Regenspaziergang

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Kampfkarpfen
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Regenspaziergang

Beitrag von Kampfkarpfen »

Wie ich bereits bei meiner Vorstellung gesagt habe, will ich euch gerne auf Reisen mitnehmen.
Meine Reisen sind kurz. Es können Momente sein, Erfahrungen, Erinnerungen oder so wie heute ein einfacher Spaziergang.

In der Küche richt es nach einem Sud aus Ingwer, Anis, Piment, rosa Pfeffer, Kardamom, Zimt und Nelken mit dem ich mir gerade einen Chai aufgebrüht habe, der nun in meiner Teekanne auf dem Stövchen warmgehalten wird bis ich wieder komme.
Horst bringt mir seine Leine, das tägliche Zeichen zum Aufbruch.
Ich öffne die Haustüre und trete in die kühle noch dunkle Luft hinaus. Die Straßenlampen brennen noch und zeigen im Nebel ein gebrochenes Licht mit einem runden Schein.
Ich laufe auf der Straße an den 7 Häusern vorbei und komme auf einen Feldweg.
Ich lasse Horst von der Leine und er rennt mit tiefer Nase die Wiese ab – ließt wer heute Nacht alles da war und sammelt Gerüche, in regelmäßigen Abstand schaut er sich nach mir um und läuft dann wieder ein Stück voraus. Ich richte meinen Kragen auf, damit die Kälte nicht unter meine Jacke kriechen kann. Links und rechts von mir strecken sich am Waldrand Wiesen entlang die momentan nur als dunkle Flächen vor mir liegen. Ich mache einen Bogen und komme zu einer kleinen Baumgruppe die von wilden Hecken geschützt dastehen. Brombeeren, Schlehen und Hagebutten leuchten mir entgegen. Davor ist eine Bank, sie zeigt den Weg zurück ins Dorf. Gerade gehen die Lampen aus. Ich setzte mich auf die nachtfeuchte Bank aus schwerem Holz. Ich nehme die Droschkenkutscher Haltung ein. Horst hat sich in der Zwischenzeit neben mich auf die Bank gesetzt und schaut mit aufgestellten Ohren wie der kommenden Tag langsam mit einem hellem Schimmer die Silhouetten vom Dorf und der Landschaft zeichnet.
Ich gehe in mich und beginne mit meinem Mentaltraining. Irgendwann legt Horst seinen Kopf auf meinen Schenkel und atmet tief durch, ich spüre wie auch er sich entspannt. Alles ist eins.
Behutsam löse ich mich aus dieser Erfahrung und öffne die Augen. Jetzt ist es hell und der Tag hat begonnen. Gemeinsam gehen wir den Weg weiter und kommen in einen Wald. Am Rand die Brombeeren leuchten mit ihren Blättern im warmen rot.Der leicht Wind läßt sie freundlich winken. Vereinzelt finde ich noch ausgereifte Früchte, die zwar kalt auf der Zunge zu spüren sind aber dann einen süßen Geschmack hinterlassen. Der Weg unter mir ist nun geschottert und die Steinchen knistern leise wenn ich darüber gehe.
Im Wald rieche ich das feuchte Laub das wie ein großer bunter Teppich mit seinen gelb und braunen Tönen naßglänzend vor mir liegt. Der Nebel hat es nicht in den Wald geschafft, dafür sind die nun herbstlich gefärbten Gräser und Farne am Wegrand mit feinen Wassertröpfchen benetzt. Ich muß an eine Perlenkette denken – was mit einem Sandkorn beginnt...
Ich laufe weiter zu meinem Lieblingsplatz, unter mir spüre ich weichen Waldboden aus Laub, Nadeln und Moos. Ich nehme den modrigen Geruch bewusst wahr und atme tief ein. Alles ist eins. Ich setzte mich auf einen liegenden Baum. Spüre seine raue Rinde, die Furchen und das Moos das jetzt seine im Sommer hellgrünen Triebe in ein tiefes Grün gefärbt hat.An der Schnittfläche kann man deutlich die Jahresringe sehen, was hat dieser Baum alles erlebt? Jetzt setzten sich Pilze an ihm fest und zersetzten in genauso wie die Maden und Larven unter der Rinde. Hin und wieder tanzen Blätter von dem Bäumen um mich rum, fällt eine Eichel ins Laubbett federt hoch um dann entgültig weich zu landen, klappert eine Kastanie an Ästen vorbei ins Laub um sich dann zu öffen und sich den Tieren als Futter darzubieten. Alles ist eins. Von ferne höre ich einen Eichelherr die restlichen Bewohner des Waldes vor mir warnend rufen. Ein leichter Regen setzt ein. Ich höre wie die Regentropfen hernieder fallen und muß an ein Lied von Pe Werner denken
„Ich könnte stundenlang im warmen Sommerregen stehn
pudelnaß bis auf die Knochen
egal – was macht das schon
mir schwimmt kein Fell davon
denn ich bin mir nah
Regen – spiel dein Blattkonzert
Regen – mach mich unbeschwert
Regen – wasch mich rein
Wie die Tropfen in den Pfützen tanzen
als gäbe´es keinen Grund zu Traurigsein
hüpfen auf und ab
springen von Blatt zu Blatt
sie müssen Akrobaten sein.

Summend beginne ich meine Betreuer Ströme zu strömen. Spüre dabei die Wärme die in mir Aufsteigt und wie die nassen Tropfen anfangen mein Gesicht zu streicheln während sie herabgleiten. Danach kehre ich um, komme an der Wiese vorbei auf der am letzten Wochenende Kinder lachend ihre selbstgebastelten Drachen in die Lüfte steigen ließen. Mir zeichnet sich ein Lächeln auf mein Gesicht. Daheim gieße ich mir einen heißen Chai ein und gieße Milch dazu während Horst sich auf seinem Platz lümmelt und beginnt an einem Knochen zu nagen.
Trüber Regentag ??? Nicht wenn man genau hinsieht, hinhört, und ihn schmeckt.
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Re: Regenspaziergang

Beitrag von Fish70 »

sooo schön - macht bei mir Gänsehautfeeling....

so will ich den Herbst auch sehen können, gleich heute abend werde ich zu Beginn mal meinen Chai rauskramen, da hab ich jetzt total Lust drauf gekriegt

vielen Dank

lg

vom fish
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Christa
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Re: Regenspaziergang

Beitrag von Christa »

Hallo Kampfkarpfen,
Du kannst wirklich sehr schön erzählen.
Ich selber liebe den Herbst mit seinen bunten, und manchmal auch trüben Tagen und kann ihm deshalb sehr liebe Seiten abgewinnen, aber bei dieser Geschichte bekommt man Lust, Dir nachzueifern, in die Natur zu gehen und dann zu Hause einen Tee zu trinken - wie Fish auch schon schreibt.
Danke für's (mit)teilen.
Herzlichen Gruß
Christa
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Kampfkarpfen
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Re: Regenspaziergang

Beitrag von Kampfkarpfen »

Vielen Dank.

Ich finde es schade das viele nur das schlechte, kalte Wetter sehen. Da wollte ich sie einfach ein bischen aufheitern. :ringfinger:

Manchmal hilft es schon seinen Blickwinkel ein bischen zu ändern und man sieht was ganz tolles.
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Momabo
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Re: Regenspaziergang

Beitrag von Momabo »

Lieber Kampfkarpfen,
danke für den Blickwinkelwechsel...
für mich ist der Herbst die schönste Jahreszeit, ich liebe es auf Wegen zu gehen, wo das Laub unter den Füßen raschelt, mich richtig in meine Jacke einzukuscheln, die erdigen Gerüche zu riechen...

du hast eine sehr bildhafte Sprache, man kann sich alles sehr lebendig vorstellen... hast du schon mehr Erfahrung beim Schreiben?? Klingt irgendwie so :D ?

glg Mona
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optimistin
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Re: Regenspaziergang

Beitrag von optimistin »

Hallo lieber Kampfkarpfen,
vielen Dank für Deinen Regenspaziergang, ich konnte mir alles so bildlich vorstellen, als wäre ich dabei. Du schreibst wirklich ganz toll, ich habe mich auch gefragt, ob Du so etwas öfter machst.
Für mich gibt es auch kein schlechtes Wetter und den Herbst, mit seinen bu nten Farben, liebe ich auch ganz besonders. Ich bin oft an der Nordsee, auch im Winter. Wenn dann der Wind heult und die Nordsee aufgewühlt ist, finde ich es traumhaft. Auch dort ist man bei so einem Wetter allein am Strand. Nein, allein bin ich nicht, ich bin ja mit mir dort und das genügt mir total.
Lieber Kampfkarpfen, ich wünsche mir, dass Du uns noch oft mitnimmst auf Deinen Wegen und freue mich schon jetzt auf Deine nächste Mail.
Alles Liebe von Opti
Tränen sind kein Zeichen von Schwäche. Sie sind Zeichen dafür, dass man zu lange versucht hat, stark zu sein.
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Panthera
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Re: Regenspaziergang

Beitrag von Panthera »

Lieber Kampfkarpfen,

Danke für den schönen Spaziergang, auf den Du uns da mitgenommen hast
- Deine Sprache ist wirklich bemerkenswert "echt" und läßt Bilder entstehen.

Herzliche Grüsse

P - auch gerne an terra schreibt
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Kampfkarpfen
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Re: Regenspaziergang

Beitrag von Kampfkarpfen »

Das war das erstemal das ich es aufgeschrieben habe. Ist aber eigentlich meine tägliche Morgenrunde mit Horst.
Darauf gekommen bin ich weil ich irgendwo einen Artikel gesehen habe indem aufgefordert wird seine 3 Diamaten aufzuschreiben. Jetzt habe ich auf dem Nachttisch ein Heft liegen und schreibe mir jeden Abend auf was ich als die 3 kostbarsten Erlebnisse, Erfolge, "mir gutes getan habe" empfinde. Spannend was da zusammenkommt.

Natürlich nehme ich euch gerne wieder mit beim nächsten Mal.
Liebes Grüßle Kampfkarpfen

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gekala
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Re: Regenspaziergang

Beitrag von gekala »

Lieber Kampfkarpfen,vielen lieben Dank für Deinen Regenspaziergang!!!!
Du sprichst mir aus meiner tiefsten Seele.
Wie oft gehe ich mit meinem Hund Ikko durch den Regen und genieße.
Altes wird abgewaschen neues darf kommen.
Wie oft sehe ich bei unseren Spazirgängen die aufgehende oder auch die untergehende Sonne ich sehe sie nicht nur ich fühle rieche schmecke.
Wie wunderschön der Nebel heute am frühen morgen Tautropfen malen ihr eigenes Bild.
Spinnennetze gewoben aus feinstem Garn säumen meinen Weg hab das Gefühl von Elfen umgeben zu sein.
Kaum ein Laut zu hören selbst die Vögel scheinen noch nicht erwacht,
gehe leise fast lautlos möchte nicht stören mich nur erfreuen an diesem Morgen
mich berauschen an seiner ganzen Pracht.
Gehe weiter der Nebel lichtet sich ,
sehe meinen Bussard er zaubert ein lächeln auf meinem Gesicht.
Mein treuer freund Ikko läuft ständig neben mir,
bleibt stehen an unserer Bank,
erwartet seinen Apfel als morgendlichen Dank,den wir uns teilen auf unserer Bank.
Der weg führt uns weiter in den heutigen Tag ,begrüßen ihn freundlich
und nehmen das was er uns bringen mag.
Mit wölfischen Grüßen
Gekala
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Kampfkarpfen
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Re: Regenspaziergang

Beitrag von Kampfkarpfen »

Hallo Gekala,

ja, es ist schon toll was wir mit unseren Fellnasen erlebn dürfen.
Ich liebe auch die Zeit wenn der morgen erwacht und noch alles ganz still ist.
Ich genieße auch jeden Spaziergang ganz bewußt- jeden Tag mein ganz spezieller Urlaub- Ur- Natur Ur Laub, Wald schöne Herbsfarben.

Bei mir könnte das ganze Jahr Herbst sein, es gibt soviel zu entdecken.
Liebes Grüßle Kampfkarpfen

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Kaikoura73
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Re: Regenspaziergang

Beitrag von Kaikoura73 »

Kampfkarpfen hat geschrieben: 17. Oktober 2010, 13:44 Wie ich bereits bei meiner Vorstellung gesagt habe, will ich euch gerne auf Reisen mitnehmen.
Meine Reisen sind kurz. Es können Momente sein, Erfahrungen, Erinnerungen oder so wie heute ein einfacher Spaziergang.

In der Küche richt es nach einem Sud aus Ingwer, Anis, Piment, rosa Pfeffer, Kardamom, Zimt und Nelken mit dem ich mir gerade einen Chai aufgebrüht habe, der nun in meiner Teekanne auf dem Stövchen warmgehalten wird bis ich wieder komme.
Horst bringt mir seine Leine, das tägliche Zeichen zum Aufbruch.
Ich öffne die Haustüre und trete in die kühle noch dunkle Luft hinaus. Die Straßenlampen brennen noch und zeigen im Nebel ein gebrochenes Licht mit einem runden Schein.
Ich laufe auf der Straße an den 7 Häusern vorbei und komme auf einen Feldweg.
Ich lasse Horst von der Leine und er rennt mit tiefer Nase die Wiese ab – ließt wer heute Nacht alles da war und sammelt Gerüche, in regelmäßigen Abstand schaut er sich nach mir um und läuft dann wieder ein Stück voraus. Ich richte meinen Kragen auf, damit die Kälte nicht unter meine Jacke kriechen kann. Links und rechts von mir strecken sich am Waldrand Wiesen entlang die momentan nur als dunkle Flächen vor mir liegen. Ich mache einen Bogen und komme zu einer kleinen Baumgruppe die von wilden Hecken geschützt dastehen. Brombeeren, Schlehen und Hagebutten leuchten mir entgegen. Davor ist eine Bank, sie zeigt den Weg zurück ins Dorf. Gerade gehen die Lampen aus. Ich setzte mich auf die nachtfeuchte Bank aus schwerem Holz. Ich nehme die Droschkenkutscher Haltung ein. Horst hat sich in der Zwischenzeit neben mich auf die Bank gesetzt und schaut mit aufgestellten Ohren wie der kommenden Tag langsam mit einem hellem Schimmer die Silhouetten vom Dorf und der Landschaft zeichnet.
Ich gehe in mich und beginne mit meinem Mentaltraining. Irgendwann legt Horst seinen Kopf auf meinen Schenkel und atmet tief durch, ich spüre wie auch er sich entspannt. Alles ist eins.
Behutsam löse ich mich aus dieser Erfahrung und öffne die Augen. Jetzt ist es hell und der Tag hat begonnen. Gemeinsam gehen wir den Weg weiter und kommen in einen Wald. Am Rand die Brombeeren leuchten mit ihren Blättern im warmen rot.Der leicht Wind läßt sie freundlich winken. Vereinzelt finde ich noch ausgereifte Früchte, die zwar kalt auf der Zunge zu spüren sind aber dann einen süßen Geschmack hinterlassen. Der Weg unter mir ist nun geschottert und die Steinchen knistern leise wenn ich darüber gehe.
Im Wald rieche ich das feuchte Laub das wie ein großer bunter Teppich mit seinen gelb und braunen Tönen naßglänzend vor mir liegt. Der Nebel hat es nicht in den Wald geschafft, dafür sind die nun herbstlich gefärbten Gräser und Farne am Wegrand mit feinen Wassertröpfchen benetzt. Ich muß an eine Perlenkette denken – was mit einem Sandkorn beginnt...
Ich laufe weiter zu meinem Lieblingsplatz, unter mir spüre ich weichen Waldboden aus Laub, Nadeln und Moos. Ich nehme den modrigen Geruch bewusst wahr und atme tief ein. Alles ist eins. Ich setzte mich auf einen liegenden Baum. Spüre seine raue Rinde, die Furchen und das Moos das jetzt seine im Sommer hellgrünen Triebe in ein tiefes Grün gefärbt hat.An der Schnittfläche kann man deutlich die Jahresringe sehen, was hat dieser Baum alles erlebt? Jetzt setzten sich Pilze an ihm fest und zersetzten in genauso wie die Maden und Larven unter der Rinde. Hin und wieder tanzen Blätter von dem Bäumen um mich rum, fällt eine Eichel ins Laubbett federt hoch um dann entgültig weich zu landen, klappert eine Kastanie an Ästen vorbei ins Laub um sich dann zu öffen und sich den Tieren als Futter darzubieten. Alles ist eins. Von ferne höre ich einen Eichelherr die restlichen Bewohner des Waldes vor mir warnend rufen. Ein leichter Regen setzt ein. Ich höre wie die Regentropfen hernieder fallen und muß an ein Lied von Pe Werner denken
„Ich könnte stundenlang im warmen Sommerregen stehn
pudelnaß bis auf die Knochen
egal – was macht das schon
mir schwimmt kein Fell davon
denn ich bin mir nah
Regen – spiel dein Blattkonzert
Regen – mach mich unbeschwert
Regen – wasch mich rein
Wie die Tropfen in den Pfützen tanzen
als gäbe´es keinen Grund zu Traurigsein
hüpfen auf und ab
springen von Blatt zu Blatt
sie müssen Akrobaten sein.

Summend beginne ich meine Betreuer Ströme zu strömen. Spüre dabei die Wärme die in mir Aufsteigt und wie die nassen Tropfen anfangen mein Gesicht zu streicheln während sie herabgleiten. Danach kehre ich um, komme an der Wiese vorbei auf der am letzten Wochenende Kinder lachend ihre selbstgebastelten Drachen in die Lüfte steigen ließen. Mir zeichnet sich ein Lächeln auf mein Gesicht. Daheim gieße ich mir einen heißen Chai ein und gieße Milch dazu während Horst sich auf seinem Platz lümmelt und beginnt an einem Knochen zu nagen.
Trüber Regentag ??? Nicht wenn man genau hinsieht, hinhört, und ihn schmeckt.
So wunderschön geschrieben, DANKE! Diesen Beitrag werde ich noch sehr oft in mich hinein aufnehmen. Das ist Nahrung für die Seele
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Momabo
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Re: Regenspaziergang

Beitrag von Momabo »

Liebe Alle
Es ist immer wieder berührend was es doch für Schätze im Forum gibt : 26
Nochmal :danke:
Hg Mona
Herr, gebe mir Gelassenheit, Dinge anzunehmen, die ich nicht ändern kann,
gebe mir den Mut, die Dinge zu ändern die ich ändern kann und
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Mona56
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Re: Regenspaziergang

Beitrag von Mona56 »

Das ist wirklich wunderschön geschrieben, und es macht mich ganz wehmütig, weil es mich an unzählige ähnlich erlebte Hundespaziergänge erinnert.

Inzwischen gibt es nur noch Laufen ohne Hund, das ist auch herrlich, aber es fehlt halt etwas.
Es ist immer alles da, was du brauchst.
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strömhexe
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Re: Regenspaziergang

Beitrag von strömhexe »

Liebe Alle, liebe Kampfkarpfen,
das ist wirklich schön. Leider habe ich Horst nicht mehr kennengelernt. Er muß ein ganz besonderer Hund gewesen sein.

Ganz liebe Grüße
Strömhexe
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damit das Glück Dich finden kann.
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Kampfkarpfen
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Re: Regenspaziergang

Beitrag von Kampfkarpfen »

Ja. Horst war mein absoluter Seelenhund, wir haben uns blind verstanden. Außerdem liebte er geströmt zu werden bzw sich seinen Strom bei mir abzuholen indem er sich wenn ich mich geströmt habe ganz an mich rangeschneckelt hat.

@ Mona

Ich kann dich gut verstehen. Bei mir hat es auch 4 Jahre gedauert bis ich wieder bereit für einen eigenen Hund war. Und Kurt ist das krasse Gegenteil von Horst . Doch das ist auch gut so.
Liebes Grüßle Kampfkarpfen

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