Hallo Kleenetini,
diese Phase kenn ich noch gut von unserem Junior, der ist in der Zwischenzeit fast 20 Jahre alt und hat alles gut überstanden
In erster Linie ist es wichtig, dass du weißt!!! dass es normal ist diese Trotzphase zu haben und durchzuleben. Es ist für seine Entwicklung wichtig sich als ICH wahrzunehmen und das auch auszudrücken...
Mir hat da immer der Mittelfinger geholfen, bei mir selbst zu halten

dann bin ich ruhig geblieben. Als Beispiel: wir waren in einem Geschäft, mußte eigentlich nur Wurst und Fleisch kaufen, aber er hat schon an der Gemüse/Salattheke einen Anfall von "ich will..." hat sich auf den Boden geschmissen und mit dem Kopf auf den Boden gehauen. War schon leicht rot, ich ganz cool hab ruhig zu ihm gesagt, wenn er fertig ist, kann er nachkommen und bin weiter gelaufen. Ich hatte noch keine zwei Schritte weg gemacht, als er schon aufgehört hat und am aufstehen war. Eine andere Frau aus dem Ort, die ich nur vom Sehen kenne, hat sich tierisch über mich aufgeregt, dass ich so kalt reagiert hätte.
Marius war danach ganz ruhig und hat es akzeptiert, dass es nichts gab...(hat die Frau dann auch gesehen und sich gewundert)
So war es bis er in die Schule kam, nach jedem Wachstumsschub oder auch geistigem Schub mußten seine Grenzen neu ausgelotet werden, jedesmal mit Drama und Rebellion, wenn diese Fragen beantwortet waren, war wieder drei bis vier Wochen Ruhe. Später kam noch das verbale dazu, er konnte sich besser ausdrücken und hat mir meine Sachen, die ich ihm vorgehalten habe dann um die Ohren gehauen. Sprich Vorbild sein und die Konsequenzen tragen... Was wichtig ist, sich genau zu überlegen was ein NEIN ist und auch bleiben wird oder wo es auch irgendwann zu einem JA werden kann. Wenn er auch nur ein Hauch von einem JEIN wahrgenommen hat, war Randalle. Die Schwerarbeit ist es dieses NEIN auch konsequent durchzuziehen. Ich hatte zB nie Probleme mit Schränke ausräumen oder Blumen runterschmeißen, das war immer ein absolut konsequentes NEIN.
Ich hab mich auch entschuldigt wenn ich mal laut geworden bin als er älter wurde... danach hat sich ein Gespräch entwickelt, wo er es einsehen konnte, warum ich wütend wurde. Hat das Verständnis für beide Seiten verstärkt was ich auch heute noch merke.
Lass dein Kind Erfahrungen machen, auch wenn es weh tut, er lernt daraus (abgesehen natürlich von solchen die ins Krankenhaus führen

) Selbstschutz geht immer über Lernerfahrungen... sie sind von Haus aus neugierig und wissbegierig... unterstütze dies
Wir können von Kindern so viel lernen, wenn wir uns darauf einlassen...
glg Mona