Lieber Alois,
ich war die letzten Tage sehr beschäftigt und viel unterwegs und habe jetzt erst von deiner Ernennung erfahren. Herzlichen Glückwunsch dazu

- viel Spaß - und wenn du mal Unterstützung brauchst, darfst du mich gerne ansprechen, ich versuche dann mein Bestes!
Nun aber zu diesem Thread. Er spricht ein Thema an, dass ich sehr kitzlig finde und wo ich immer wieder hin- und hergerissen bin. Meine Meinung dazu hat sich im Laufe der Zeit verändert. Zunächst dachte ich auch, dass es doch "eigentlich" egal ist, wie man etwas benennt und dass darum ein bisschen viel Aufhebens gemacht wird. Je mehr ich mich aber damit beschäftigt habe, um so mehr wurde mir klar, dass die einzelnen Bezeichnungen genauso, wie sie sind, ihren Sinn und ihre Berechtigung haben und nur schwer durch etwas anderes ersetzt werden können.
Mir geht es vor allem mit dem Begriff "Energiepunkt" so. Ich verstehe, dass dieses Wort in unserer Sprache viel geläufiger und auch erstmal viel leichter verständlich ist und deswegen gerne benutzt wird. Dennoch finde ich, dass das Wort "Punkt" im Vergleich zum "Schloss" einiges an Information verschluckt. Ich nehme diesen Thread mal zum Anlass, darüber etwas zu schreiben, weil es mir am Herzen liegt.
Diese Gedanken sind nicht nur von mir, ich habe sie aus verschiedenen Argumenten anderer zusammengesetzt.
Das Problem bei einem Punkt ist in erster Linie, dass er eindimensional ist. Es scheint wie bei der Akupunktur, wo man millimetergenau einen feststehenden Punkt treffen muss. Doch SES sind keine Punkte! Sie sind mehrdimensional (also mehr wie Kugeln), was auch der Grund ist, warum man oberhalb von Verbänden, Schuhen usw. strömen kann. Sie dehnen sich sowohl in der ebenen Fläche (etwa in Handtellergröße) als auch in den Raum und in den Körper dreidimensional aus.
Ein Punkt ist schwer zu finden, bei einer größeren Fläche lässt der Druck erheblich nach, ob man auch wirklich "richtig" trifft.
Außerdem ist ein Punkt eher unverrückbar - wir wissen aber, dass SES sich bewegen können und auch bei jedem Menschen etwas anders liegen können.
Desweiteren finde ich, dass das Wort "Punkt" auch schnell das "Punkte-drücken" assoziiert. Dabei geht es doch eher darum, blockierte Schleusen "aufzuschließen" - ein qualitativ komplett anderer Vorgang.
Nun will ich hier nicht als Moralapostelin missverstanden werden. Ich wiederhole, dass ich Verständnis dafür habe, wenn man der Einfachheit halber von Punkten spricht. Ich möchte dennoch dazu ermutigen, sich einfach auch mal Gedanken darüber zu machen, warum manches im Original vielleicht etwas sperrig formuliert ist - möglicherweise entdeckt man mehr Sinn dahinter als zuerst gedacht
Liebe Grüße
Paula