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Heilpraktiker oder Gesundheitsberater

Verfasst: 21. Januar 2014, 11:37
von Winterhexi
Hallo,
Ich hab schon länger nix mehr von mir hören lassen. Ich bin JSJ Praktikerin und Entspannungspädagogin ( hab es beim BTB gelernt).Bin da auch schon selbstständig tätig. Leider ist das sehr zäh. Mit der Entspannung ist ein Problem, dass ich keine Kassenzulassung habe, da mein Ausgangsberuf Bürokauffrau ist. Nun möchte ich beruflich mich weiterbilden, damit meine Selbstständigkeit bestehen bleiben kann. Zur Person ich bin 34, hab zwei Töchter 3&6 und ich muss nicht Vollzeit verdienen. Aber so 300-400 Euro müssten schon bei rumkommen, sonst kann ich das ganze nur noch hobbymäßig machen und muss mir einen 400 Euro suchen :cry: . Jetzt bin ich am schwanken, ob heilpraktiker machen, damit ich aus der Grauzone mit JSJ rauskomme ( der kleine HP reicht mir da wahrscheinlich nicht oder?) oder eine Ausbildung zum Gesundheitspädagogen/-Berater (mir würde da die Entspannungspädagogik anerkannt und ich könnte somit auf 18 Monate verkürzen). Ich weiß es einfach nicht.
Ich schreib jetzt einfach mal Vor - und Nachteile ( ich weiß entscheiden muss ich selber würde gerne, aber eure Erfahrungen und Meinungen hören)
Gesundheitsberater
Vorteile
- nicht ganz so aufwendig
- Verkürzung durch meine Ausbildung möglich
- sinnvolle Erweiterung meines Spektrums
-möchte gerne beratend tätig sein
Nachteile
-keine geschützte Berufsbezeichnung
- Verdienst fraglich
- keine Kassenzulassung und erschwerte Bedingungen bei VHS durch Ausgangsberuf

Heilpraktiker
Vorteile
- großes Wirkungsspektrum
- mit JSJ nicht mehr in der Grauzone somit kann man es zur Behandlung einsetzen
- anerkanntes Berufsbild
Nachteile
-großer Lernaufwand ( fraglich ob machbar mit zwei Kindern)
- schwere Prüfung
- man braucht zusätzlich Ausbildung in Therapieverfahren
-Invasiv arbeiten will ich auf keinen Fall
- möchte Eigentlich lieber Kranke unterstützen( also mit JSJ usw.), die sich in Behandlung befinden und nicht unbedingt selber behandeln

HP Psycho
Vorteile
- könnte meinen Entspannungspädagogen gut einbauen
- anerkanntes Berufsbild
Nachteile
- mit JSJ aus Grauzone ist fraglich
-großer Lernaufwand
Prüfung schwierig
-möchte eigentlich lieber Kranke unterstützen mit JSJ usw und nicht selber behandeln

So ich weiß Entscheidung liegt bei mir, aber mich würde interessieren was ihr dazu meint und auch die die selber eines der oben genannten als Beruf sind z.B ist ja glaub ich Momabo Gesundheitsberaterin. wie sieht es da in der Praxis aus und wie sind da eure Erfahrungen auch verdiensttechnisch.
Würde mich sehr über Rückmeldung freuen
Liebe Grüße
Winterhexi

Re: Heilpraktiker oder Gesundheitsberater

Verfasst: 21. Januar 2014, 17:12
von Momabo
Hallo Winterhexi,
ja ich bin GB und habs noch nicht bereut. Für mich in der Praxis ist aber JSJ Hauptschwerpunkt und das klappt auch.

Ich wollte nie den HP machen, weil mir die Lernerei einfach zu viel war und die Prüfung ist echt schwer, weil sie über diese ziemlich aussieben.
GB war somit gut, weil ich einfach in den Bereichen Bewegung, Entspannung und Ernährung ein Grundwissen habe, das ich je nach Bedarf ausbauen kann. Für meine Themenabende war es schon hilfreich, aber da die Prioritäten bei JSJ liegen, ist es nur Wissen das in der Beratung ergänzt.

Es steht und fällt mir deinem Denken, reicht dir der GB? Was willste genau machen? Wissen aneignen mußt du dir selber was mit zwei Kindern auch nicht immer einfach ist. Aber letztendlich mußt du selbst entscheiden, was für dich in Frage kommt. Wenn du denkst dass JSJ in der Praxis reicht, dann wird es das auch, ergänzen kannst du immer. Du legst fest, welche Bereiche dir wichtig sind. Baue deine Praxis jetzt auf, solange deine Kiddis noch klein sind, du bekommst einen Namen, wirst bekannt und dann kommen sie über Mundpropaganda. Ich hab meine jetzt seit 3 Jahren und jetzt fängt es an zu laufen, ich werde darauf angesprochen und bin bekannt dafür... Alles andere steht und fällt mit deinem Denken. Seit ich die Affirmation "Ich bin erfolgreich" habe, bekomm ich mehr Anfragen....

Du begrenzt dich selbst, überlege einfach nur, was will ich machen und leg los... mehr braucht es nicht... du bist dein eigener Schöpfer...

glg Mona

Re: Heilpraktiker oder Gesundheitsberater

Verfasst: 21. Januar 2014, 19:19
von Winterhexi
Hallo Mona,
Also was ich am liebsten machen würde. Ich würde gerne chronisch Kranke (MS, Krebs Rheuma usw), die beim Arzt in Behandlung sind, Leute mit Alltagsproblemen (Übergewicht, Rauchen usw) und Leute mit Problemen wie Stress usw mit Jin Shin Jyutsu unter Entspannung unterstützen. Also z.b. Es kommt jemand zu mir mit Krebs . Er ist in Behandlung beim Arzt. Aber es gibt ja noch vielmehr als diese Diagnose! der Stress, die Angst, die privaten Probleme, die durch den diagnose erzeugt werden? Ich würde gerne durch Entspannungsverfahren und Jin Shin Jyutsu den Stress rausnehmen, dass sich der Körper ganz auf die Heilung konzentrieren kann und die Selbstheilungskräfte mit Jin Shin Jyutsu stärken. Soviel zu meiner Vision. Weiß allerdings nicht , ob sowas gefragt ist. Ich war früher mal magersüchtig und hätte mir damals so jemanden gewünscht. Tja was jetzt am besten für eine Ausbildung dafür machen?
Mona lässt du dir dann auch was unterschreiben, wegen ersetzt nicht die Behandlung beim Arzt usw. Ich glaube, diese Grauzone ist es weswegen ich überhaupt den Heilpraktiker in Erwägung gezogen habe, ich hab so Angst, dass da was schief geht und jemand sagt ich war bei der und nun sind meine Kopfschmerzen weg und obwohl ich mir das hab unterschreiben hab lassen kommt man dadurch in den Verdacht doch irgendwas medizinisches gemacht zu haben.
Wo hast du denn die Ausbildung zum Gesundheitsberater gemacht? Ich würde wahrscheinlich beim BTB, weil ich da die Entspannung gemacht habe und ganz zufrieden war. Hast du Kassenzulassung? Gibst du auch Ernährungsberatung?Man ich hab sovielmal Fragen an dich und es kommen noch mehr dazu? Was bietest du alles an?
Tut mir leid, dass ich soviel Frage, aber mich beschäftigt das so sehr.
Liebe Grüße,
Winterhexi

Re: Heilpraktiker oder Gesundheitsberater

Verfasst: 21. Januar 2014, 19:48
von Momabo
Winterhexi hat geschrieben: Weiß allerdings nicht , ob sowas gefragt ist. Ich war früher mal magersüchtig und hätte mir damals so jemanden gewünscht. Tja was jetzt am besten für eine Ausbildung dafür machen?
Wenn du willst fang einfach mit dem GB an, dann siehst du ja wie das mit dem Lernen klappt und kannst evtl. noch ne Pause einlegen oder die Zeit verlängern. Außerdem biste nicht so unter Druck. Ich denke das Basiswissen reicht erst mal aus, du kannst dich ja immer noch weiterbilden zu speziellen Themen die du brauchst oder dich interessieren.
Du hast ja schon eine gute Vorstellung wie du es haben willst. Die Erfahrung der Magersüchtigkeit kann dir keiner abnehmen und deshalb kannst du auch authentischer solchen betroffenen helfen. Such dir Kliniken, die diese Patienten behandeln oder Ärzte die offen für anderes Denken sind. Diese werden immer mehr. Und wenn es nur dazu dient, dass sie evtl. deinen Flyer weitergeben. Oder du deine Ideen / Konzepte vorstellen darfst. Mach Schritt für Schritt und versuche Mitstreiter zu finden. Über die Entspannungsschiene kannst du ja auch schon viel machen, örtliche vhs, Fitnessstudios oder auch Turnvereine oder andere Institutionen kannst du einfach mal ansprechen.

Winterhexi hat geschrieben:Mona lässt du dir dann auch was unterschreiben, wegen ersetzt nicht die Behandlung beim Arzt usw.
Nein, da die meisten, wenn überhaupt, zweigleisig fahren und mit der Schulmedizin nicht mehr weiterkommen. Hat auch noch nie einer danach gefragt
Winterhexi hat geschrieben:Wo hast du denn die Ausbildung zum Gesundheitsberater gemacht?
An der Schule für Gesundheitsberufe in Wuppertal (SfG), war ein Fernstudium über zwei Jahre mit 6 Wochenendseminaren
Winterhexi hat geschrieben:Hast du Kassenzulassung?
Wofür? Gibts keine, brauch ich auch nicht, dann bist du von Kassen abhängig und dir wird der Preis aufgedrückt, nein danke. Aber ist in diesem Bereich auch nciht möglich
Winterhexi hat geschrieben:Gibst du auch Ernährungsberatung?
Was bietest du alles an?
Ich hatte die letzten zwei Jahre jeden Monat einen Themenabend mit einer Freundin zusammen gemacht, da gabs als Inhalte Dinge zu Ernährung und auch über JSJ, hat sich ganz gut bewährt, aber im Moment ist Flaute, vllt im Frühjahr wieder. Ansonsten biete ich Strömbehandlungen an und Begleitung wenn jemand für sich etwas ändern will. Ab nächsten Samstag fang ich eine Coaching Ausbildung an. Mal sehen was die mir noch bringt. Als Inhalte ist mir die Kinesiologie besonders am Herzen, die interessiert mich schon länger, für den Hausgebrauch funzt das auch schon, aber mit Klienten war ich mir noch zu unsicher.
Winterhexi hat geschrieben:Tut mir leid, dass ich soviel Frage, aber mich beschäftigt das so sehr.
Liebe Grüße,
Winterhexi
Mach dir keinen Kopf, für sowas ist das Forum ja auch da :baeh:
Ich drück dir alle :daumen: für einen guten Start damit... und wie gesagt, denk positiv, du beschränkst sonst nur dein Tun und eigentlich ist alles möglich, wenn das Denken auf Erfolg ausgerichtet ist
glg Mona

Re: Heilpraktiker oder Gesundheitsberater

Verfasst: 21. Januar 2014, 20:44
von Winterhexi
Hallo,
Mona du hast recht ich steigere mich etwas rein. Aber die Ausbildungen sind teuer egal welche. Leider ist Gesundheitsberater kein geschützter Begriff. Ich muss nicht Vollzeit verdienen, aber so 300-400 im Monat bräuchten wir schon, sonst muss ich einen 400 Euro Job annehmen und kann das alles nur noch hobbymäßig machen, das würde mich traurig machen. Mein Mann meint eine Ausbildung sei wegen der Kinder noch zu viel. Aber ich meine wenn sie älter sind wird es auch nicht leichter. Ich glaube er hat Angst, dass wir 3100 € für die Ausbildung ausgeben und es kommt auch nicht mehr bei rum, als bis jetzt. Zudem bauen wir mir einen Raum ans Haus an, deswegen ist Geld knapp. Naja da ist das Geld schon gut angelegt, denn selbst wenn bei mir nix geht haben wir einen weiteren Raum, den wir gut gebrauchen können. Ich hoffe das ist nicht zu indiskret, wie geht es dir finanziell mit deiner Praxis? Tja bei der Ernährung konkurriert man mit den Diätassistenten und Dipl. Ökotrophologen. Machst du die Coaching Ausbildung mehr für dich oder damit die Praxis besser läuft? Find ich toll, wie du das machst .Deine Homepage gefällt mir. Du bist ja sogar Krankenschwester. Kinesiologie interessiert mich auch. Für den Gesundheitsberater sind elf Stunden Lernen pro Woche (Dauer 18 Monate, da mir Entspannung anerkannt wird)veranschlagt. Das ist ja fast mehr als beim HP kann ich mir nicht vorstellen.
Liebe Grüße und vielen Dank für deine Worte,
Winterhexi

Re: Heilpraktiker oder Gesundheitsberater

Verfasst: 23. Januar 2014, 23:44
von Nirbheeti
Winterhexi hat geschrieben:Jetzt bin ich am schwanken, ob heilpraktiker machen, damit ich aus der Grauzone mit JSJ rauskomme
Winterhexi hat geschrieben:Ich glaube, diese Grauzone ist es weswegen ich überhaupt den Heilpraktiker in Erwägung gezogen habe,
Liebe Winterhexi,

mir fällt das Wort "Grauzone" auf. Hier ein paar Gedanken dazu:

Es gibt ein Heilpraktikergesetz, das nur dem Arzt und dem Heilpraktiker die Erlaubnis zum Heilen erteilt. Es soll die Qualität der medizinischen Behandlungen im Rahmen unseres staatlichen Gesundheitswesens auf einem gewissen Niveau halten. Ursprünglich sollte es die Ausübung der Heilkunde im Umherwandern unterbinden, schuf aber ungewollt Rechtsgrundlagen für den Heilpraktikerberuf. :baeh: Also lass dich nicht einschüchtern davon! :D

Diese juristische Grundlage scheint sich aber bei dir innen festgesetzt zu haben – und das kann ich gut verstehen:
Winterhexi hat geschrieben:..., ich hab so Angst, dass da was schief geht und jemand sagt ich war bei der und nun sind meine Kopfschmerzen weg ...
Ich hoffe, du musst jetzt auch darüber lachen, dass du Angst (4. Tiefe, Nierenfe) vor Erfolg hast, der sich rumsprechen könnte...

Ein Gerichtsurteil stellt fest: Wer einen Menschen mit der Absicht berührt, seine Energie zu harmonisieren, hat keine Heilungsabsicht im medizinnischen Sinn. Damit unterliegt es auch nicht dem Heilpraktikergesetz. Die Kopfschmerzen deines "Kunden" dürfen auch gehen. Sein System hat sich so entschieden. Es hätte auch etwas weniger Greifbares auf der psychischen oder geistigen Ebene geschehen können.
Winterhexi hat geschrieben:... und obwohl ich mir das hab unterschreiben hab lassen kommt man dadurch in den Verdacht doch irgendwas medizinisches gemacht zu haben.
Der Ausweg liegt in der Natur von Jin Shin Jyutsu: Obwohl es Heilerfolge gibt, ist es eben eher eine Harmonisierungsmethode. Es hat alles drin, was du tun möchtest: Entspannung, tiefgehende Selbsterkenntnis, Veränderung in Richtung "Langlebigkeit und Güte", sich Wohlfühlen im eigenen Körper und mit dem Wachstum der eigenen Seele. Na, wenn das nicht Gesundheit auf allen Ebenen bedeutet!

Viel schwerer würde es wiegen, wenn es deinen „Klienten“ danach schlechter geht. Damit es nicht dazu kommt, braucht es m. E. dreierlei:
  • - die energetischen Gesetzmäßigkeiten des Jin Shin Jyutsu gründlich kennen und sich darin weiterbilden (mindestens drei 5-Tage-Kurse mit ausreichend Zeit für Erfahrungen dazwischen, heißt es vonseiten des Jin Shin Jyutsu)
    - die biologischen Gesetzmäßigkeiten des gesunden Körpers kennen,
    - über die Störungen durch Krankheit orientiert sein und sich informieren können.
Ich glaub, da bist du grad dran. Du hast doch schon Kurse gemacht und Erfahrungen gesammelt, denn sonst würdest du dich ja kaum als "JSJ-Praktikerin" bezeichnen. Wär das nicht auch eine Option: In den Abständen, die dir möglich sind, JSJ-Kurse zur Weiterbildung zu besuchen? Dann steht das nicht so als Riesenausgabe vor dir und deiner Familie.

Für die Entscheidungsfähigkeit: Gallenblasenfe.
Für dich: Alles Gute auf den Weg, wie immer du dich entscheidest.

Lieben Gruß!
Nirbheeti

Re: Heilpraktiker oder Gesundheitsberater

Verfasst: 24. Januar 2014, 06:10
von Winterhexi
Hallo,
@Nirbheeti: ich muss einfach viel mehr Vertrauen haben, dass es einfach klappt. Bin immer so ein bisserl Sicherheitsfreak und möchte am liebsten alle Eventualitäten absichern, was natürlich nicht geht. Es ist faszinierend, was JSJ bewirkt. Meine Schwiegermutter hatte vor Weihnachten eine OP an den Krampfadern. Sie hatte ziemlich Angst davor. Sie bat mich JSJ zu machen, sie könnte kaum schlafen und dachte den ganzenTag an die OP. Also strömte ich sie mehrmals. Und sie hatte keine Angst mehr, dachte nur ab und zu an die OP und am OP Tag selbst, war sie, trotzdem sie zwei Stunden länger auf die OP im Krankenhaus warten müsste, war sie die Ruhe selbst.
Also natürlich hab ich als JSJ Praktikerin die Drei 5-Tageskurse gemacht und mache alle zwei Jahre eine Fortbildung in JSJ (ist ja auch Pflicht wenn man in Der Datenbank bleiben will). Finde das auch sehr wichtig, dass man sich kontinuierlich weiterbildet. Also das mach ich ohnehin.

Dann bin ich ja noch Entspannungspädagogin und gebe Kurse für Autogenes Training, möchte das jetzt auch für Kinder im Kindergarten anbieten ( ich hoffe das klappt, bin gerade am Seminarkonzept am Ausarbeiten und möchte es dann. Den Kindergärten vorstellen). Ehrenamtlich leite ich noch einmal pro Woche eine EKP - Gruppe.
Das mit den Gesetzmäßigkeiten des Körpers, da find ich brauch ich noch was. Deshalb überlege ich wegen dem Gesundheitsberater, um einfach die Leute ganzheitlicher zu beraten und besser auf Fragen eingehen zu können und mehr Hintergrundwissen zu haben. Inhalte des Fernstudiums wären Ernährungsberatung, Anatomie und Physiologie und spezielle Gesundheitspädagogik ( also z.B. Auch ergonomische Bedingungen am Arbeitsplatz usw.) Leider ist dieser Lehrgang nicht ganz billig mit 3100 Euro und Fachliteratur kommt noch hinzu. Staatlich anerkannt ist er wie Entspannung usw. Auch nicht. Jedes mal wenn ich mit JSJ Arbeite oder Entspannungskurse (waren leider nur vier bis jetzt) gebe, fühl ich mich zu Hause und fühle mich in meinem Element, aber ich hab das Gefühl es fehlt mir ein Rahmen eine Abrundung ich weiß nicht wie ich es nennen soll. Das ist der Grund weswegen ich überlege, Gesundheitsberater, Heilpraktiker oder Heilpraktiker Psycho.
Tja schwierig
Ich find es lieb, dass ihr mir Mut macht und helft klarer zu denken.
Freu mich auf Antworten.
Liebe Grüße,
Winterhexi

Re: Heilpraktiker oder Gesundheitsberater

Verfasst: 24. Januar 2014, 10:11
von Cécile
Hallo Winterhexi,

Du hast es ja schon richtig erkannt, es kommt auf Deine eigene Grundeinstellung an. Wenn Dir das so wichtig ist, "staatlich anerkannt", "geprüft" und "zertifiziert", dann wird wohl kein Weg am Heilpraktiker vorbei führen.

Ich selbst bin jetzt kein richtig gutes Beispiel, weil ich nicht wirklich in diese Richtung strebe, Menschen zu "behandeln". Darüber habe ich mir trotzdem vertieft Gedanken gemacht. Im Grunde meines Herzens bin ich ein kleiner Anarchist, der mit der Obrigkeit nie was am Hut hatte und auch nie haben wird, der die Absegnungen von "oben" für nicht relevant hält. So habe ich mir selbst auch immer Behandler gesucht, die zu MIR passen und die nicht notwendigerweise ein "passendes" Zertifikat an der Wand hängen haben.

Erschwerend kommt hinzu, dass das Ringen mit den Gesetzlichen Kassen viel zu viel Kraft kostet, die man sinnvoller einsetzen kann. Außerdem hat man eine ganz andere Klientel, nämlich diejenigen, die bereit sind in ihre Gesundheit zu investieren, die auch präventiv denken. So zu arbeiten ist viel befriedigender als mit Menschen, die immer nur überlegen, ob sie das von ihrer Kasse - egal ob GKV oder PKV - "ersetzt" bekommen.

Und zum Schluss noch etwas: Ich trage mich mit dem Gedanken nach Österreich zu gehen. Da könnte ich mir dann mit meinem Heilpraktiker-Zertifikat den Hintern abputzen. Dort würde ich verklagt wegen Kurpfuscherei ;)

Und wenn man diesen ganze Heilpraktiker auch hierzulande abschaffen würde, es wäre zu verschmerzen, abgesehen davon, dass das ein Gesetz aus braunen Zeiten ist.

Nimm Dir die Zeit, es reifen zu lassen. Und sei Dir sicher, die Menschen kommen zu Dir, wenn Du gut bist, das bleibt nicht verborgen!

Re: Heilpraktiker oder Gesundheitsberater

Verfasst: 24. Januar 2014, 19:26
von Fish70
Hallo Cecile,

was ist denn deiner Meinung nach so schlecht am Heilpraktiker?

Ich hab ja gerade mit der Ausbildung dazu angefangen und ich muss sagen, ich erfahre jedes Mal sehr interessante Dinge, die ich vorher noch nie gehört habe (da alle meine früheren Ausbildungen nix mit Medizin zu tun hatten). Ich hab mich in meinem HP-Kurs sofort wohlgefühlt und obwohl es wirklich von Anfang an viel Neues und viel zu lernen ist, ist es doch für mich genau das Richtige.

Bei mir war es so: das Strömen hat mich gefunden und ich wusste sofort, darüber will ich mehr wissen, später dann wusste ich genau, das möchte ich machen, das ist mein Ding.

Aber um Menschen verantwortungsvoll zu "behandeln" reicht mir das nicht aus, ich möchte einfach mehr wissen, um im Ernstfall auch sagen zu können, sie sind bei mir falsch, bitte suchen sie einen Schulmediziner auf.

Natürlich wünsche ich mir auch Menschen, die bereit sind alles selbst zu bezahlen und in ihre Gesundheit zu investieren, aber ich persönlich kenne derzeit noch nicht so viele davon. Es ist eher so, das bei vielen die Menge des für ihre Gesundheit zur Verfügung stehenden Geldes immer knapper wird, da die Lebenshaltungskosten allgemein ständig steigen.
Das ist für mich aber auch nicht der entscheidende Faktor, da ich ja einen gut bezahlten "Brotjob" habe und mir alle Zeit der Welt für die weiteren Schritte lassen kann. Ich sehe es eher als meine Berufung an und dann wird sich alles weitere schon ergeben. Mary hat wohl mal gesagt: "Sei das Licht und geh voran und die anderen werden kommen" und auch "bevor du dir nicht selbst helfen kannst, kannst du niemandem anderen helfen". In dem Sinne gehe ich erst meinen eigenen vollständigen Heilungsweg und dann finden sich die Dinge.

Und wir leben auch in einer Gesellschaft, in der die meisten erst mal auf Zeugnisse, Qualifikationen, Abschlüsse etc. schauen, das finde ich persönlich auch doof, aber es ist z. Z. noch die Realität. Ich entscheide bei der Auswahl meiner "Behandler" auch nach Bauchgefühl, aber da bin ich wohl doch auch eher die Ausnahme. In Gesprächen im Bekanntenkreis werde ich immer sehr merkwürdig angeschaut, wenn ich das sage...

So, das war mein Beitrag zu dem Thema

glg

vom fish

Re: Heilpraktiker oder Gesundheitsberater

Verfasst: 25. Januar 2014, 12:10
von sanara
Liebe Winterhexi,

es ist heutzutage nicht einfach, solche Entscheidungen zu treffen. Ich stecke da auch irgendwie immer wieder drin.
Vielleicht interessiert es Dich ja, wie es mir selbst zu dem thema geht im Moment:
Im letzten Jahr haben andere immer irgendein "Potenzial" zum HP bei mir sehen können(habe sogar teure Lehrbücher geschenkt bekommen, die gerade noch unangesehen im Regal stehen...), doch ich selber werde ängstlich und unruhig, wenn ich nur daran denke, invasiv arbeiten zu können bzw. dies zunächst zu trainierien, was man lt. Aussage der beiden fertigen HP´s in unserer Gruppe auch TUN muss, da es Bestandteil der Ausbildung ist. Aber ich kann oder will einfach nicht an Leuten herumstechen, ihnen Mittel injizieren, an den Körpern herum"doktorn" und im Moment auch nicht diese Verantwortung tragen müssen(die mir einfach viel zu groß ist).

Eine neue Baustelle hat sich aufgetan und daran bin ich gerade am "arbeiten", mal schauen.
Ich würde auch sagen, daß es seine Gründe hat, wenn man sich noch nicht an den Heilpraktiker heranwagen möchte, auf die man auch hören sollte.
"Nur"(dieses "nur" möchte ich gerade wandeln...) Berater zu sein und somit nix wirklich machen zu dürfen, da wir rechtlich gesehen einfach nicht BEHANDELN dürfen(man ist wirklich dran, wenn man Bockmist baut), ist ein unvollständiges Gefühl, das doch sehr wichtige Grenzen aufzeigt.
Es gibt immer wieder schwarze Schafe, die aus einem Helfersyndrom heraus alles machen, nur damit das Gefühl entsteht, haja, da habe ICH geholfen und jetzt geht es dem Klienten durch mich besser. Das kommt leider sehr oft vor.

Das ist z.B. eine Baustelle, die meiner Meinung nach sofern vorhanden, jeder mit prof. Unterstützung zunächst aufgeräumt haben sollte. Ich spüre das in meiner eigenen Klienten/Patientenrolle selbst sehr stark, insofern, wie ich nämlich Vertrauen aufbauen kann. Je weniger ungewollte Ratschläge ich bekomme umso mehr fühle und weiß ich, ja, die hat das auch irgendwie hinbekommen und "es" schon hinter sich, will mich nicht belehren sondern begleiten und unterstützen und nimmt mich als Klientin/Patientin ernst und begegnet mir auf Augenhöhe, holt mich da ab wo ich gerade bin...
Diese Erfahrung brauchte und brauche ich, damit ich sehe, wie es sich anfühlt und weiß, wie ich selbst in der Beraterrolle zu "handeln" habe...

Deshalb finde ich die Einstellung von Fish sehr sehr wichtig:

In dem Sinne gehe ich erst meinen eigenen vollständigen Heilungsweg und dann finden sich die Dinge.

So sehe ich das auch. Momentan ist mein eigenes bewältigen von etwas noch im Vordergrund und genausolange lasse ich (wieder) die Finger weg. Ich habe mich auf diesen WEchsel eingelassen, was mir eine (meine 1. u. momentan einzige Klientin) vor kurzem gezeigt hat...gerade ist Pause, ich mache Supervision für mich und arbeite nochmal etwas an mir selber nach...Auch habe ich noch eine Sache zu lernen und trainieren, so gebe ich mir das, was ich mir immer wieder nehme, wenn ich allzugerne loslegenmöchte: Ich gebe mir ZEIT. Stauche nicht auf kleinsten Raum zusammen, sondern weite aus... Solange ich noch nicht 60 bin, habe ich ja auch noch Zeit ;-)...

Denn nur dann, wenn Teile in mir selbst heilgeworden sind, strahle ich das nicht nur aus, sondern der andere spürt das auch und hält mich für glaubwürdig, was dann wiederum eine Vertrauensbasis schaffen kann, ohne die für mich in Sachen Heilung gar nichts geht.

Du hast schon viel erreicht, wie ich dich verstehe.
Vielleicht zeigt sich schon bald, wohin es für dich geht. Ohne Beeinflussung von Aussen, Deine Antwort wirst Du in dir selbst finden.

Ich drücke Dir feste die Daumen für DEINEN Weg, ganz viel Offenheit und Klarheit, ebenso wie Mut und Kraft bei Deiner Entscheidungsfindung schickt Dir

sanara,

Renee Bonanomi hat ein sehr tiefes Buch zum Thema Heilung geschrieben. Finde ich sehr empfehlenswert.

Re: Heilpraktiker oder Gesundheitsberater

Verfasst: 26. Januar 2014, 08:47
von Winterhexi
Hallo,
Also zunächst muss ich mal sagen, dass beides Schulmediziner und Heilpraktiker nach meiner Meinung nach wichtig sind und ihren Sinn haben. Allerdings weiß ich nicht, ob das wirklich mein Weg ist. Nicht nur wegen der Verantwortung, ich bin einfach auch nicht begeistert davon Diagnosen zu stellen und jemanden ein Etikett dadurch aufzukleben. Invasiv würde ich auf keinen Fall arbeiten, weil das einfach nicht mein Weg ist. Ich erhalte meine Sichtweise über die Pulse, das Körperlesen, die Worte und nicht zuletzt durch meine Intuition. Was anderes möchte ich nicht, erst recht nicht jemand in eine Schachtel packen und ein Etikett draufschreiben, der Mensch ist so viel mehr als seine Krankheit! er ist nicht seine Krankheit. Nicht falsch verstehen, natürlich ist es auch wichtig, dass HP und Ärzte Diagnosen stellen! da den Menschen dadurch manchmal geholfen werden kann ( ich sage bewusst manchmal, weil ich schon erlebt habe, dass Diagnosen auch manchmal alles verschlechtern können), aber es ist nicht mein Ding.
Also in meiner Praxis soll JSJ auf jeden Fall Schwerpunkt sein, aber bis jetzt hab ich es mehr in der Familie angewendet, aber zahlende Klienten hatte ich noch nicht, leider. Mit der Entspannung hab ich bis dato vier Kurse gegeben bin jetzt allerdings gerade dabei ein Seminarkonzept Autogenes Training für Kinder zu erstellen um es Kindergärten usw vorzustellen (ich hoffe da geht was).
Wie gesagt, ich muss Gott sei Dank, nicht damit einen Vollzeitverdient reinbringen, aber 300-400€ sollten mit meiner Tätigkeit rumkommen. Wenn nicht werde ich aus finanziellen Gründen gezwungen sein, einen Mini Job anzunehmen und kann es nur als Hobby leben, was ich aber nicht will. Beim HP Psycho langt wahrscheinlich meine Entspannungspädagogik Ausbildung auch nicht als Therapieverfahren. Der Gesundheitsberater hört sich sehr interessant an ist allerdings kein anerkannter Beruf und die Berufsfelder werden auch von vielen anderen Berufen abgedeckt. Mein Mann meint, dass sich dadurch die Einnahmen kaum erhöhen. Ja wissen kann das keiner. Ach ich weiß ich Eier rum, aber so ist das bei mir in der Entscheidungsphase. Naja erstmal müssen wir den Raum bauen und da ich da viel mithelfen muss, muss meine Entscheidung so oder so bis Herbst warten. Aber ich möchte einfach ein Ziel vor Augen haben.
Liebe Grüße,
Winterhexi

Re: Heilpraktiker oder Gesundheitsberater

Verfasst: 26. Januar 2014, 14:51
von 19Susi83
Hm aber du könntest doch auch mal erst mit dem beginnen, was du schon kannst, und wenn es vom Geld her nicht reicht und du mehr Patienten brauchst, kannst dir doch immer noch überlegen, noch etwas dazu zu lernen. Wäre das nicht eine Lösung?
Schau doch erst mal wie alles wird, man muss ja auch nicht gleich alles auf einmal lernen...
Das Leben ist eh ein ewiger Lernprozess...

vlg

Re: Heilpraktiker oder Gesundheitsberater

Verfasst: 26. Januar 2014, 16:19
von Winterhexi
Hallo,
Also Entspannung mach ich ja schon seit 2009 und Jin Shin Jyutsu seit zwei Jahren so richtig, meine Bekannten machen auch Mundpropaganda aber so richtig läufst noch nicht. Naja ich hoffe mit schönem Raum (Falls es klappt) wird es vielleicht auch besser. Bei mir ist es so, ich hab einfach im Gefühl, dass ich mich jetzt fortbilden möchte. Es ist mir auch ein Bedürfnis und nicht nur wegen dem Finanziellen. Tja leider sagt mir das Gefühl nicht genau was ;) klar die Richtung weiß ich beraten, Gesundheit usw.
Liebe Grüße,
Winterhexi

Re: Heilpraktiker oder Gesundheitsberater

Verfasst: 26. Januar 2014, 19:19
von 19Susi83
Glaubst an Engel?

Schreib ihnen doch einfach einen Brief und bitte sie um Hilfe, was du machen sollst.
Du wirst deine Antwort bekommen, versprochen :-)

So bin ich damals auf JSJ gestoßen ;-)

vlg

Re: Heilpraktiker oder Gesundheitsberater

Verfasst: 26. Januar 2014, 19:21
von 19Susi83
und seitdem kommt eh alles so auf mich zu wie ich es brauche, hab vertrauen in das Leben :-)