Liebe Primavera,
dein Thread hat mich irgendwie tief berührt und auch bei mir was angestoßen.
Was mich sehr freut ist, dass sich deine Selbstliebe auf dem Weg der Selbstliebe der letzten 20 Jahren entwickelt hat und du dich mehr lieben gelernt hast. Je größer die Liebe, je unwichtiger das Urteil(en).
Wie weit dabei unsere Liebes-Entwicklung geht hängt auch wesentlich von unserern (un-)bewussten Einstellungen und Grenzziehungen ab. Wenn ich glaube, dass mich ein Thema den Rest meines Lebens begleiten wird, wird es das auch tun.
Klar ist es manchmal herausfordernd sich eine fundamental andere Einstellung nicht urteilend, sondern voll der Liebe und Annahme vorzustellen. Kann mir durchaus vorstellen, dass Afformationen dabei helfen können. Ich mach in dem Zusammenhang manchmal Phantasiereisen. Letztendlich zeigt es aber der Weg auf dem wir unterwegs sind, ich hätte mir vor 10 Jahren nie so eine Selbstliebe und Annahme vorstellen können, wie ich sie jetzt an mir selbst erlebe. Könnte mir vorstellen, dass Du dir damals vor 20 Jahren auch nicht so viel Selbstliebe vorstellen konntest, wie du sie jetzt an dir selbst erlebst. Will sagen, wenn wir uns keine innerlichen Grenzen setzen können wir weit über unsere alte Vorstellung hinauswachsen.
Ich wollte Dir auch empfehlen, zu trennen, was ist der Anteil der anderen (ihre Urteile) und was liegt in Deinem Machtbereich (wie du damit umgehst und wo du (über dich und andere) urteilst).
Von dem was und wie du schreibst, scheint da doch einiges in deinem Machtbereich zu sein und damit auch von dir gestaltbar. Das macht es einfacher.
„dass es in mir denkt, wenn ich so und so wäre, dann würden mich die anderen mehr akzeptieren, dann müßte ich mich nicht schämen.“
Spannend ist es denkt in Dir, nicht Du denkst. Wer denkt da? Ist das eine alte Platte aus der Kindheit von den Eltern? Oder jemand oder was ganz anderes?
Wichtig ist, dass unsere inneren „Kleinmachprogramme“ immer irgendeinen Zweck und ein eigentlich gutes Ziel haben, das sie eigentlich erreichen wollen. Und wir haben es einfach noch nicht gelernt dieses Ziel anders, hilfreicher, wohltuender zu erreichen oder auch loszulassen.
Die Scham ist eins wenn nicht das unangenehmste, engmachende Gefühl. Es hat für mich viel mit nicht zu sich stehen, d.h. Verstellen bzw. Bemühen den Einstellungen der 5. Tiefe zu tun.
"Elefanten versuchen nicht, Giraffen oder Schwalben zu werden, Radieschen versuchen nicht, rote Beete zu werden. Aber wir versuchen zu sein, was wir nicht sind. Wir ersticken in Idealen, die unerreichbar sind oder die nur auf unsere eigenen Kosten erreicht werden können. Wir gehen auf Zehenspitzen, um nur ja nirgendwo anzustoßen, und werden schließlich ärgerlich auf unsere Zehen, wenn sie uns weh tun.“
Bruno-Paul de Roeck
Du bist so ok und angenommen, einfach so wie du bist. Einfach weil Du lebst und bist. Du musst dich nicht schämen oder ändern, um akzeptiert/angenommen zu werden. Das große OK/Ja kommt vorher, alles andere wie evtl. „gute“ Taten danach.
Wenn in dir deine Selbstannahme wächst, wächst sie von innen nach außen. Und die anderen werden irgendwann gar nicht umhinkönnen es zu spüren.
Vor meinem inneren Auge habe ich vom ersten Lesen des Themas an immer die
13 „Liebe deinen Feind“ leuchten gehabt. SES13 hilft, das
Gute im Anderen zu sehen, nicht nur in/bei den anderen, auch mit dem in uns, mit dem wir nicht einverstanden sind. Und wo ich das Gute sehe, wahr-nehme, wachse ich über’s Urteilen hinaus ins Annehmen.
Ich wünsch Dir ganz viel Liebe und Annahme auf Deinem Weg,
AnnSophie.