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Mir etwas Gutes tun in strengen Zeiten...
Verfasst: 7. Juni 2011, 18:53
von Cestca
Hallo zusammen
Mein Lebenspartner ist seit zwei Jahren immer wieder krank. Eine Diagnose gibt es bisher trotz zweijähriger Ärzte-Odyssee nicht. Er ist hier nicht Thema, darum gehe ich nicht im Detail darauf ein. Ich muss das ganze ja wohl oder übel mitmachen, stehe ihm zur Seite, begleite ihn zu schwierigen Arztterminen, spreche ihm Mut zu, halte ihn in seinen Angstzuständen und Verzweiflungsattacken. Meine "Aufgabe" ist v.a. beruhigen und die Hoffnung zu wahren; dass ich selber mal Zweifel an einem glücklichen Ausgang äussere oder erzähle, wie mir es eigentlich dabei geht, liegt schlicht nicht drin. Nebenher stemme ich den ganzen Haushalt und alles Adminsitrative nahezu allein und arbeite ich 100%.
Normalerweise konnte ich mich zwischen zwei Krankheitsschüben erholen und hatten wir gute Zeiten, in denen er nicht nur Patient sondern eben auch Partner war. Aktuell kommt er nun aber aus einem solchen Schub seit sechs Wochen nicht mehr raus. Gerade hatten wir wieder einen Arzttermin, und wieder hatten alle gemachten Untersuchungen kein Resultat ergeben. Das wäre ja eigentlich erfreulich, aber irgendwann sehnt man sich nach einer Diagnose, selbst nach einer schlechten! Mein Freund dreht einmal mehr beinahe durch, und ich allmählich auch.
Langer Rede kurzer Sinn: Obwohl ich möglichst gut zu mir schaue, bin ich bin allmählich am Ende meiner Kräfte. Ich fühle mich seit langem einfach nur noch erschöpft. Ich möchte mir mit Strömen etwas helfen, mir etwas Gutes tun, aber wenn ich endlich im Bett bin abends, mag ich mich nur noch seitlich einkrugeln und schlafen. Viele Griffe, inkl. z.B. der Hauptzentralstrom mit der einen Hand auf dem Kopf, sind mir in diesem Zustand schlicht zu streng oder unbequem zu halten. Und ich bin nicht in der Lage, mir überhaupt Gedanken zu machen, was mir gut tun würde. Darum bitte ich euch um Hilfe. Ich suche bequem zu haltende (am besten für im Bett beim Einschlafen) Griffe, die mir einfach etwas Hoffnung, Vertrauen ins Leben, Kraft und Mut schenken.
Ideen?
Besten Dank und viele Grüsse
Cestca
Re: Mir etwas Gutes tun in strengen Zeiten...
Verfasst: 7. Juni 2011, 19:49
von leonard
da gibt es bestimmt einige gute und hilfreiche Ideen.
Eines möchte ich Dir aber auf jeden Fall ans Herz legen:
Halte Dir zum Einschlafen SES 18 am Daumenballen (ist nächste Woche Thema in der Strömkur!).
Das kann man auch seitlich eingekringelt sehr gut machen.
Dieser Griff hat mir vor 5 Jahren das Leben und seither viele Nächte gerettet.
Re: Mir etwas Gutes tun in strengen Zeiten...
Verfasst: 7. Juni 2011, 20:44
von Hopfenhex
Liebe Cestca,
ich würde Dir und Deinem Partner den EAS (Emotionaler Ausgleichstrom) empfehlen. Und atmen - Durch die Nase ein, durch den Mund wieder aus. (hat den Effekt, dass mehr Luft ausgeatmet werden kann - Und es wirkt befreiend).
Gönn Dir einfach mal 15 Minuten Ruhe für Dich! Du darfst das.
LG Hopfenhex
Re: Mir etwas Gutes tun in strengen Zeiten...
Verfasst: 7. Juni 2011, 22:05
von Mandala
Hallo Cestca,
das klingt aber wirklich nach direkter Aufforderung für Dich was zu tun...
In einer so anstrengenden Phase wo mir auch die Kraft nicht mehr ausreichen wollte bin ich sehr kreativ geworden:
Vorm Einschlafen im Bett, wenigstens die 36 Umarmungen, oft bin ich darüber eingeschlafen...
oder die Achillesehne des eines Fusses zwischen die große und die zweite Zehe des anderen Fusses nehmen und umgekehrt weiss bis heute nicht warum und wieso aber tat wohl,
manchmal auch Seitlage und die 1 überkreuz -
richtig vorwärts gings allerdings erst als ich beschloss mich selber strömen zu lassen.
Da es bei Krankheit es nicht nur mit Energie, sondern manchmal auch mit dem Geld knapp wird, kann es eine Lösung sein auf Gegenseitigkeit sich zu behandeln. Vielleicht ein Strömtreffen und sei es nur in großen Abständen einzurichten oä.
Strömst Du auch Deinen Partner? Strömt er sich?
Vielleicht kann es eine Idee sein, ein klares Bild von dem Bedarf zu bekommen, wenn per strömen sich zeigen darf was dran ist...verstehst Du
was ich meine?
Ich will Dir keinesfalls wenig brauchbare "Ratschläge" geben, sondern eine Anregung, falls Du noch nicht daran gedacht haben solltest eine Bestandsaufnahme mit JSJ zu machen, wenns bei Ärzten sowieso gerade auch "diagnosemäßig" hängt und im wohlbefindlichen Zustand Deines Partners anscheinend auch noch zusätzlich "klemmt"...
Neulich konnte ich einer lieben Person in der Ferne auch nicht direkt weiterhelfen, doch sie kaufte sich die CD von Matthias Roth und fing dann selber nach einigen Tagen zuhören damit an...
Alles Liebe und sorg auch Du besonders gut für Dich -
Mandala
Re: Mir etwas Gutes tun in strengen Zeiten...
Verfasst: 7. Juni 2011, 22:26
von Momabo
... nimm doch einfach den Daumen

, den kannst du auch im Liegen nehmen und er schiebt alles andere an...
Wenn du möchtest kannst du es auch in der Mitströmzentrale einstellen, dann bekommst du geballte Ladung von uns ab, einfach Zeitraum angeben und dann darfst du genießen ohne selbst tun zu müssen...
lg Mona
Re: Mir etwas Gutes tun in strengen Zeiten...
Verfasst: 7. Juni 2011, 23:29
von Cestca
Vielen Dank schön mal für die lieben Rückmeldungen!
18 klingt mir sympathisch, das werde ich versuchen. Die 1 habe ich öfters schon gehalten, über Kreuz oder einfach nur eine Seite da bequemer. EAS muss ich noch nachschlagen gehen. Daumen halten geht gut in der S-Bahn und mache ich auch schon ab und zu, nach dem Prinzip "weisst du nicht was strömen, halte die Finger, und weisst du nicht welchen Finger, beginn mit dem Daumen". Und atmen, ja, das dürfte mir ab und zu mal vergessen gehen und würde auch dem stressbedingt verspannten Schulter-Nackenbereich helfen.
Mich strömen lassen oder eine geballte Ladung Fernströmen abbekommen mag ich momentan nicht. Ich weiss nicht recht, wie ich das beschreiben soll, irgendwie BRAUCHE ich im Moment ja Schutzmauern und -mechanismen, um über die Runden zu kommen und weiter zu funktionieren. Die Angst davor, dass diese durch soviel Wohltat zusammenbrechen, ist zu gross, ich bin noch nicht ganz so weit. Ich würde wohl bei der ersten Berührung in Tränen ausbrechen und nicht mehr aufhören können. Irgendwann wird dies notwendig sein, aber manchmal ist Verdrängung für eine gewisse Zeit halt die beste Strategie. Ich behelfe mir mit Feldenkraisstunden und Massage, um wenigstens dem Körper was Gutes zu tun.
Mein Partner spricht grundsätzlich sehr gut auf Strömen an, mag in den akuten Phasen aber kaum berührt werden (und die Hände etwas vom Körper weggehalten empfindet er auch noch als Berührung). Nur ihm die 17er halten in Unruhezuständen geht und hilft dann auch sehr gut. Im Moment stehen noch einige Termine an und hat er die Nase voll nicht nur von der Schulmedizin sondern auch von all den naturheilkundlichen und alternativmedizinischen Therapien, die er schon versucht hat, aber später kann ich ihn vielleicht mal dazu überreden, einen JSJ-Therapeuten zu suchen. Falls ihr wen Gutes kennt im Raum Zürich, gerne per PN ;-)
Die 15 Minuten für mich zwischendurch habe ich durchaus; er geht auch immer wieder einige Tage zu seiner Mutter, um mich zu entlasten (und um nicht den ganzen Tag allein in der Wohnung zu sein). Und so nehme ich nun gemütlich ein wamres Bad, ehe ich ins Bett sinke!
Liebe Grüsse
Cestca
Re: Mir etwas Gutes tun in strengen Zeiten...
Verfasst: 8. Juni 2011, 07:37
von Hopfenhex
Liebe Cestca
EAS ist ganz einfach:
Auf die Couch setzen, oder im Bett sitzen, die Beine leicht anwinkeln.
Fass bitte mit den Fingerspitzen beidseitig der Waden an der Aussenseite dorthin, wo die Knubbel sind (unterhalb vom Knie) für ca. 5 Minuten
dann gehst Du 3 Finger breit einfach runter und hältst wieder ca. 5 Minuten
dort entlang, wo die Hosennaht verläuft.
-immer so weiter, bis Du an der 16 bist. (das müssten 5 bis sieben Schritte sein - je nach individueller Fingerbreite und Unterschenkellänge)
viel Erfolg.
LG Hopfenhex
Re: Mir etwas Gutes tun in strengen Zeiten...
Verfasst: 8. Juni 2011, 17:08
von optimistin
Hallo Cestca,
ich möchte Dir auch noch einen Tipp geben, den Du gut abends im Bett strömen kannst :
Lege die Finger der einen Hand in den Handteller der anderen Hand. Über den Handteller hast Du den Zugang zu den Nabel- und Zwerchfell-strömen, die im ganzen Körper die Wärme verteilen, die Nerven ausbilden und die Atmung fördern. Das Halten des Handtellers hilft Dir bei großen Erschöpfungszuständen und bei extremen Überlastungen der Nerven.
Ich wünsche Dir alles Gute und schicke Dir liebe Grüße von opti
Re: Mir etwas Gutes tun in strengen Zeiten...
Verfasst: 8. Juni 2011, 22:44
von bendi
leonard hat geschrieben:
Halte Dir zum Einschlafen SES 18 am Daumenballen (ist nächste Woche Thema in der Strömkur!).
Liebe Cestca,
SES 18 wirkt wie ein Wunder, noch besser, noch schöner.
Ich kann mich diesen Ratschlag von Leonard nur anschliessen.
Habe nur positive Erfahrungen mit SES18, mein Liebling.
Wie häufig konnte ich nicht einschlafen, Wallungen, Hormonkeulen alle halbe Stunde,
alles in mir am Zittern, Unruhe pur. Und dann besinne ich mich, halte SES 18, und innerhalb von vielleicht 5 Min. breitet sich eine wohltuende Ruhe, die mich ganz umfasst, umarmt, trägt. Gedanken kommen zu Ruhe, mein Körper kommt zu Ruhe, ich auch. Entspanne ganz, und schlafe relativ schnell ein. Ist das nicht wunderbar?
Probiere es, es lohnt sich allemal. Und es ist nicht schwer zu machen.
Ganz liebe Grüsse
bendi
Re: Mir etwas Gutes tun in strengen Zeiten...
Verfasst: 9. Juni 2011, 10:12
von Cestca
Liebe Alle
Die 18er haben gestern abend wirklich Wunder gewirkt; ich war so erschöpft, dass mir übel war und ich nicht einschlafen konnte. Mit den 18ern überkam mich innerhalb weniger Minuten eine wunderbare Ruhe und wurde alles leichter.
Übrigens schlafe ich schon von klein auf beim seitlichen Liegen mit angezogenen Beinen mit einer Hand zwischen den Knien oder etwas oberhalb der Knie zwischen den Oberschenkeln, ströme mir also seit jeher nachts die 1 oder hohe 1.
Gestern gab es zudem etwas Hoffnung, weil zumindest endlich einige entgleiste Werte gefunden wurden bei meinem Freund, der demnächst auf die "alles nur pychisch bedingt"-Schiene abgeschoben werden sollte. Und gegen das gefundene Zuviel und Zuwenig kann man auch ohne Kenntnis der Ursachen schon mal was tun.
Liebe Grüsse
Cestca
(c'est ça!)