Narzissmus, Hass und Energiearmut
Verfasst: 30. Juni 2013, 23:32
Liebe Leute!
Ich habe die Hoffnung, bei Euch Gehör zu finden – nachdem das bei all meinen Psychologen und Therapeuten der vergangenen Jahre nur sehr eingeschränkt der Fall war.
Ich habe starke psychische und psychosomatische Probleme – selbst dies ist für mich ein beinahe unüberwindbares Problem: eine klare Sicht auf meine Problemvielfalt zu bekommen und dies dann auch noch ausdrücken zu können.
Ende 2006 habe ich (kurz vor dem Abitur) ein Burnout erlitten, 2 Jahre später ist eine „Depression“ diagnostiziert worden, weitere drei Jahre später eine narzisstische Persönlichkeitsstörung (NPS). (Ich bitte Euch mir keine Ratschläge à la „halte dich nicht an Begriffen fest und identifiziere dich nicht zu sehr mit Diagnosen!“ zu geben.)
Jedoch sind all diese Probleme nicht aus dem Nichts aufgetaucht, sie haben Ursachen. Und haben, abgesehen vom Burnout, schon weit vor der Diagnostizierung bestanden, der Narzissmus möglicherweise seit frühester Kindheit.
Zu meinen konkreten Problemen: ich bin sozial völlig vereinsamt. Dies liegt jedoch nicht an einem Mangel an „Angeboten“ – es gibt genügend Menschen, die gerne mit mir zu tun haben / hätten. Jedoch baue ich selbst eine Schutzbarriere um mich. Ich habe unerfüllbare Ansrpüche an die Menschen. Hasse jeden, der diesen Ansprüchen nicht gerecht wird / werden will. 24 Stunden am Tag rattert mein Kopf, bin ich mit Verwünschungen und sonstigen zehrenden inneren Monologen beschäftigt. Sehe Menschen, die sorglos und mit (für mein Verständnis) geringem Verantwortungsgefühl gegenüber der Umwelt und den Mitmenschen ihr Leben leben – und dabei vor Zufriedenheit bersten. Ich hingegen bin in ständiger Sorge um Mensch, Pflanze, Tier und Umwelt – und dadurch chronisch unzufrieden. Oben genannte Menschen aus meinem Bekanntenkreis beneide ich um ihre Zufriedenheit, ich gönne ihnen nichts, hasse sie regelrecht.
Auch auf der körperlichen Ebene wirkt sich die psychologische Problematik mittlerweile aus. Ich komme mit dem Essen / der Kalorienzufuhr gar nicht mehr hinterher; soviel wird durch den ständigen Energiebedarf der negativen Gedanken gezehrt. Ich werde immer dünner und immer schwächer.
Eine große Thematik ist meine Konfliktscheu – ich traue mich nicht, von meinem Recht Gebrauch zu machen, die Menschen auf Fehler aufmerksam zu machen. Stattdessen mache ich gute Miene zum bösen Spiel – und denke mir im Stillen meinen Teil. Somit wächst mein Hass auf mich und die anderen – und die anderen erleben mich als höchstgradig pflegeleichten, umgänglichen Zeitgenossen.
Was vielleicht auch nicht unerwähnt bleiben sollte: in meinem Alltag habe ich keine (!) Freude, es existiert nichts, worin ich aufgehe und was mich mit Energie versorgen könnte. Keine Hobbies, kein gar nichts.
Ich würde gerne (zum ersten Male in meinem Leben) richtige Freundschaft erleben. Ansprechen, was mich stört, aber auch „leben und leben lassen“. Also weniger Erwartungen an meine Mitmenschen haben. Vor allem möchte ich nicht länger so neidisch, gierig, missgünstig sein – denn ich habe den Eindruck, dass es vor allem diese drei Sünden sind, die mich im Vorankommen behindern. Ich denke, dass das „Lebenlassen“, das „Akzeptieren, was ist“, der Neid und die Missgunst die zentralen Themen sind, um die ich mich zuallervorderst kümmern sollte.
Ich hoffe, Ihr kennt Rat? Wenn es da etwas gibt: bitte nennt mir möglichst einzlne Energieschlösser statt ganzer Ströme! Ich habe zurzeit nicht das Durchhaltevermögen für ganze Sequenzen.
Ich danke Euch vielmals!
einsuchender
PS: trotz aller Enttäuschungen mit den bisherigen Therapeuten werde ich bald eine neue Therapie beginnen
Ich habe die Hoffnung, bei Euch Gehör zu finden – nachdem das bei all meinen Psychologen und Therapeuten der vergangenen Jahre nur sehr eingeschränkt der Fall war.
Ich habe starke psychische und psychosomatische Probleme – selbst dies ist für mich ein beinahe unüberwindbares Problem: eine klare Sicht auf meine Problemvielfalt zu bekommen und dies dann auch noch ausdrücken zu können.
Ende 2006 habe ich (kurz vor dem Abitur) ein Burnout erlitten, 2 Jahre später ist eine „Depression“ diagnostiziert worden, weitere drei Jahre später eine narzisstische Persönlichkeitsstörung (NPS). (Ich bitte Euch mir keine Ratschläge à la „halte dich nicht an Begriffen fest und identifiziere dich nicht zu sehr mit Diagnosen!“ zu geben.)
Jedoch sind all diese Probleme nicht aus dem Nichts aufgetaucht, sie haben Ursachen. Und haben, abgesehen vom Burnout, schon weit vor der Diagnostizierung bestanden, der Narzissmus möglicherweise seit frühester Kindheit.
Zu meinen konkreten Problemen: ich bin sozial völlig vereinsamt. Dies liegt jedoch nicht an einem Mangel an „Angeboten“ – es gibt genügend Menschen, die gerne mit mir zu tun haben / hätten. Jedoch baue ich selbst eine Schutzbarriere um mich. Ich habe unerfüllbare Ansrpüche an die Menschen. Hasse jeden, der diesen Ansprüchen nicht gerecht wird / werden will. 24 Stunden am Tag rattert mein Kopf, bin ich mit Verwünschungen und sonstigen zehrenden inneren Monologen beschäftigt. Sehe Menschen, die sorglos und mit (für mein Verständnis) geringem Verantwortungsgefühl gegenüber der Umwelt und den Mitmenschen ihr Leben leben – und dabei vor Zufriedenheit bersten. Ich hingegen bin in ständiger Sorge um Mensch, Pflanze, Tier und Umwelt – und dadurch chronisch unzufrieden. Oben genannte Menschen aus meinem Bekanntenkreis beneide ich um ihre Zufriedenheit, ich gönne ihnen nichts, hasse sie regelrecht.
Auch auf der körperlichen Ebene wirkt sich die psychologische Problematik mittlerweile aus. Ich komme mit dem Essen / der Kalorienzufuhr gar nicht mehr hinterher; soviel wird durch den ständigen Energiebedarf der negativen Gedanken gezehrt. Ich werde immer dünner und immer schwächer.
Eine große Thematik ist meine Konfliktscheu – ich traue mich nicht, von meinem Recht Gebrauch zu machen, die Menschen auf Fehler aufmerksam zu machen. Stattdessen mache ich gute Miene zum bösen Spiel – und denke mir im Stillen meinen Teil. Somit wächst mein Hass auf mich und die anderen – und die anderen erleben mich als höchstgradig pflegeleichten, umgänglichen Zeitgenossen.
Was vielleicht auch nicht unerwähnt bleiben sollte: in meinem Alltag habe ich keine (!) Freude, es existiert nichts, worin ich aufgehe und was mich mit Energie versorgen könnte. Keine Hobbies, kein gar nichts.
Ich würde gerne (zum ersten Male in meinem Leben) richtige Freundschaft erleben. Ansprechen, was mich stört, aber auch „leben und leben lassen“. Also weniger Erwartungen an meine Mitmenschen haben. Vor allem möchte ich nicht länger so neidisch, gierig, missgünstig sein – denn ich habe den Eindruck, dass es vor allem diese drei Sünden sind, die mich im Vorankommen behindern. Ich denke, dass das „Lebenlassen“, das „Akzeptieren, was ist“, der Neid und die Missgunst die zentralen Themen sind, um die ich mich zuallervorderst kümmern sollte.
Ich hoffe, Ihr kennt Rat? Wenn es da etwas gibt: bitte nennt mir möglichst einzlne Energieschlösser statt ganzer Ströme! Ich habe zurzeit nicht das Durchhaltevermögen für ganze Sequenzen.
Ich danke Euch vielmals!
einsuchender
PS: trotz aller Enttäuschungen mit den bisherigen Therapeuten werde ich bald eine neue Therapie beginnen