Heute
Wenn wir wüßten, daß unser Leben morgen endet,
würden wir dann den heutigen Tag mit Streit vergeuden?
Würden wir die kostbaren Stunden in eisigem Schweigen verstreichen lassen?
Würden wir uns noch hinter dieser unsichtbaren Mauer verschanzen und sie nur durchbrechen, um uns weitere böse Worte entgegenzuschleudern?
Wenn wir wüßten, daß unser Leben morgen endet,
würde ich Dir heute Deine Fehler und Schwächen nicht mehr vorhalten,
würde ich Dir nicht länger vorwerfen, Du habest mit dem Streit begonnen,
würde ich noch heute als erster nachgeben,
würde ich noch heute den Krieg beendet,
der uns beide zu Verlierern macht.
Weil wir nicht wissen, ob unser Leben morgen endet,
deshalb gehen wir heute sorgsam und liebevoll miteinander um
und versuchen, jede einzelne Minute mit Lachen und Liebe zu erfüllen,
sind wir so freundlich und heiter,
daß unsere Herzen dabei froh werden, vermeiden wir alles,
was Bitterkeit, Unfrieden und Zerstörung bewirkt.
Wer weiß ob heute nicht doch unser letzter Tag ist?
Heute ist die einzige Zeit, die uns wirklich gehört.
Deshalb will ich, daß unsere Hände und Herzen sich heute wiederfinden.
Deshalb sage ich heute zu Dir: „Es tut mir leid. Ich liebe Dich!“
Dichter leider unbekannt
Heute
- Lilienthal
- Senior Profi Member

- Beiträge: 695
- Registriert: 6. November 2008, 13:21
Re: Heute
Auch noch ein Gedanke zu "Heute"
Ich las neulich mal wieder eine Geschichte von einem Mann, der die wunderschöne Wäsche von seiner Frau aus der Schublade nimmt, die sie immer für eine "besondere Gelegenheit" aufbewahrt hatte. Jetzt, so dachte er, ist ja wohl die besondere Gelegenheit gekommen - nachher kommt der Bestatter und kleidet seine verstorbene Frau ein.
Wie oft verschieben wir Dinge, wie oft sagen wir: Morgen! oder: nächstes Jahr! oder: wenn ich nur erst in Rente bin! Und dabei ist nur heute unser Tag - die Tür zum Gestern ist zu, so sehr wir auch daran rütteln, und was morgen ist, weiß niemand.
Martina
Ich las neulich mal wieder eine Geschichte von einem Mann, der die wunderschöne Wäsche von seiner Frau aus der Schublade nimmt, die sie immer für eine "besondere Gelegenheit" aufbewahrt hatte. Jetzt, so dachte er, ist ja wohl die besondere Gelegenheit gekommen - nachher kommt der Bestatter und kleidet seine verstorbene Frau ein.
Wie oft verschieben wir Dinge, wie oft sagen wir: Morgen! oder: nächstes Jahr! oder: wenn ich nur erst in Rente bin! Und dabei ist nur heute unser Tag - die Tür zum Gestern ist zu, so sehr wir auch daran rütteln, und was morgen ist, weiß niemand.
Martina
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-Aldous Huxley-
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- rubensweib
- Member

- Beiträge: 54
- Registriert: 25. Januar 2009, 10:09
- Wohnort: ... in Thüringen
Re: Heute
...eine Geschichte von einem Mann, der die wunderschöne Wäsche von seiner Frau aus der Schublade nimmt, die sie immer für eine "besondere Gelegenheit" aufbewahrt hatte. Jetzt, so dachte er, ist ja wohl die besondere Gelegenheit gekommen - nachher kommt der Bestatter und kleidet seine verstorbene Frau ein...
Oooh Lilienthal, die Geschichte kenne ich!!! Ich kann sie nicht lesen ohne dass mir die Tränen kommen - ganz traurig und doch so wahr!!!
Oft fällt mir genau diese Geschichte ein - nicht nur bezogen auf Kleidungsstücke, die mensch "für gut" im Schrank hängen lässt.
LG, rubensweib
Die Normalität ist eine gepflasterte Straße.
Man kann gut darauf gehen
- aber auf ihr wachsen keine Blumen.
Vincent van Gogh
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