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ängstlicher Hund
Verfasst: 22. Oktober 2008, 18:18
von Ernestine
damit dieser teil des forums nicht völlig verweist, schreib ich mal ein bissal was.
ich hab einen hund in behandlung, den die besitzerin aus einer tötungsstation in spanien hat. ist ein ganz niedlicher, knuffiger kerl. läßt sich allerdings von fremden nicht anfassen, geht auch nicht in fremde häuser, kann an fremden plätzen sein geschäft nicht machen und hat nachts panikattacken. ich wollte bei ihm den milzstrom strömen. aber mein vorhaben war viel zu groß :-). hab dann der besitzerin nur gezeigt, wie sie 10/13 bei ihm strömen kann und ihm ein homöopathisches mittel gegeben. gestern hab ich wieder mit der besitzerin telefoniert. und siehe da, dem hund geht es viiiel besser *freu!. er ist ohne zu zögern ins haus des schwagers gegangen und hat dort sogar in den garten "gepieselt". einziger nachteil an der positiven entwicklung, nachts krabbelt er nun zu ihr ins bett. es wird ihm zwar nach ca. 20 minuten zu eng, aber dann, so nach 2 stunden kommt er wieder. das ist natürlich nicht sehr förderlich für ihren schlaf

und sie ist recht unglücklich darüber. aber ich glaube, auch dafür wird sich schon noch eine lösung finden.
euch allen einen schönen abend!
tina
Verfasst: 23. Oktober 2008, 10:51
von Beke
Hallo Tina
Schön mal wieder mit Dir zu kommunizieren. Ich habe festgestellt, dass gerade die unruhigen ängstlichen Tiere sehr positiv auf strömen reagieren. Was dem Hund auf alle Fälle helfen wird ist ein ganz klares Verhalten der Besitzerin. Sie muss durch ihr Verhalten demonstrieren, dass sie der Chef im Rudel ist. Das hilft dem Hund sich an ihr zu orientieren. Jan Fennel hat hierzu ein schönes Buch geschrieben wo sie sehr deutlich macht, dass wir den Hunden keinen Gefallen tun, wenn wir sie wie einen Menschen behandeln. Wir zwingen sie durch unklares Verhalten in die Position der Rudelführerschaft, weil diese Rolle aus Hundesicht ja irgendjemand haben muss. Hilfreich sind diese ganz einfachen Dinge wie Ich esse zuerst, ich gehe zuerst durch die Tür, ich bestimme wann geschmust oder gepielt wird, ich entscheide was gefährlich ist. Zeigt mein Hund unnötigerweise Angst, so überflute ich ihn nicht mit Aufmerksamkeit. Kommt mein Hund ungefragt um gestreichelt zu werden, ignoriere ich ihn. Später rufe ich ihn dann zu mir und kann ihn ausführlich bekuscheln. Es geht einfach darum, wer bestimmt was gemacht wird. Und je klarer wir das demonstrieren, desto leichter wird es für den Hund und desto mehr kann er sich entspannen.
Lieben Gruß
Beke
Verfasst: 23. Oktober 2008, 11:27
von Ernestine
hallo beke,
hier schreibt das personifizierte schlechte gewissen. seit tagen will ich dich anrufen

. wie geht es dir?
ich sehe das mit dem rudelführer genau wie du. sie wird den hund wohl eine zeitlang, wenn er zur ihr ins bett kommt, wieder zu seinem schlafplatz bringen müssen. ganz konsequent. und ohne mitleid. bis er verstanden hat, wo er schläft. immerhin schläft er eh im gleichen raum mit ihr - sie hat nämlich nur ein zimmer

.
schön, dass hier außer mir noch jemand ist, der am strömen von tieren interessiert ist!! für mich ist es jedesmal ein wunderbares erlebnis!
bis bald, tina
p.s. ich bin net plötzlich zum legastheniker mutiert. ich weiß eigentlich, dass man verwaist mit "a" schreibt

Verfasst: 23. Oktober 2008, 11:36
von Luna
hallo liebe tina,
diese erfahrung zu machen, finde ich schon einen riesen schritt, sowohl für diesen knuddelhund, alsauch für sein frauchen!!

du weißt, ich kenne mich mit tieren nicht aus. da der kleine aber so ängstlich ist, denke ich braucht er schon gesonderte aufmerksamkeit. ins bett würd ich ihn natürlich auch nicht lassen. nur wie wärs vor dem schlafen dem hund die 17 + 18 zu halten? es heißt kinder lieben es und dies wirkt ja sehr beruhigend- könnt ich mir für den hund auch gut vorstellen- er wird wohl seinen festen schlafplatz haben und der bietet sich ja zum strömen an. fürs frauchen wirds bestimmt nicht so toll, in der nacht paarmal aufzustehen

, den hund zu seinem platz zu bringen und dann auch noch zu strömen.
aber konsequenz zahlt sich nun mal aus!
also du liebe bis bald und alles gute
luna
Verfasst: 23. Oktober 2008, 12:31
von Klee
Grüß dich Tina,
ich hab auch noch einen interessanten Tipp für dich.
Probiers mal mit Angähnen und auf die Seite schauen (d.h. mit dem Blick nicht direkt konfrontieren).
Gähnen ist ein Beschwichtigungsverhalten unter den Hunden und signalisiert dem Hund, ich tue dir nix - ich bin dir freundich gesinnt - bei mir bist du sicher!
Auch für das Frauchen!
Ich hab damit schon gute Erfahrungen gemacht!
Liebe Grüße
Elke
Verfasst: 23. Oktober 2008, 13:28
von Ernestine
ich werd´s weitergeben, elke. ihn mitten in der nacht anzugähnen wird ihr wohl net schwerfallen *lach.
und dir danke ich auch, luna. die 17 ist mir auch schon eingefallen. nur die 18 net. muss ich erst bei neptunia nachlesen :-)
schönen mittag, tina
Verfasst: 11. November 2008, 10:43
von Winyah
Gibt es eigentlich auch die Möglichkeit als Stellvertreter zu strömen? Beim Klopfen geht das ja. Ich frage weil ich eine extrem scheue Hündin habe, seit 1 1/2 Jahren bei uns, aber so richtig anfassen geht noch nicht, sie hat so schlimmes erlebt und auch ihr Urvertrauen verloren. Sie kommt zwar und holt ihr Fressen aus meinen Händen, aber so richtig anfassen hat sie noch Angst, auch spazieren gehen ist noch nicht möglich, aber da hat sie den Garten. Ich will sie einfach nicht vergewaltigen und ihr die Zeit geben die sie braucht. Hat da vielleicht jemand Erfahrung? Würde mich freuen für Tipps.
Verfasst: 11. November 2008, 12:28
von Somorai
Hallo Winyah,
schau mal in die aktuellen "Morphogenetisches Feld" Threads, da gibt's was dazu.
Liebe Grüße
Somorai
Verfasst: 12. November 2008, 16:24
von Ernestine
Hallo Anita,
ja, Du kannst natürlich auch Dich statt der Hündin strömen. Ich hab da ganz gute Erfahrungen gemacht. Entweder Du gesellst Dich zu ihr in den Garten (eher ungünstig bei dem Wetter würd ich sagen

), oder Du strömst dich im Haus und nimmst sie in Gedanken zu Dir. Was allerdings wie immer beim Strömen wichtig ist, konzentrier Dich nicht auf ihre Angst, versuche absichtslos zu bleiben - auch wenn´s schwer ist. Bei mir klappt´s immer ganz gut, wenn ich meine Aufmerksamkeit auf meine Atmung lenke.
Euch beiden viel Erfolg bei eurem "Projekt", Tina
Verfasst: 12. November 2008, 16:45
von Winyah
Hallo Tina und Somorai
Vielen Dank für eure Antworten. Also so werde ich mich mal um die Punkte schlau machen und es dann versuchen. Wenn sie in ihrem Bettchen liegt, kann ich mich sehr gut auf dem Stuhl neben sie setzen.
Also, verstehe ich das richtig, ströme ich dann z.B. für oder gegen Angst, aber konzentriere mich nicht auf ihre Angst, sondern einfach Angst? Oder ströme ich um Vertrauen aufzubauen? Werde mich im Buch auffrischen. Darf ich dann nochmals nachfragen wenn ich was nicht so verstehe?
Verfasst: 12. November 2008, 22:53
von Somorai
Hallo Winyah,
Aber klar doch.
Zum besseren Verständnis: Mary sagt, richte deine Aufmerksamkeit immer auf die Harmoniesierung nicht auf das Projekt.
Und noch besser: Sei einfach "da" und sei ohne Absicht. Dann wirst du am meisten Nutzen daraus ziehen, sowohl für dich als Starthilfekabel als auch für deinen kleinen tierischen Freund als Empfänger des Starterstroms.
Liebe Grüße
Somorai
Verfasst: 13. November 2008, 10:29
von Ernestine
hallo anita,
die punkte die man bei sehr ängstlichen tieren strömt sind ganz einfach zu finden. die eine hand legst du zwischen die schulterblätter (= SES 10), die andere mittig aufs brustbein (= SES 13). neptunia hat alle punkte hier beschrieben. schau mal in der übsicht bei energiepunkte.
mit nicht auf die angst konzentrieren hab ich gemeint, dass das worauf wir unsere aufmerksamkeit richten, verstärkt wird. wenn du also ständig an ihre angst denkst, dann wird die angst bei deiner hündin eher noch größer.
und wenn du fragen hast, ich gehör hier bestimmt nicht zu den profis, aber ich antworte dir immer gerne!!
lieber gruß aus bayern, tina