Hallo Ihr Lieben,
irgendwie hab ich Lust gemeinsam mit Euch nachzudenken, was für Euch eine/Eure mehr oder weniger erfolgreiche Partnerschaft / Beziehung ausmacht?
Irgendwie hab ich nicht erst seit Ates wunderbarem Baumgedicht immer wieder das Gefühl, dass viele von Euch in recht stabilen, nährenden Partnerschaften leben. Mein Berufsumfeld ist geprägt von allein erziehenden Müttern und vielen Singles.
Da dacht ich mir, ich frag mal Euch, was sind kritische Erfolgsfaktoren, was macht es aus damit das Gleichgewicht zwischen Nähe und Abstand sich immer wieder neu einpendeln kann?
Wie gibt man immer wieder auch das Ich für ein Wir auf, ohne sich selbst zu verlieren?
Und wie würdet Ihr das strömend begleiten/unterstützen?
Freu mich auf einen bunten Strauß an ganz verschiedenen Wegen,
AnnSophie.
Partnerschaft - zwischen Freiheit und Bindung
Forumsregeln
Alle Tipps und Anregungen gelten nur zusätzlich zu allen erforderlichen medizinischen Maßnahmen!
Bitte achtet darauf, freundlich miteinander umzugehen
Alle Tipps und Anregungen gelten nur zusätzlich zu allen erforderlichen medizinischen Maßnahmen!
Bitte achtet darauf, freundlich miteinander umzugehen
- AnnSophie
- Mega Profi Member

- Beiträge: 1996
- Registriert: 27. April 2012, 21:57
- Wohnort: badisch-elsässisches Grenzgebiet
Partnerschaft - zwischen Freiheit und Bindung
Leben ist. Weisheit und Liebe verbinden, was Angst und Dummheit trennt.
Ama Walter
- *gnomi*
- Profi Member

- Beiträge: 295
- Registriert: 21. Mai 2011, 08:42
- Wohnort: Kleinstadt mit Kehrwoche ;)
Re: Partnerschaft - zwischen Freiheit und Bindung
Hallo AnnSophie,AnnSophie hat geschrieben: Irgendwie hab ich nicht erst seit Ates wunderbarem Baumgedicht immer wieder das Gefühl, dass viele von Euch in recht stabilen, nährenden Partnerschaften leben
Ich leider nicht...finde das Thema aber spannend und bin gespannt.
Ich hab bisher die Erfahrung gemacht, dass es mir ohne Partner einfach besser geht.
Der größte Knackpunkt ist für mich tatsächlich das Gleichgewicht zwischen Nähe und Abstand. Wobei ich meistens die bin, die mehr Abstand und Zeit für sich braucht. Und sich dafür ständig rechtfertigen muss. Und dabei dann viel Kraft lässt.
Eben genau keine nährende Beziehung...
Ich freu mich auf Inspiration
gnomi
All your beliefs, they're just that. They're nothing. They're how you were taught and raised. That doesn't make 'em real.
Bill Hicks
Bill Hicks
- AnnSophie
- Mega Profi Member

- Beiträge: 1996
- Registriert: 27. April 2012, 21:57
- Wohnort: badisch-elsässisches Grenzgebiet
Freund- & Partnerschaft - zwischen Freiheit und Bindung
Will den Thread noch mal hochspülen.... in der Hoffnung auf mehr Resonanz. Weil ich das Thema wie Gnomi grundsätzlich doch sehr spannend finde:
Vielleicht war's zu eng gefasst und zu sehr Managementsprache. Neuer Formulierungsversuch und ein bißchen mehr Futter:
Wie kann ich in Freundschaften/Beziehungen mir selbst treu bleiben?
Mich binden und gleichzeitig abgrenzen?
Bei uns ist es oft so, dass wir uns im Lauf der Zeit immer wieder so sehr annähern, so eng an einander binden / verschmelzen, dass es bis jetzt scheinbar immer wieder ordentliche Dramen baucht, um wieder Abstand zu gewinnen und Distanz herzustellen... und dann nach ein paar Stunden/Tagen/Wochen/Monaten findet wieder eine langsame Annäherung statt.
Die Dramen sind für mich harmoniesüchtiges Menschenkind immer wieder ein mehr oder weniger schönes Lernfenster.
Bis jeztzt scheine ich sie noch zu brauchen.
Einige meiner befreundeten Kolleginnen strahlen so eine große Bindungsangst, fast was Unberührbares aus. Auch da bin ich dankbar für das Geschenk des JSJ, weil es das Berühren und Berühren lassen vertrauter, alltäglicher macht und das mein ich jetzt nicht nur körperlich.
Berühren und Berühren lassen
Mich verbinden mit mir und dem anderen
Bei mir sein und bleiben
und gleichzeitig mit dem anderen fühlen und sein.
Was sind Weg und wenn's krumme, schmale, steile Wege, Umwege, Abwege oder vielleicht sogar Irrwege sind?
Und wo find ich das Du, den anderen das Gegenüber beim strömen im JSJ? Gibt's Freundschaftsspezialisten? (Irgendwie denk ich gerade spontan an die 13.)
In der Hoffnung, auf Eure Reaktionen.
AnnSophie.
Vielleicht war's zu eng gefasst und zu sehr Managementsprache. Neuer Formulierungsversuch und ein bißchen mehr Futter:
Wie kann ich in Freundschaften/Beziehungen mir selbst treu bleiben?
Mich binden und gleichzeitig abgrenzen?
Bei uns ist es oft so, dass wir uns im Lauf der Zeit immer wieder so sehr annähern, so eng an einander binden / verschmelzen, dass es bis jetzt scheinbar immer wieder ordentliche Dramen baucht, um wieder Abstand zu gewinnen und Distanz herzustellen... und dann nach ein paar Stunden/Tagen/Wochen/Monaten findet wieder eine langsame Annäherung statt.
Die Dramen sind für mich harmoniesüchtiges Menschenkind immer wieder ein mehr oder weniger schönes Lernfenster.
Einige meiner befreundeten Kolleginnen strahlen so eine große Bindungsangst, fast was Unberührbares aus. Auch da bin ich dankbar für das Geschenk des JSJ, weil es das Berühren und Berühren lassen vertrauter, alltäglicher macht und das mein ich jetzt nicht nur körperlich.
Berühren und Berühren lassen
Mich verbinden mit mir und dem anderen
Bei mir sein und bleiben
und gleichzeitig mit dem anderen fühlen und sein.
Was sind Weg und wenn's krumme, schmale, steile Wege, Umwege, Abwege oder vielleicht sogar Irrwege sind?
Und wo find ich das Du, den anderen das Gegenüber beim strömen im JSJ? Gibt's Freundschaftsspezialisten? (Irgendwie denk ich gerade spontan an die 13.)
In der Hoffnung, auf Eure Reaktionen.
AnnSophie.
Leben ist. Weisheit und Liebe verbinden, was Angst und Dummheit trennt.
Ama Walter
Re: Freund- & Partnerschaft - zwischen Freiheit und Bindung
Hallo AnnSophie
Mir geht es wie gnomi: Auch ich habe bisher die Erfahrung gemacht, dass es mir ohne Partner besser geht. Das Alleinsein hat mir auch nie ewas ausgemacht - schon als Kind nicht. Ich habe wenige, aber sehr gute, verlässliche Freunde, einen normalgrossen Bekanntenkreis, und damit bin ich zufrieden; ich brauche viel Zeit für mich selber mit mir allein.
Jetzt bin ich seit mehreren Monaten unerwartet in einer neuen Beziehung der eher unverbindlichen Art. Ich war noch überhaupt nicht bereit für etwas Neues, als mir der gute Kerl über den Weg lief, irgendwie passierte es trotzdem. Ich möchte meine wiedergewonnene Freiheit nicht aufgeben, und es widerstrebt mir sehr, mich zu tief auf jemanden einzulassen, also halte ich ihn eher etwas auf Abstand. Vielleicht werde ich irgendwann bereuen, einen solch feinfühligen und gutmütigen Mann auf diese Weise vergrault zu haben, aber es geht im Moment nicht anders (bzw. ich will nicht anders). Andererseits hält es möglicherweise genau deswegen nun doch bereits bald ein Jahr lang an, womit ich nicht gerechnet hatte.
Liebe Grüsse
Cestca
Mir geht es wie gnomi: Auch ich habe bisher die Erfahrung gemacht, dass es mir ohne Partner besser geht. Das Alleinsein hat mir auch nie ewas ausgemacht - schon als Kind nicht. Ich habe wenige, aber sehr gute, verlässliche Freunde, einen normalgrossen Bekanntenkreis, und damit bin ich zufrieden; ich brauche viel Zeit für mich selber mit mir allein.
Das war auch das grosse Thema in meiner bisher einzigen "ernsthaften" (im Sinne von: auf Langfristigkeit ausgelegt, inkl. Zusammenziehen; kürzere Geplänkel in noch jüngeren Jahren rechne ich nicht dazu) Beziehung. Es ist wohl das grosse Thema für jeden sensiblen Menschen, und treffen zwei supersensible Partner aufeinander, ist das gegenseitige Verständnis zwar gross, wird das ganze aber trotzdem nicht einfacher, sondern potenziert sich eher noch. Statt uns gegenseitig zu beflügeln, standen wir uns dauernd gegenseitig im Weg.AnnSophie hat geschrieben:Wie kann ich in Freundschaften/Beziehungen mir selbst treu bleiben?
Mich binden und gleichzeitig abgrenzen?
Jetzt bin ich seit mehreren Monaten unerwartet in einer neuen Beziehung der eher unverbindlichen Art. Ich war noch überhaupt nicht bereit für etwas Neues, als mir der gute Kerl über den Weg lief, irgendwie passierte es trotzdem. Ich möchte meine wiedergewonnene Freiheit nicht aufgeben, und es widerstrebt mir sehr, mich zu tief auf jemanden einzulassen, also halte ich ihn eher etwas auf Abstand. Vielleicht werde ich irgendwann bereuen, einen solch feinfühligen und gutmütigen Mann auf diese Weise vergrault zu haben, aber es geht im Moment nicht anders (bzw. ich will nicht anders). Andererseits hält es möglicherweise genau deswegen nun doch bereits bald ein Jahr lang an, womit ich nicht gerechnet hatte.
Liebe Grüsse
Cestca
Schäme dich nicht, zu sagen, was dein Herz für recht hält.
Re: Partnerschaft - zwischen Freiheit und Bindung
Hallo, Ihr Lieben,
auch ich finde dieses Thema sehr wichtig und interessant. Irgendwie hatte ich bisher nicht die Worte dafür.
Was ihr geschrieben habt, da kann ich mich überall ein stückweit selbst finden, das kommt mir alles bekannt vor ;-)
Mir war bis vor kurzem gar nicht so bewußt, wie schnell es auch mir passiert, daß ich mich in meinem "Gegenüber" verliere. Das ist lange Zeit automatisch passiert und ich fragte mich dann, hey, warum habe ich jetzt "Streß" (feuchte Hände, im Bauch merkte ich es auch, allgemein angespanntheit u.a.) ... Ich konnte nicht wirklich unterscheiden, bin das jetzt ich-isses meins oder wo kommt das her? Michselbst kritisch beäugend ging ich eine ganze Zeit lang hierhin dorthin, und ich stellte fest, bei manchen Leuten ist alles ruhig, alles ok, alles sehr angenehm. Bei anderen widerum tja, wie oben beschrieben.
Mein Weg da weg (oder meine "Strategie") war bisher dann immer die, der Vermeidung, also aus dem Kontakt gehen (was auch sinnvoll ist, seit ich weiß, was da ungefähr passiert, wenn mir das Unwohlsein hochkommt) , mich selbst immer intensiver wahrnehmen auch wenn etwas nicht so angenehm ist, dies auszuhalten und dann gehen zu lassen. Nicht mehr nachdenken.
In der Partnerschaft war das irgendwann Trennungsgrundlage, ich war zu sehr im Partner "gefangen", alles drehte sich um ihn, seinen Stress (den ich dann ja ebenfalls hatte) ich war da vergessen- weg, fühlte mich nicht mehr, nahm mich nicht mehr wahr... Diese Zeit habe ich nun endgültig hinter mir lassen können (ganz ohne Hilfe ging das leider nicht, aber diese hilfe war sehr fundiert und durchgreifend, dafür sehr dankbar bin), ich bin ich, bleibe es, gehe hin, wo es mir gefällt, bleibe weg, wo es mir nicht gut geht und halte mich und mein "inneres Kind" oft an der Hand. DA will ich diese tiefe Verbindung spüren, denn die war es , die getrennt wurde, unterbrochen... Doch es ist am wachsen, es ist wirklich schön.
Mir war durch diese Supernähe auch immer viel zu wichtig, was andere von mir halten, denken und sagen.
Das ist mir jetzt piepegal, naja fast, ich arbeite noch etwas dran ;-). Aber auch das ist ein Anzeichen für Abgrenzungsunfähigkeit (die wir bereits in der Kinderstube ausgiebig erlernt haben, das "verlernen" ist dann ein längerer nicht einfacher Prozess).
Ich kann heute sagen, wenn ich es mir wert bin, zu mir , meinen Gefühlen, meinen Neins, meinen auchwennesdirschlechtgeht-darfesmirgutgehens....u. a. zu stehen, mit allem was ich bin, wie ein baum, fest verwurzelt, und doch mitfühlend und im Herzen bleiben kann, dann habe ich einen ganz großen Teil geschafft , und zwar für mich selbst (das darf auch mal sein - ist gerade mein Lieblings- u. Leitsatz für vieles ;-). Und nicht zuletzt auch für die Menschen, die mit mir zu tun haben, denn wie anstrengend es ist, einem Menschen die Schranken zu weisen, wenn ich spüre, der überträgt gerade etwas von sich auf mich (das passiert oft bis immer unterbewusst) kann ichs jetzt auch dort lassen. Dann atme ich auf und denke mir: War doch gar nicht so schlimm, danke, daß du mir das gezeigt hast.
Ich bin heute auch überzeugt davon, dass wir dieses Nähe-Distanz-Thema einfach auch brauchen zum Lernen, Lebenserfahrung zu sammeln, uns selbst und unsere Mitmenschen einfach nehmen zu können, wie sie/wir sind und dabei in unserer Achtsamkeit und in der eigenen Verantwortung bleiben dürfen.
Der WEg ist das Ziel kommt mir z.Zt. oft in den Sinn.
Ich habe ein neues Hobby gefunden , das mich über Stunden in anspruch nehmen kann (wenn Kiddies versorgt sind) und die Ergebnisse sind echt nicht schlecht. Es macht Freude, etwas mit eigenen Händen zu erschaffen, kreativ von Anfang bis Ende etwas durchzuziehen, und mir sehr wichtig dabei, es tut niemandem weh, nichts geht zu nahe, und aus etwas unscheinbarem wird etwas tolles.
Mein berufliches (was mich schwer unter Druck gesetzt hatte) liegt momentan auf Eis... nur kleines ist immer wieder mal am werden, das genügt mir, so komme ich nicht raus und es macht richtig Spaß so.
So bleibt mir nur noch abschließend zu sagen, daß beides wichtig ist, die Nähe sowiealsauch die Distanz. Beides haben wir selbst in der Hand, so wie es uns wohl tut. Beides dürfen wir jederzeit so herstellen, wie wir es brauchen und wir dürfen uns dabei nur nicht verlieren. Für mich ist eine geschulte Selbstwahrnehmung ein sehr wichtiger Faktor bei diesem Thema. Kenne ich mich gut, weiß ich wie ich wann durch was ticke, dann kann ich mich steuern und gut Abgrenzen. Wenn das mal nicht so gut funktioniert, dann darf auch das sein, ich darf mir dafür vergeben und ich wende mich an meine Lieblings-Heilerin, wenn gar nix mehr geht und lasse es lösen bzw. löse ich selbst mit Unterstützung von ihr. Hilfe annehmen, war früher mal Thema, heute spüre ich es deutlich, was und wer mir helfen kann. Es passt so gut wie immer.
Also, das "Spiel" heisst: ERKENNE dich SELBST, JSJ erwähnt das oft und es gibt noch unzählige weitere Möglichkeiten, eine große Torte, von der sich jeder sein Stückchen abschneiden darf
Abgrenzung strömtechnisch gesehen ist für mich seit jeher Hilfreich: 13-14-15 ausgiebig täglich und wahrschl. mein ganzes Leben lach, grins (danke für diesen Tip damals, liebe MOna
)
Also, soviel von mir zu diesem Thema ;-)
herzliche Grüße
sanara
auch ich finde dieses Thema sehr wichtig und interessant. Irgendwie hatte ich bisher nicht die Worte dafür.
Was ihr geschrieben habt, da kann ich mich überall ein stückweit selbst finden, das kommt mir alles bekannt vor ;-)
Mir war bis vor kurzem gar nicht so bewußt, wie schnell es auch mir passiert, daß ich mich in meinem "Gegenüber" verliere. Das ist lange Zeit automatisch passiert und ich fragte mich dann, hey, warum habe ich jetzt "Streß" (feuchte Hände, im Bauch merkte ich es auch, allgemein angespanntheit u.a.) ... Ich konnte nicht wirklich unterscheiden, bin das jetzt ich-isses meins oder wo kommt das her? Michselbst kritisch beäugend ging ich eine ganze Zeit lang hierhin dorthin, und ich stellte fest, bei manchen Leuten ist alles ruhig, alles ok, alles sehr angenehm. Bei anderen widerum tja, wie oben beschrieben.
Mein Weg da weg (oder meine "Strategie") war bisher dann immer die, der Vermeidung, also aus dem Kontakt gehen (was auch sinnvoll ist, seit ich weiß, was da ungefähr passiert, wenn mir das Unwohlsein hochkommt) , mich selbst immer intensiver wahrnehmen auch wenn etwas nicht so angenehm ist, dies auszuhalten und dann gehen zu lassen. Nicht mehr nachdenken.
In der Partnerschaft war das irgendwann Trennungsgrundlage, ich war zu sehr im Partner "gefangen", alles drehte sich um ihn, seinen Stress (den ich dann ja ebenfalls hatte) ich war da vergessen- weg, fühlte mich nicht mehr, nahm mich nicht mehr wahr... Diese Zeit habe ich nun endgültig hinter mir lassen können (ganz ohne Hilfe ging das leider nicht, aber diese hilfe war sehr fundiert und durchgreifend, dafür sehr dankbar bin), ich bin ich, bleibe es, gehe hin, wo es mir gefällt, bleibe weg, wo es mir nicht gut geht und halte mich und mein "inneres Kind" oft an der Hand. DA will ich diese tiefe Verbindung spüren, denn die war es , die getrennt wurde, unterbrochen... Doch es ist am wachsen, es ist wirklich schön.
Mir war durch diese Supernähe auch immer viel zu wichtig, was andere von mir halten, denken und sagen.
Das ist mir jetzt piepegal, naja fast, ich arbeite noch etwas dran ;-). Aber auch das ist ein Anzeichen für Abgrenzungsunfähigkeit (die wir bereits in der Kinderstube ausgiebig erlernt haben, das "verlernen" ist dann ein längerer nicht einfacher Prozess).
Ich kann heute sagen, wenn ich es mir wert bin, zu mir , meinen Gefühlen, meinen Neins, meinen auchwennesdirschlechtgeht-darfesmirgutgehens....u. a. zu stehen, mit allem was ich bin, wie ein baum, fest verwurzelt, und doch mitfühlend und im Herzen bleiben kann, dann habe ich einen ganz großen Teil geschafft , und zwar für mich selbst (das darf auch mal sein - ist gerade mein Lieblings- u. Leitsatz für vieles ;-). Und nicht zuletzt auch für die Menschen, die mit mir zu tun haben, denn wie anstrengend es ist, einem Menschen die Schranken zu weisen, wenn ich spüre, der überträgt gerade etwas von sich auf mich (das passiert oft bis immer unterbewusst) kann ichs jetzt auch dort lassen. Dann atme ich auf und denke mir: War doch gar nicht so schlimm, danke, daß du mir das gezeigt hast.
Ich bin heute auch überzeugt davon, dass wir dieses Nähe-Distanz-Thema einfach auch brauchen zum Lernen, Lebenserfahrung zu sammeln, uns selbst und unsere Mitmenschen einfach nehmen zu können, wie sie/wir sind und dabei in unserer Achtsamkeit und in der eigenen Verantwortung bleiben dürfen.
Der WEg ist das Ziel kommt mir z.Zt. oft in den Sinn.
Ich habe ein neues Hobby gefunden , das mich über Stunden in anspruch nehmen kann (wenn Kiddies versorgt sind) und die Ergebnisse sind echt nicht schlecht. Es macht Freude, etwas mit eigenen Händen zu erschaffen, kreativ von Anfang bis Ende etwas durchzuziehen, und mir sehr wichtig dabei, es tut niemandem weh, nichts geht zu nahe, und aus etwas unscheinbarem wird etwas tolles.
Mein berufliches (was mich schwer unter Druck gesetzt hatte) liegt momentan auf Eis... nur kleines ist immer wieder mal am werden, das genügt mir, so komme ich nicht raus und es macht richtig Spaß so.
So bleibt mir nur noch abschließend zu sagen, daß beides wichtig ist, die Nähe sowiealsauch die Distanz. Beides haben wir selbst in der Hand, so wie es uns wohl tut. Beides dürfen wir jederzeit so herstellen, wie wir es brauchen und wir dürfen uns dabei nur nicht verlieren. Für mich ist eine geschulte Selbstwahrnehmung ein sehr wichtiger Faktor bei diesem Thema. Kenne ich mich gut, weiß ich wie ich wann durch was ticke, dann kann ich mich steuern und gut Abgrenzen. Wenn das mal nicht so gut funktioniert, dann darf auch das sein, ich darf mir dafür vergeben und ich wende mich an meine Lieblings-Heilerin, wenn gar nix mehr geht und lasse es lösen bzw. löse ich selbst mit Unterstützung von ihr. Hilfe annehmen, war früher mal Thema, heute spüre ich es deutlich, was und wer mir helfen kann. Es passt so gut wie immer.
Also, das "Spiel" heisst: ERKENNE dich SELBST, JSJ erwähnt das oft und es gibt noch unzählige weitere Möglichkeiten, eine große Torte, von der sich jeder sein Stückchen abschneiden darf
Abgrenzung strömtechnisch gesehen ist für mich seit jeher Hilfreich: 13-14-15 ausgiebig täglich und wahrschl. mein ganzes Leben lach, grins (danke für diesen Tip damals, liebe MOna
Also, soviel von mir zu diesem Thema ;-)
herzliche Grüße
sanara
“Nicht Worte sollen wir lesen, sondern den Menschen, den wir hinter den Worten fühlen” (Samuel Butler)
Re: Freund- & Partnerschaft - zwischen Freiheit und Bindung
Hallo zusammen,
hm, interessantes Thema!
Grüssle
blueberry
hm, interessantes Thema!
Ist das nicht ein Hinweis für den Leberstrom?Cestca hat geschrieben: Statt uns gegenseitig zu beflügeln, standen wir uns dauernd gegenseitig im Weg.
Grüssle
blueberry
