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Sicherheit
Verfasst: 25. Januar 2011, 17:10
von Klee
Hihi,
was kommt Euch denn zum Thema Sicherheit in den Sinn?
Das ist grad ziemlich Thema bei mir - in jeglicher Hinsicht.
Sicherheit macht sicher - doch zuviel Sicherheit kann auch wieder zu Gefangenschaft führen.
Welche Tiefe seht ihr da?
Bin auf Eure verschiedenen Sichtweisen sehr gespannt!
Danke Euch
Klee
Re: Sicherheit
Verfasst: 25. Januar 2011, 19:24
von goastly
Moin Klee,
gute Frage, ich versuch mich weitestgehend an den folgenden Satz zu halten: "So viel wie nötig, so wenig wie möglich."
Weniger ist manchmal mehr, denn je mehr man verschiedene Situationen Kopfmäßig durchspielt, also "was währe wenn..." desto verrückter macht man sich damit & das Risiko wächst, das man sich darin verrent. Zeit ist mit das Kostbarste was wir haben, also würde ich so wenig wie möglich in Gedankenkreisel investieren.
Ok, Grundsicherheit ist wichtig: also z.B. das beim Auto alles Sicherheitsrelevante entsprechend Gewartet wird (Bremsen, Reifen, ...) oder auch eine gewisse Finanzielle Absicherung (Rücklagen) für den Fall der Fälle ist nicht schlecht...
...mehr fällt mir jetzt spontan nicht ein.
Liebe Grüße
Goastly

Re: Sicherheit
Verfasst: 25. Januar 2011, 19:59
von Fish70
Hallo Klee,
Sichtweisen zur Sicherheit willst du also??
Wahrscheinlich ist es auch hier wieder die goldene Mitte. Sicherheit ist für mich das Gefühl, dass ich die Dinge "im Griff" habe. Sicherheit ist aber auch sehr trügerisch, denn wirklich sicher ist als Mensch niemand, da ich die gefühlte Sicherheit auch jederzeit wieder verlieren kann.
Versicherungen kommen auch von Sicherheit. Man will sich für alle möglichen Fälle absichern, damit man das Gefühl hat, jeder Situation gewachsen zu sein. Nur komisch, dass es in der Realität immer neue Situationen gibt, gegen die man nicht "versichert" ist.
Zu viel Sicherheit macht handlungsunfähig, weil man dann kaum noch in der Lage ist seine Komfortzone zu verlassen. Zu wenig Sicherheit macht haltlos, weil man nichts hat an dem man sich festhalten kann.
Und ich produziere täglich Sicherheit...um den Menschen, die in diesem Staat leben, das Gefühl zu geben, dass sie sicher und geordnet leben können.
So meine Gedanken zur Sicherheit. Bei der entsprechenden Tiefe bin ich mir inzwischen nicht mehr sicher, tendiere aber weiterhin zur 1. Tiefe - Urvertrauen, Geborgenheit, Sorglosigkeit...
lg
vom fish
Re: Sicherheit
Verfasst: 25. Januar 2011, 22:21
von ate2011
Hi Klee,
zu den Tiefen kann ich nichts beitragen, meine Sicherheit gibt mir das Urvertrauen.
Seit ich mich am Morgen erde, dazu versuche im Jetzt zu leben, mich sooft es
möglich ist in die Gedankenleere begebe, seitdem fühle ich mich "sicher".
(das ist das Ergebnis eines langen Weges, um durch verschiedene Methoden
meins zu finden).
LG ate

Re: Sicherheit
Verfasst: 25. Januar 2011, 23:15
von Momabo
Liebe Klee,
ich finde das paßt zu allen 5 Tiefen bzw Einstellungen...
Sorgen: ich mache mir Sorgen, weil der Ehemann gestorben ist, wie geht es weiter? Was hab ich für Sicherheiten?
Angst: alle Versicherungen sind aufgrund der Ängste so wichtig und jeder braucht sie, zumindest wird uns das so suggeriert
Wut: da fällt mir nix dazu ein, dafür beim Neid oder Eifersucht, deswegen versuche ich in bestimmten Dingen sicher dafür zu sorgen, dass ich auch was vom großen Kuchen abbekomme, weil die anderen bekommen sonst alles...
Trauer: ?
Bemühung: ja ich mach ja so vieles, dann steht mir das auch zu, was mir Sicherheit bringt
ist jetzt vllt ein bißchen wirr, liegt an der Zeit, ich kann nicht mehr denken, davon morgen vllt noch mehr...
lg Mona
Re: Sicherheit
Verfasst: 26. Januar 2011, 08:50
von Momabo
So, jetzt ausgeschlafen, hier noch ein paar Gedanken, die mir heute morgen im Bett noch gekommen sind...
- Sicherheit ist eines der Grunderwartungen, was jeder Mensch haben möchte und muss, in der Pflege sind sie bei den 13 AEDl´s drin. Denn nur wer sich sicher fühlt, ist lebensfähig.
- Vollständige Sicherheit ist auf der Erde nicht möglich, weil es immer menschliche Faktoren gibt, die dazwischen"funken".
- "Innere" Sicherheit bekomme ich nur, wenn ich so lebe, dass ich meine Talente auslebe. Wenn ich mich dem Leben stelle und die Herausforderungen annehme und aus meinen Erfahrungen lerne.
- Sicherheit bekomme ich nur im Innen, aber nie im Außen. Hat auch viel mit Urvertrauen zu tun. Sich selbst so annehmen, wie man ist, mit allen Stärken und Schwächen.
Das sind so meine Gedanken zu dem Thema
lg Mona
Re: Sicherheit
Verfasst: 26. Januar 2011, 11:41
von Klee
Nun...da danke ich Euch erst mal.
Ich sehe das auch oft bei übergreifend - ist das ja grad auch ein allgemeines Thema -
wenn mensch so die Umstände in der Bundeswehr hernimmt - da brodelst ja gewaltig und wird grad viel umgestellt - die "soll" ja für die Sicherheit im Lande zuständig sein.
Finanzielle Unsicherheit ist ja auch überall zu spüren und oder wird einen sugeriert.
Zudem gehen die Menschen vermehrt auf die Straße und trauen sich - grad auch in Ländern Nordafrikas.
Nun schau mehr mal - was so unsicher wird - um wieder schließlich wieder sicher oder frei zu werden.
@ Mona 3. Tiefe ist für mich das SES 21 - was tiefe Sicherheit vermittelt
da es auch ein Schloß für die Augen ist - was sehe ich - oder was will ich sehen
2. Tiefe ist das Urver-trauen - da steckt ja die Trauer drinen
Kleefee
Re: Sicherheit
Verfasst: 27. Januar 2011, 10:05
von Blueberry
Hi Klee,
Sicherheit - das kann auch völlig anders verstanden werden:
Im Sinne von: Was sind meine Sicherheiten?
Zum Beispiel:
Ich bin (mir) sicher, dass die Erde eine Kugel ist.
Ich bin sicher, dass Demokratie die bestmögliche Form von Regierung ist.
Ich bin sicher, dass das (= was auch immer meinem jeweiligen Glaubenssatz entspricht) die Wahrheit ist.
Was bedeuten diese "Sicherheiten" für uns?
Sind wir bereit, sie in Frage zu stellen?
In diesem Sinne schlage ich die fünfte Tiefe vor:
"No judging or being judged. When we make judgments, we assume that we know a situation in its totality, which is impossible on the face of it." (Burmeister / Monte, S.38)
Viele Grüsse
blue
Re: Sicherheit
Verfasst: 27. Januar 2011, 19:36
von bendi
ate2011 hat geschrieben:meine Sicherheit gibt mir das Urvertrauen.
Urvertrauen ist mehrmals angesprochen worden und ich wünsche mir nichts mehr als das. Hätte ich es, dann hätte ich ein absolutes Sicherheitsgefühl. Stattdessen habe ich Versicherungen, kleinere und grössere Ängste und viele Gedanken die mir nicht unbedingt gut tun.
Lieber Gruss
bendi