Hallo zusammen
Mit den 36 bewussten Ausatmungen konnte ich mich in den mehreren Jahren, die ich JSJ schon kenne, nie anfreunden. Der Grund ist der "Energieverlauf". Hinten hoch und vorne runter - stimmt für mein Gefühl einfach nicht! Das hebt mir hingen sozusagen die Fersen hoch und zieht mich vorne nach unten. Intuitiv würde ich wenn schon, dann die umgekehrte Version wählen: Vorne hoch und hinten runter. Das richtet mich richtig schön auf, das Becken richtet sich, der Oberkörper entspannt, die Schulterblätter senken sich.
Am besten fühlt sich aber an: Durch die Mitte hoch, kurz durch beide Arme und Kopf wirbeln und den gleichen Weg durch die Mitte wieder runter. Auf diese Weise habe ich schon bewusst geatmet, ehe ich auf JSJ gestossen bin.
Da ich ein feines Gespür für meinen Körper und was ihm gut tut habe, tue ich ihm die hinten-hoch-vorne-runter-Atmung nicht an. Ab und zu versuche ich es mal, und jedesmal sagt er "falsch falsch falsch". Das akzeptiere ich. Mich nimmt jetzt hier nur wunder, ob es auch anderen so geht wie mir?
Freundliche Grüsse
Cestca
(immer noch mit Ohrenwummern, aber dezenter)
Atemtechnik / Ausatmungen
Moderator: Momabo
Forumsregeln
Alle Tipps und Anregungen gelten nur zusätzlich zu allen erforderlichen medizinischen Maßnahmen!
Bitte keine kompletten Organströme posten!!!
Bitte achtet darauf, freundlich miteinander umzugehen!
Alle Tipps und Anregungen gelten nur zusätzlich zu allen erforderlichen medizinischen Maßnahmen!
Bitte keine kompletten Organströme posten!!!
Bitte achtet darauf, freundlich miteinander umzugehen!
Atemtechnik / Ausatmungen
Schäme dich nicht, zu sagen, was dein Herz für recht hält.
- moorhexe
- Senior Profi Member

- Beiträge: 963
- Registriert: 15. November 2006, 20:06
- Wohnort: am rande des teufelsmoores
Re: Atemtechnik / Ausatmungen
hallo, ich beschäftige mich gerade mal wieder mit meiner atemtechnik. also am liebsten möchte ich mich gar nicht damit beschäftigen...denn ich habe allergisches asthma.
ich lese gerade ein buch über "allergien, die nicht sein müßten von bruker.
so gelingt mir, wenn ich mich auf die 36 atemübung einlasse, immer besser, gar nicht übers atmen nachzudenken.
es fließt.
darüber bin ich sehr dankbar. auch die vorstellung hinten hoch und vorne runter hat momentan für mich was richtiges.
ich verzichte auf meine medikamente und es geht...
ich lese gerade ein buch über "allergien, die nicht sein müßten von bruker.
so gelingt mir, wenn ich mich auf die 36 atemübung einlasse, immer besser, gar nicht übers atmen nachzudenken.
es fließt.
darüber bin ich sehr dankbar. auch die vorstellung hinten hoch und vorne runter hat momentan für mich was richtiges.
ich verzichte auf meine medikamente und es geht...
liebe grüße von barbara
____________________
jeder winter wird zum frühling
____________________
jeder winter wird zum frühling
- Cécile
- Profi Member

- Beiträge: 421
- Registriert: 12. Juli 2009, 14:56
- Wohnort: BERLIN|INSPIRING|AWESOME
Re: Atemtechnik / Ausatmungen
Hallo Cestca,
Du bist nicht allein
und ich muss sogar sagen, anfangs habe ich diese Vorgaben schlicht ignoriert, einfach weil ich mich damit nicht beschäftigt hatte
ich las nur "36 x atmen", na gut, das kann ich, mache ja lange genug schon Meditation.
Erst als mal eine Teilnehmerin in einem Kurs fragte, wie ist das denn genau gemeint mit der Richtung beim Atmen, stellte ich fest
oh, das mache ich also die ganze Zeit "falsch" . . . nach einigen Bemühungen um das angeblich richtige Atmen nach JSJ-Art bin ich wieder zu meiner Methode, die ich mit dem Rest der meditierenden Welt teile, zurückgekehrt.
Thich Nhat Hanh sagt dazu: "Wenn wir einatmen, können wir spüren, wie der Atem in unseren Körper einströmt und alle Körperzellen zur Ruhe kommen lässt. Wenn wir ausatmen, spüren wir, wie mit dem Ausatmen all unsere Müdigkeit, Ärgernisse und Ängste herausfließen."
Dazu gibt es eine ganz einfache Anleitung von ihm - die Atemübung "Wundervoller Augenblick":
ein - aus | tiefer - länger | ruhig - erleichtert | lächeln - loslassen |
gegenwärtiger Augenblick - wundervoller Augenblick
Auch im Qi Gong sind, wenn überhaupt Richtungen angegeben werden, nur die Körpermitte und die Hände, über die der Atem ausfließt, von Bedeutung.
Kurz gesagt, es geht mir so wie Dir, ich verbinde mit dem Einatmen ein Aufrichten des Körpers, was mit der Vorstellung, der Atem fließt HINTEN nach oben, nicht in Einklang zu bringen ist.
Wahrscheinlich ist es aber egal, denn es kommt nur darauf an, dass wir bewusst atmen und über den Atem Geist und Körper verbinden.
LG
Britta
Du bist nicht allein
Erst als mal eine Teilnehmerin in einem Kurs fragte, wie ist das denn genau gemeint mit der Richtung beim Atmen, stellte ich fest
Thich Nhat Hanh sagt dazu: "Wenn wir einatmen, können wir spüren, wie der Atem in unseren Körper einströmt und alle Körperzellen zur Ruhe kommen lässt. Wenn wir ausatmen, spüren wir, wie mit dem Ausatmen all unsere Müdigkeit, Ärgernisse und Ängste herausfließen."
Dazu gibt es eine ganz einfache Anleitung von ihm - die Atemübung "Wundervoller Augenblick":
Wenn man diese Atemübung "kann", dann nimmt man nur noch die entsprechenden Schlüsselwörter:Während ich einatme, bin ich mir bewusst, ich atme ein.
Während ich ausatme, bin ich mir bewusst, ich atme aus.
Während ich einatme, spüre ich, mein Einatmen wird tiefer.
Während ich ausatme, spüre ich, mein Ausatmen wird länger.
Während ich einatme, beruhige ich mich.
Während ich ausatme, fühle ich mich erleichtert.
Während ich einatme, lächle ich.
Während ich ausatme, lasse ich los.
Während ich einatme, verweile ich im gegenwärtigen Augenblick.
Während ich ausatme, fühle ich: dies ist ein wundervoller Augenblick.
ein - aus | tiefer - länger | ruhig - erleichtert | lächeln - loslassen |
gegenwärtiger Augenblick - wundervoller Augenblick
Auch im Qi Gong sind, wenn überhaupt Richtungen angegeben werden, nur die Körpermitte und die Hände, über die der Atem ausfließt, von Bedeutung.
Kurz gesagt, es geht mir so wie Dir, ich verbinde mit dem Einatmen ein Aufrichten des Körpers, was mit der Vorstellung, der Atem fließt HINTEN nach oben, nicht in Einklang zu bringen ist.
Wahrscheinlich ist es aber egal, denn es kommt nur darauf an, dass wir bewusst atmen und über den Atem Geist und Körper verbinden.
LG
Britta
"Im Grunde muss man ja überhaupt nichts
...man muss sich halt durchbringen,
aber auch das nicht. Auch das muss ja nicht sein." Thomas Bernhard
...man muss sich halt durchbringen,aber auch das nicht. Auch das muss ja nicht sein." Thomas Bernhard
Re: Atemtechnik / Ausatmungen
Hallo Cestca,
danke für diesen Beitrag, mir ergeht es bei den 36 Atemzügen, als wäre ich
im "falschen Film", es geht irgendwie nicht von allein, d.h. ich mache es gegen
mein Gefühl.
Da ich das Atmen vom QiGong her auch anders kenne, lasse ich einfach
den Atem dahin fließen, wo er hin möchte und dies ist meistens mittig.
LG ate
danke für diesen Beitrag, mir ergeht es bei den 36 Atemzügen, als wäre ich
im "falschen Film", es geht irgendwie nicht von allein, d.h. ich mache es gegen
mein Gefühl.
Da ich das Atmen vom QiGong her auch anders kenne, lasse ich einfach
den Atem dahin fließen, wo er hin möchte und dies ist meistens mittig.
LG ate
"pure awareness"
- AnnSophie
- Mega Profi Member

- Beiträge: 1996
- Registriert: 27. April 2012, 21:57
- Wohnort: badisch-elsässisches Grenzgebiet
Re: Atemtechnik / Ausatmungen
Hallo Cesta,
danke für Deinen Beitrag - auch ich habe eine interessante Beziehung zu den 36 Atemzügen.
In meinen JSJ-Anfangstagen konnte ich zwar bald tief atmen, mit Konzentration auch mit der JSJ-Ei-Richtung aber mit dem Zählen ging das gar nicht, bin ich sofort verkrampft und auf Kopfebene zurück und die Entspannung war futsch.
In dem tibetanischen Yoga, das ich seit 2 Jahren mache, ist der Energieverlauf auch gerade andersrum - hinten runter, vorne hoch, wie es für Dich auch intuitiver wäre - so richtig bekomm ich diese 2 für mich in diesem Punkt erst mal widersprüchlichen Modelle (noch) nicht zusammen,... denke, dass es irgendwie verschiedene Ebenen sind... Mir selbst gefällt die JSJ-Folge ganz gut: bewusst (im Sichtbereich) alles bis in die Zehenspitzen loszulassen und das Neue mit dem Ein-Atem kommt von alleine (in meinem Rücken) nach, das ist für mich stimmig, da ich das Gefühl habe, eher ein Ausatmbedürfnis zu haben.
Von der Heilung her mag's so sein wie Nirbeethi schreibt:
"der Atem, dann
die Finger, dann
die Mudras und danach
der Rest"
Ich selbst merke wie gut mir die Finger, Mudras und SES tun, auch um das hinatmen zu unterstützen und der Atem eher manchmal "gestüzt" und "gelockt" werden möchte.
Vor kurzem hatte ich aber ein tolles Erlebnis mit den 36 Atemzügen:
Ich saß auf den Wurzel eines meiner Lieblingsbäume im Park und hab dann irgendwann angefangen die 36 Atemzüge zu machen und tatsächlich auch zu zählen und bei der 36 war ich richtig bei mir angekommen auf meinem "point source" (meinem 'Quellpunkt' wie es im Yoga heisst) und da war ein weisses Licht , Ruhe und Frieden - mmmhhhh - strahl - das war ein schönes Geschenk.
Seit dem hab ich auch (m)einen Frieden mit den 36 Atemzügen, zu meinem Standardprogramm gehören sie nicht, dafür sind sie mir meistens irgendwie zu sehr mit Anstrengung verbunden - komisch der Satz immer noch richtig.
Manchmal ist das vermeintlich einfachste das Schwerste. Vielleicht gerade, weil wir ein so (über-)fülltes Leben haben? Die Tage hab ich an Dich und Deine Ohren gedacht, meine melden sich immer dann, wenn ich im wahrsten Wortsinne "zuviel um die Ohren" habe, die 14er hilft mir da oft - wünsch Dir, dass das wummern (und auch der Tinitus
) bald verschwindet.
Jetzt aber eine gute Nacht, AnnSophie
danke für Deinen Beitrag - auch ich habe eine interessante Beziehung zu den 36 Atemzügen.
In meinen JSJ-Anfangstagen konnte ich zwar bald tief atmen, mit Konzentration auch mit der JSJ-Ei-Richtung aber mit dem Zählen ging das gar nicht, bin ich sofort verkrampft und auf Kopfebene zurück und die Entspannung war futsch.
In dem tibetanischen Yoga, das ich seit 2 Jahren mache, ist der Energieverlauf auch gerade andersrum - hinten runter, vorne hoch, wie es für Dich auch intuitiver wäre - so richtig bekomm ich diese 2 für mich in diesem Punkt erst mal widersprüchlichen Modelle (noch) nicht zusammen,... denke, dass es irgendwie verschiedene Ebenen sind... Mir selbst gefällt die JSJ-Folge ganz gut: bewusst (im Sichtbereich) alles bis in die Zehenspitzen loszulassen und das Neue mit dem Ein-Atem kommt von alleine (in meinem Rücken) nach, das ist für mich stimmig, da ich das Gefühl habe, eher ein Ausatmbedürfnis zu haben.
Von der Heilung her mag's so sein wie Nirbeethi schreibt:
"der Atem, dann
die Finger, dann
die Mudras und danach
der Rest"
Ich selbst merke wie gut mir die Finger, Mudras und SES tun, auch um das hinatmen zu unterstützen und der Atem eher manchmal "gestüzt" und "gelockt" werden möchte.
Vor kurzem hatte ich aber ein tolles Erlebnis mit den 36 Atemzügen:
Ich saß auf den Wurzel eines meiner Lieblingsbäume im Park und hab dann irgendwann angefangen die 36 Atemzüge zu machen und tatsächlich auch zu zählen und bei der 36 war ich richtig bei mir angekommen auf meinem "point source" (meinem 'Quellpunkt' wie es im Yoga heisst) und da war ein weisses Licht , Ruhe und Frieden - mmmhhhh - strahl - das war ein schönes Geschenk.
Seit dem hab ich auch (m)einen Frieden mit den 36 Atemzügen, zu meinem Standardprogramm gehören sie nicht, dafür sind sie mir meistens irgendwie zu sehr mit Anstrengung verbunden - komisch der Satz immer noch richtig.
Manchmal ist das vermeintlich einfachste das Schwerste. Vielleicht gerade, weil wir ein so (über-)fülltes Leben haben? Die Tage hab ich an Dich und Deine Ohren gedacht, meine melden sich immer dann, wenn ich im wahrsten Wortsinne "zuviel um die Ohren" habe, die 14er hilft mir da oft - wünsch Dir, dass das wummern (und auch der Tinitus
Jetzt aber eine gute Nacht, AnnSophie
Leben ist. Weisheit und Liebe verbinden, was Angst und Dummheit trennt.
Ama Walter
Re: Atemtechnik / Ausatmungen
Hallo Cestca,
ich kann mich noch gut an die Sportstunden meiner Schulzeit erinnern.
EINATMUNG- Arme von unten nach oben, hinten strecken...
AUSATMUNG- Arme nach vorne, hinunter bis zu den Zehen.
Für mich deutlich spürbar(damals war mir das aber nicht bewusst!):
Hinten einatmen-nach vorne ausatmen.
Wichtiger für mich ist es einfach seine persönliche, ruhige und entspannende Atmung zu finden- durch das Zählen etc. konzentriert man sich eher auf das Zählen, als auf die Atmung!
Gute Nacht
Luna
ich kann mich noch gut an die Sportstunden meiner Schulzeit erinnern.
EINATMUNG- Arme von unten nach oben, hinten strecken...
AUSATMUNG- Arme nach vorne, hinunter bis zu den Zehen.
Für mich deutlich spürbar(damals war mir das aber nicht bewusst!):
Hinten einatmen-nach vorne ausatmen.
Wichtiger für mich ist es einfach seine persönliche, ruhige und entspannende Atmung zu finden- durch das Zählen etc. konzentriert man sich eher auf das Zählen, als auf die Atmung!
Gute Nacht
Luna
„Der Mut der Wahrheit ist die erste Bedingung des philosophischen Studiums."
Georg Wilhelm Friedrich Hegel
Georg Wilhelm Friedrich Hegel
Re: Atemtechnik / Ausatmungen
Liebe Soistes,
Fängst du aktiv mit der Einatmung an - ich mach das jetzt mal - also, dann empfinde ich den Einatem tatsächlich an der Vorderseite des Körpers aufsteigend. Es erinnert mich an meine ersten bewussten Atembeobachtungen beim Meditieren. Da habe ich nach Anleitung bewusst eingeatmet und mit meiner Achtsamkeit den Weg der Luft durch die Nasenlöcher bis in den Körper hinein verfolgt, ihre Kühle in der Nase, wie sie den Brustkorb hebt usw.. - Ich habe viele Atemtechniken gelernt und sie haben alle ihre Daseinsberechtigung für die Erkenntnismöglichkeiten, die sie bieten. Marys "vorne runter-hinten rauf" folgt dem Hauptzentralstrom der 6. Tiefe - c'est ca, nicht mehr, nicht weniger: das kosmische Oval oder Ei. In Betreuer und Vermittler fließt die gleiche Energie der 6. Tiefe. So haben auch sie die Richtung des HZS: vorne runter - hinten rauf. Innerhalb dieses Eis entwickeln wir uns.
Innerhalb dieses Eis fließen die Körperfunktionsenergien und bilden die Organe, die dann im Laufe unseres gesamten Lebens von den Organströmen (ein kürzeres deutsches Wort für Körperfunktionsenergien) mit Energie versorgt werden. Da fließt dann z. B. der Milzstrom in der 1. Tiefe vorne hoch von den Zehen zum Brustkorb, der Magenstrom in der 1. Tiefe vorne runter vom Gesicht zu den Zehen, der Blasenstrom in der 4. Tiefe hinten runter. Diese Kombination gibt uns Mary in Selbsthilfebuch 1.
Mich würde interessieren, worauf bei deinen Versuchen mit den 36 Atemzügen deine Aufmerksamkeit gerichtet war - falls du das sagen kannst. Aus diesem Fokus könnte sich nämlich erklären, warum du dieses Gefühl hast:
So sehe ich das im Augenblick. Grundlegendes stammt aus den Lehrgängen, eigene - und damit vielleicht nicht ganz zutreffende - Überlegungen und Beobachtungen habe ich in den Konjunktiv gesetzt. Aber bitte überprüfe das mit eigenen Versuchen, Beobachtungen und Erfahrungen, bis du deine momentane Wahrheit gefunden hast. Mit dem nächsten Erkenntnisschritt kann es schon wieder anders aussehen.
Ich wünsche dir viele bewusst gelebte Atemzüge und da gleicht keiner dem anderen. Jeder ist neu.
Lieben Gruß dir!
Nirbheeti
Mary hat anfangs immer so wie du gesagt: "up in the back, down in the front". Dann ist sie zu "down in the front, up in the back" übergegangen. Das ist eine andere Wahrnehmung des Vorgangs: Erst atme ich alles aus, was nicht mehr zu mir gehört, übergebe es dem Kosmos, der es einatmet und reinigt. Nun ist Platz frei geworden, in den der vom Kosmos gereinigte Leben-Atem einfach einfließt. Der Ausatem ist Tun, der Einatem ist Geschehen.Hinten hoch und vorne runter - stimmt für mein Gefühl einfach nicht
Fängst du aktiv mit der Einatmung an - ich mach das jetzt mal - also, dann empfinde ich den Einatem tatsächlich an der Vorderseite des Körpers aufsteigend. Es erinnert mich an meine ersten bewussten Atembeobachtungen beim Meditieren. Da habe ich nach Anleitung bewusst eingeatmet und mit meiner Achtsamkeit den Weg der Luft durch die Nasenlöcher bis in den Körper hinein verfolgt, ihre Kühle in der Nase, wie sie den Brustkorb hebt usw.. - Ich habe viele Atemtechniken gelernt und sie haben alle ihre Daseinsberechtigung für die Erkenntnismöglichkeiten, die sie bieten. Marys "vorne runter-hinten rauf" folgt dem Hauptzentralstrom der 6. Tiefe - c'est ca, nicht mehr, nicht weniger: das kosmische Oval oder Ei. In Betreuer und Vermittler fließt die gleiche Energie der 6. Tiefe. So haben auch sie die Richtung des HZS: vorne runter - hinten rauf. Innerhalb dieses Eis entwickeln wir uns.
Innerhalb dieses Eis fließen die Körperfunktionsenergien und bilden die Organe, die dann im Laufe unseres gesamten Lebens von den Organströmen (ein kürzeres deutsches Wort für Körperfunktionsenergien) mit Energie versorgt werden. Da fließt dann z. B. der Milzstrom in der 1. Tiefe vorne hoch von den Zehen zum Brustkorb, der Magenstrom in der 1. Tiefe vorne runter vom Gesicht zu den Zehen, der Blasenstrom in der 4. Tiefe hinten runter. Diese Kombination gibt uns Mary in Selbsthilfebuch 1.
Mich würde interessieren, worauf bei deinen Versuchen mit den 36 Atemzügen deine Aufmerksamkeit gerichtet war - falls du das sagen kannst. Aus diesem Fokus könnte sich nämlich erklären, warum du dieses Gefühl hast:
Falls du dank unserer sitzenden Lebensweise eine eher nach vorne zusammengezogene Körperhaltung hast, wie wir fast alle, bekäme nämlich der folgende Satz ein besonderes Gewicht:Das hebt mir hingen sozusagen die Fersen hoch und zieht mich vorne nach unten.
Ein aktives Einatmen, das dich vorne aufrichtet, würde hervorragend zu den vorne aufsteigenden Organströmen passen, den Zehenströmen Niere/Leber/Milz (astrologische Wasserzeichen) und den Brustströmen Herz/Zwerchfell/Lunge (astrologische Feuerzeichen). Hinten runter entspräche dann dem Blasenstrom. Dieser Atem würde sich eher auf die manifeste Ebene beziehen und sich vielleicht immer beider Seiten bewusst sein, während der HZS zur nicht-manifesten Ebene und damit zu unserer spirituellen Heimat gehört. Das Bewusstsein dabei ist Einheit und wir finden in unsere Mitte.Intuitiv würde ich wenn schon, dann die umgekehrte Version wählen: Vorne hoch und hinten runter. Das richtet mich richtig schön auf, das Becken richtet sich, der Oberkörper entspannt, die Schulterblätter senken sich.
So sehe ich das im Augenblick. Grundlegendes stammt aus den Lehrgängen, eigene - und damit vielleicht nicht ganz zutreffende - Überlegungen und Beobachtungen habe ich in den Konjunktiv gesetzt. Aber bitte überprüfe das mit eigenen Versuchen, Beobachtungen und Erfahrungen, bis du deine momentane Wahrheit gefunden hast. Mit dem nächsten Erkenntnisschritt kann es schon wieder anders aussehen.
Ich wünsche dir viele bewusst gelebte Atemzüge und da gleicht keiner dem anderen. Jeder ist neu.
Lieben Gruß dir!
Nirbheeti
Entdeckung heißt sehen, was alle gesehen haben,
und dabei zu denken, was keiner gedacht hat.
(What Mary says, S. 11)
und dabei zu denken, was keiner gedacht hat.
(What Mary says, S. 11)
Re: Atemtechnik / Ausatmungen
Liebe Nirbheeti
Am stimmigsten und intuitivsten ist für mich aber "in der Mitte hoch und den gleichen Weg in der Mitte wieder runter", durchaus auch mal umgekehrt, also durch den Kopf vom Himmel her einatmen und die Ausatmung wieder dem Himmel abgeben.
Spannend finde ich, dass doch einige hier ihren eigenen Atmungs-Weg suchen und gefunden haben.
Liebe Grüsse
Cestca
Ich denke, da könnte der springende Punkt drin liegen. Versuche ich mich auf "hinten hoch vorne runter" oder "vorne hoch hinten runter" zu konzentrieren, lande ich gleich schon auf der Ebene der Organströme, und da passt für mich das "vorne hoch hinten runter" viel mehr. Darauf bin ich selber nicht gekommen, danke für den Gedankenanstoss.Nirbheeti hat geschrieben:Ein aktives Einatmen, das dich vorne aufrichtet, würde hervorragend zu den vorne aufsteigenden Organströmen passen, den Zehenströmen Niere/Leber/Milz (astrologische Wasserzeichen) und den Brustströmen Herz/Zwerchfell/Lunge (astrologische Feuerzeichen). Hinten runter entspräche dann dem Blasenstrom. Dieser Atem würde sich eher auf die manifeste Ebene beziehen und sich vielleicht immer beider Seiten bewusst sein, während der HZS zur nicht-manifesten Ebene und damit zu unserer spirituellen Heimat gehört.
Am stimmigsten und intuitivsten ist für mich aber "in der Mitte hoch und den gleichen Weg in der Mitte wieder runter", durchaus auch mal umgekehrt, also durch den Kopf vom Himmel her einatmen und die Ausatmung wieder dem Himmel abgeben.
Spannend finde ich, dass doch einige hier ihren eigenen Atmungs-Weg suchen und gefunden haben.
Liebe Grüsse
Cestca
Schäme dich nicht, zu sagen, was dein Herz für recht hält.
Re: Atemtechnik / Ausatmungen
Liebe Cestca,
mir fällt noch ein: es ist genauso wichtig, den ungelenkten Atem zu beobachten. Er gibt uns Aufschluss über das, was gerade ist. Als ich einmal in einem Kurs behandelt wurde, kam plötzlich ein Atemzug, dei dem das Einatmen fast wie ein Schluchzen war. Ich hab mich nicht eingemischt und es ziemlich erstaunt beobachtet, weil ich eigentlich gar nicht in den dazugehörigen Emotionen steckte. Erst später ist mir klar geworden, dass gerade ein Schutzmechanismus verabschiedet wurde, den ich mal bei einer Craniosakral-Session entdeckt hatte. Wenn ich den Atem mit einer Technik gelenkt hätte, wäre es nicht ins Bewusstsein vorgedrungen. Es hätte sich dann aber sicher einen anderen Weg gesucht, denn es war dran.
Andererseits, wenn die Atemtechnik aufhört eine Technik zu sein, weil du nicht mehr den Atem machst, sondern der Atem bist, völlig mühelos, das ist die pure Freude und Dankbarkeit. Ich habe diesen Zustand mal beim flotten Gehen in der Lüneburger Heide erlebt. Zauberhaft! Aber es unterliegt nicht dem eigenen Willen.
Lieben Gruß!
Nirbheeti
Nirbheeti
mir fällt noch ein: es ist genauso wichtig, den ungelenkten Atem zu beobachten. Er gibt uns Aufschluss über das, was gerade ist. Als ich einmal in einem Kurs behandelt wurde, kam plötzlich ein Atemzug, dei dem das Einatmen fast wie ein Schluchzen war. Ich hab mich nicht eingemischt und es ziemlich erstaunt beobachtet, weil ich eigentlich gar nicht in den dazugehörigen Emotionen steckte. Erst später ist mir klar geworden, dass gerade ein Schutzmechanismus verabschiedet wurde, den ich mal bei einer Craniosakral-Session entdeckt hatte. Wenn ich den Atem mit einer Technik gelenkt hätte, wäre es nicht ins Bewusstsein vorgedrungen. Es hätte sich dann aber sicher einen anderen Weg gesucht, denn es war dran.
Andererseits, wenn die Atemtechnik aufhört eine Technik zu sein, weil du nicht mehr den Atem machst, sondern der Atem bist, völlig mühelos, das ist die pure Freude und Dankbarkeit. Ich habe diesen Zustand mal beim flotten Gehen in der Lüneburger Heide erlebt. Zauberhaft! Aber es unterliegt nicht dem eigenen Willen.
Lieben Gruß!
Nirbheeti
Nirbheeti
Entdeckung heißt sehen, was alle gesehen haben,
und dabei zu denken, was keiner gedacht hat.
(What Mary says, S. 11)
und dabei zu denken, was keiner gedacht hat.
(What Mary says, S. 11)