrt für die andere Körperseite.
Das regt den Leber- und Nieren-Stoff wechsel
an, so dass diesen beiden Haupt-Entgiftungsorganen
die Arbeit erleichtert wird. Gleichzeitig regeneriert
dieser Griff tiefgreifend das Blut und ist bei Chemotherapien
ein wichtiger Begleiter (täglich bis zu einer
Stunde halten).
Wenn operiert werden muss, entstehen Narben am
Körper, die auch bei sehr schonenden Operationsmethoden
zu Störfeldern für den Energief uss werden können.
Im Jin Shin Jyutsu gibt es einen Entstörungsgriff
für Narben. Hierbei wird eine Hand auf die Narbe gelegt
und die andere Hand an den Nackenansatz (auf der
gleichen Körperseite wie die Narbe). Diese Berührungssequenz
bis zu einer Stunde gehalten wirkt tief in die
einzelnen Gewebeschichten hinein und macht durchlässig.
Dieser Griff kann wahlweise wiederholt werden.
In der akuten Behandlungsphase ist es absolut belebend
und förderlich für Körper, Geist und Seele,
wenn täglich mit Jin Shin Jyutsu behandelt wird. Ich
bin bis heute unglaublich dankbar, dass meine Kolleginnen
und meine Familie mir diese Möglichkeiten
anboten. Gleichzeitig habe ich die Übungen aus der
Selbstbehandlung täglich angewendet –Fingerhalten
und Zentralstrom beispielweise.
Es gibt zahlreiche weitere Tipps zur Behandlung
der vielen möglichen körperlichen und seelischen
Beschwerden einer Krebserkrankung, sowohl für
Betroffene, als auch für Angehörige. Meine Empfehlung
lautet: auch nach den Behandlungen weiter zu
machen mit Jin Shin Jyutsu. Ich persönlich bin ein
Jahr nach der Erkrankung noch betreut worden und
fühle mich heute wieder fit und gesund.
Nicht zuletzt bietet diese japanische Heilkunst
wunderbare Begleitung für den Fall, dass der Krebs
schulmedizinisch nicht mehr behandelbar ist.
Schmerzlinderung, Angstbewältigung bis hin zum
Abschied nehmen werden auf diese Weise erleichtert
auf sehr sanfte Weise.
Für meine Klienten empfehle ich immer wieder,
die Tipps aus dem Jin Shin Jyutsu gemeinsam mit den
Angehörigen zu nutzen, denn auch sie leiden erheblich
unter der Situation.
Jin Shin Jyutsu bietet uns sprichwörtlich „Gesundheit
aus eigener Hand“ und für mich erfüllt sich auf
diese Weise immer mehr der Traum vom „Hand in
Hand von Schulmedizin und Naturheilkunde“. Meine
letzte Operation wurde von einem Brustspezialisten
in der Uniklinik Köln durchgeführt. Bei unserem ersten
Gespräch fragte er mich, was
ich getan hätte, um nach der unsicheren
Prognose infolge der ersten
Erkrankungen zehn Jahre
Rückfall- und beschwerdefrei
zu überleben. Als ich von
Jin Shin Jyutsu berichtete,
sagte er nachdenklich:
„Das klingt wunderbar.
Machen
Sie weiter so!“
Tränen sind kein Zeichen von Schwäche. Sie sind Zeichen dafür, dass man zu lange versucht hat, stark zu sein.
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Wolke
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Re: Sanfte Therapiebehandlung bei Krebs

Beitrag von Wolke »

Danke Opti fürs einstellen. :)
Hab beim lesen Gänsehaut bekommen.
LG Monika

Jeder Tag ist ein Geschenk, manche sind nur etwas blöd verpackt.
Verfasser unbekannt
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ate2011
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Re: Sanfte Therapiebehandlung bei Krebs

Beitrag von ate2011 »

Hi Opti,
ein wirklich wertvoller, umfassender Beitrag, bedanke mich ebenfalls
für einstellen (leider bin ich bei Natur und Medizin nicht fündig geworden,
kam nicht weiter, bin kein Mitglied).
LG ate ;)
"pure awareness"
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