Ein uralter Brauch: das Räuchern
Verfasst: 4. Januar 2014, 17:27
Artikel aus dem Traunsteiner Tagblatt 04.01.2014
Ein uralter Brauch: das Räuchern
Räuchern ist ein uralter Brauch, vor allem zu Heilig Drei Könige. Das Ausräuchern von Haus , Hof und Stall war in unserer Region weit verbreitet.
Zur Jahreswende treibt die "wilde Jagd" ihr Unwesen. Die Menschen glaubten, der Geisterzug zieht besonders zwischen Hl. Abend und dem Dreikönigstag durch die Lüfte.
Mit dem Räuchern haben die Menschen versucht die Geister milde zu stimmen.
Mit einer Eisenschaufel oder Räucherpfanne bestückt mit heißen Kohlen und Weihrauch wurde durch jedes Zimmer, ums Haus herum und Stall Stall gezogen, um Menschen und vieh zu segnen.
Geräuchert wurde in den drei sogenannten Rauhnächten: in der Nacht der Sonnwende am 21.12., in der Silvesternacht und in der Nacht auf den Dreikönigstag. Die Nacht auf den 6. Januar ist eine der großen Rauhnächte, in der das Räuchern besonders gepflegt wurde.In den 12 Nächten nach Hl. Abend hing man früher keine wäsche zum trocknen auf, denn sie hatten Angst,dass die Geister in sie hineinfahren. Es wurde erzählt, dass derjenige aus der Familie als erster ins Jenseits befördert wird, in dessen Kleidungsstück die Geister hineinfahren, und mit den Geistern für alle Zeit unruhig durch die Lüfte ziehen müssen. Ein weiterer Brauch: Holzknechte schnitten drei Kreuzzeichen in die gefällten Baumstämme. Dort konnten die armen Seelen dann Ruhe finden. Eine weitere grausige Geschichte: Sie handelt von Frau Percht, eine Sagengestalt ähnlich der Frau Holle. Man erzählte den Kindern, dass am Vorabend des 6. Januar Fr. Perchta zu den Kindern komme und ihnen den Bauch aufschneide, wenn sie böse seien und nicht aufräumen würden. Um Frau Perchta milde zu stimmen, habe man Krapfen, die es an diesem Abend traditionell gab, in einer Schüssel für sie stehen lassen.
Die heute üblichen Perchtenläufe gehen auf Frau Perchta zurück. Die vermummten Gestalten zogen damals umher, um die unheilbringende Sagengestalt zu vertreiben. Da die Geister, die es zu vertreiben galt, erst in den Rauhnächten kamen, ist es zweifelhaft, dass die Perchtenläufe heutzutage schon in der Adventszeit stattfinden.
(Einges ist mir aus meiner Kindheit wohl bekannt)
Euch ein segenbringendes Ausräuchern!
Schönen Abend
Luna
Ein uralter Brauch: das Räuchern
Räuchern ist ein uralter Brauch, vor allem zu Heilig Drei Könige. Das Ausräuchern von Haus , Hof und Stall war in unserer Region weit verbreitet.
Zur Jahreswende treibt die "wilde Jagd" ihr Unwesen. Die Menschen glaubten, der Geisterzug zieht besonders zwischen Hl. Abend und dem Dreikönigstag durch die Lüfte.
Mit dem Räuchern haben die Menschen versucht die Geister milde zu stimmen.
Mit einer Eisenschaufel oder Räucherpfanne bestückt mit heißen Kohlen und Weihrauch wurde durch jedes Zimmer, ums Haus herum und Stall Stall gezogen, um Menschen und vieh zu segnen.
Geräuchert wurde in den drei sogenannten Rauhnächten: in der Nacht der Sonnwende am 21.12., in der Silvesternacht und in der Nacht auf den Dreikönigstag. Die Nacht auf den 6. Januar ist eine der großen Rauhnächte, in der das Räuchern besonders gepflegt wurde.In den 12 Nächten nach Hl. Abend hing man früher keine wäsche zum trocknen auf, denn sie hatten Angst,dass die Geister in sie hineinfahren. Es wurde erzählt, dass derjenige aus der Familie als erster ins Jenseits befördert wird, in dessen Kleidungsstück die Geister hineinfahren, und mit den Geistern für alle Zeit unruhig durch die Lüfte ziehen müssen. Ein weiterer Brauch: Holzknechte schnitten drei Kreuzzeichen in die gefällten Baumstämme. Dort konnten die armen Seelen dann Ruhe finden. Eine weitere grausige Geschichte: Sie handelt von Frau Percht, eine Sagengestalt ähnlich der Frau Holle. Man erzählte den Kindern, dass am Vorabend des 6. Januar Fr. Perchta zu den Kindern komme und ihnen den Bauch aufschneide, wenn sie böse seien und nicht aufräumen würden. Um Frau Perchta milde zu stimmen, habe man Krapfen, die es an diesem Abend traditionell gab, in einer Schüssel für sie stehen lassen.
Die heute üblichen Perchtenläufe gehen auf Frau Perchta zurück. Die vermummten Gestalten zogen damals umher, um die unheilbringende Sagengestalt zu vertreiben. Da die Geister, die es zu vertreiben galt, erst in den Rauhnächten kamen, ist es zweifelhaft, dass die Perchtenläufe heutzutage schon in der Adventszeit stattfinden.
(Einges ist mir aus meiner Kindheit wohl bekannt)
Euch ein segenbringendes Ausräuchern!
Schönen Abend
Luna
