Liebe AnnSophie,
danke für deine wunderbare Frage - ich bin die letzten Tage unterwegs gewesen, immer mit diesem Thema, deiner Frage und meiner sich ausformenden Antwort darauf im Kopf.
Glücklicherweise habe ich mir auch deinen MC-Artikel noch einmal hervorgeholt und deinen Beitrag ein weiteres Mal gelesen.
Es ist DOCH eine Sache der Worte, Wortklauberei

, also die Frage, wie definiere ich Heil(sein) und wie Harmonie.
Als ich das Wort "Heilkunst" gelesen hatte, kamen mir Begriffe wie "Heilmethode", "Heilkundige", "heilen" in den Sinn, alles im Sinn von "gesundmachen". Ich habe mit "Heilkunst" eher ein Machen für die Gesundheit assoziiert - war kurz zuvor von jemandem gefragt worden, ob wir beimJSJ auch lernen, wie man bestimmte Organe heilt.
Und "Harmonisierungskunst" war für mich eben genau das, was du so schön in der Überschrift deines Artikels als "die Kunst des Annehmens" bezeichnest. Ja, mir geht es auch um die Akzeptanz dessen, was ist, und dazu gehört alles, was ist.
Als ich gerade eben noch einmal deinen Beitrag mit der Frage gelesen hatte, sah ich erst, dass du von Harmonie und Disharmonie sprachst. An die Disharmonie hatte ich gar nicht gedacht, sie ist bei mir Teil der Harmonie - ein Grund mehr, eher von Heilsein, von Heilkunst zu sprechen, das beides in sich vereint.
Und dennoch, wenn ich beide Worte, "Heilkunst" und Harmonisierungskunst", im Geiste "ausprobiere", fühlt sich "Harmonisierungskunst" immer noch runder, allumfassender für mich an im Sinne von "Es ist wie es ist und wie es ist, ist es". Bei "Heilkunst" bleibt in meinem Geiste das "heilen" im Sinne von "kurieren, etwas machen", zu stark. Selbsterkennnis, die zu erlangen es im JSJ ja geht, kann man nicht machen. Wir können unsere Hände mit dem Verlangen nach Bewusstsein auflegen, aber wir können es nicht herbeiführen durch das Auflegen unserer Hände, also auch nicht das Gesund-, Heilwerden.
Und hier schließt sich der Kreis: Harmonie kann ich genauso wenig machen. Also bleibt es dabei: alles eine Frage der Definition(?).
Ich glaube, ich wähle demnächst bevorzugt die Worte "Kunst des Annehmens", wenn mich jemand nach JSJ fragt.
Nochmals danke, liebe AnnSophie, mein Bewusstsein fühlt sich nach all diesen Überlegungen etwas weiter an.
Alles Liebe
Amélie