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Wechseljahre oder Nebennierenschwäche?
Verfasst: 21. September 2009, 15:51
von Cécile
ich bitte gleich vorab um Verständnis, dass ich als Anfänger so ein komplexes Problem bearbeiten möchte . . .
Vor über einem Jahr hatte ich schon mal so einen Anflug von Wechseljahresproblemen. Also ein bisschen Hitzewallungen und leichtere Schweißausbrüche. Dagegen hat mir mein selbst angesetzter Alchemilla-Auszug sehr gut geholfen.
So! Nun hab ich das Problem wieder, aber umso mächtiger. Erst dachte ich, da habe ich mich wohl vor einem Jahr zu früh gefreut, also wieder Alchemilla, dann noch Granatapfel, als das nicht half Diosgenin-Öl und Leber/Galle-Globuli. Phyto-Estrol hat nicht geholfen, musste ich absetzen weil ich allergisch reagiert habe.
Inzwischen dämmert mir aber, dass das alles vielleicht nicht wirklich hilft, weil es nur wie Wechseljahre ausschaut und sich so anfühlt, in Wirklichkeit könnte der jetzt über 3 Jahre anhaltende Dauerstress durch die Krebserkrankung meines Mannes bei mir zu einer Nebennierenschwäche geführt haben.
Wie bekomme ich dieses Hormonsystem wieder ins Lot? Ich möchte nichts nehmen, schon gar keine synthetischen Hormone oder Cortisol oder sowas. Außer mit diesen Hitzewallungen und den Schweißausbrüchen kämpfe ich jeden Abend so zwischen 10 und 1 auch noch mit einer geradezu todesähnlichen Müdigkeit. Das würde ganz gut zum Cortisolmangel passen, denn genau in dieser Zeit füllt der Körper diesen Speicher wieder auf. Ab ein Uhr morgens bin ich dann wieder fit.
Dann habe ich eigentlich keinen richtigen Appetit, esse aber stoisch alles was auf meinem Teller liegt auf, dementsprechend mieserabel fühle ich mich auch. Keine Energie, Körpergefühl Fehlanzeige, Libido total im Keller - da könntet ihr mir jetzt Brad Pitt schicken, ich würde mich umdrehen und weiterschlafen
Habt ihr einen Tipp
Ich dachte nämlich dass ich das dann mit meiner JSJ-Frau morgen im Termin durchspreche
dann kann sie mir auch gleich zeigen ob ich es "richtig mache"
LG
Britta
Re: Wechseljahre oder Nebennierenschwäche?
Verfasst: 21. September 2009, 19:14
von Somorai
Hallo Cécile,
das kenne ich gut. Hatte auch so für 1/2 Jahr zu kämpfen, bis ich dann doch für ca. 1 Jahr Hormone nahm, die mir bestens bekamen. Mein Frauenarzt hat sie mir verordnet. Doch ... ich hatte schon lange keine Blutung mehr.
Für die körpereigene Hormonausbalancierung (auch die für die Nebennieren) empfehle ich dir
1. den 2. Schritt aus dem Hauptzentralstrom: rechte Hand auf dem Schädeldach, linke Hand auf dem Nasenrücken so, dass alle Finger (der kleine liegt auf der Nasenspitze) auf dem Nasenrücken ruhen. Bleib ruhig 18 oder 27 Atemzüge drauf am Anfang.
2. für die Niere: Lege beide Hände immer wieder auf den rückwärtigen Rippenbogen am Ende. Auch das ist ein Griff, der hilft, schnell wieder zu Energie zu kommen.
3. Die große Umarmung: Linke Hand unter rechte Achsel, Daumen nach vorne, rechte Hand unter linke Achsel, Daumen nach vorne. Hier sind 36 Atemzüge eine wirkliche Empfehlung. Diese Sequenz gibt Energie zurück (auch bei körperlicher Anstrengung) und bringt wieder in die Mitte.
Ich wünsche dir viel Erfolg damit und ... nur wenn du es anwendest, kann es helfen
Liebe Grüße
Somorai
Re: Wechseljahre oder Nebennierenschwäche?
Verfasst: 21. September 2009, 19:17
von Christa
Hallo Britta,
gegen die Hitzewallungen kannst Du die SES 8 (Knie-Außenseite) probieren oder den Nabelstrom bzw. die Nabel-FE.
Re: Wechseljahre oder Nebennierenschwäche?
Verfasst: 21. September 2009, 21:13
von Subbamän
"Außer mit diesen Hitzewallungen und den Schweißausbrüchen kämpfe ich jeden Abend so zwischen 10 und 1 auch noch mit einer geradezu todesähnlichen Müdigkeit. Das würde ganz gut zum Cortisolmangel passen, denn genau in dieser Zeit füllt der Körper diesen Speicher wieder auf. Ab ein Uhr morgens bin ich dann wieder fit."
Hallo Cecile
hast du einen besonderen Grund, mit deinem eigenen Körper zu kämpfen?
Wie wärs zur Abwechslung mal, auf deine eigenen Signale zu lauschen und dir den Vormitternachtsschlaf zu gönnen?
Re: Wechseljahre oder Nebennierenschwäche?
Verfasst: 22. September 2009, 08:38
von Cécile
Danke für die Antworten . . . hab mir gleich einen Spickzettel gemacht und werde das nachher in meinem Termin mal ansprechen.
Wobei . . .
. . .
. . . Nabelstrom . . . nie gehört
Die 8 bearbeite ich ja schon seit einiger Zeit, mit mäßigem Erfolg. Ich denke aber auch dass man/frau bei so heftigen Beschwerden mehr tun muss. Hormone zählen für mich aber nicht dazu, und wie schon gesagt, das Problem hat nur vordergründig was mit den Wechseljahren zu tun. In Wirklichkeit ist es eine ganz tiefe Erschöpfung und dazu das Wissen, dass ich stressmäßig noch lange nicht den Höhepunkt erreicht habe . . . mit anderen Worten: ich weiß dass noch einiges vor mir liegt, das Tal der Tränen ist lang
Vormitternachtsschlaf - gute Idee
erst hab ich das zu schnell gelesen vorMITTAGSschlaf
und dachte, na toll, und wann soll ich arbeiten? OK, diesen Schlaf vor Mitternacht holt sich mein Körper ja indem er mich dazu zwingt, danach bin ich aber wieder fit und könnte ab 1 Uhr morgens Bäume ausreißen . .. irgendwie ist alles aus dem Lot. Wahrscheinlich auch das Ergebnis langjährigen Ignorierens meines eigenen Tages/Nacht-Rhythmus, bin ein Nachttier, lebe aber seit mehr als 12 Jahren den Rhythmus meines Mannes - morgens um 6 aufstehen, fit sein
Also ich werde berichten was meine JSJ-Frau dazu noch zu sagen hat.
LG
Britta
Re: Wechseljahre oder Nebennierenschwäche?
Verfasst: 22. September 2009, 10:28
von Rose
Liebe Britta,
Du schreibst:
Cécile hat geschrieben:In Wirklichkeit ist es eine ganz tiefe Erschöpfung
Nach Deinen Schilderungen könnte es sich um ein ausgewachsenes
Burn-out-Syndrom handeln, ausgelöst durch Deine Lebenssituation, die Du beschrieben hast (Anm.: Dies ist keine ärztliche Diagnose, sondern nur eine Vermutung meinerseits). Birgitta Meinhardt empfiehlt in ihrem Buch "Jin Shin Jyutsu für die Seele" bei diesem Gefühl, sich
den Mittelfinger zu halten.
Cécile hat geschrieben:in Wirklichkeit könnte der jetzt über 3 Jahre anhaltende Dauerstress durch die Krebserkrankung meines Mannes
Das ist in der Tat eine sehr große Belastung, nicht nur in emotionaler Hinsicht, für alle Familienmitglieder und Freunde. Dass dabei die Stresshormonprokuktion auf Hochtouren läuft, ist mehr als verständlich. Der Organismus möchte sich ja damit selbst helfen. - Akuten Schock oder
dauerhaften Schockzustand, zu dem Deine persönliche Lebenssituation zählt, kann man versuchen zu lindern, indem Du die
Großzehen hälst (alternativ SES 2 - Beckenkamm und SES 15 - Leistenbeuge).
(Quelle: Buch Felicitas Waldeck "JSJ")
Dieser Griff täte Deinem Mann im Übrigen vielleicht auch gut, meine ich.
Alles Gute Euch!
Rose
PS: Wenn der Tag-/Nachtrhythmus aus dem Lot ist, hilft der Zwerchfellstrom (Kurzgriff: Handfläche strömen). Auch den Nabelstrom kannst Du mit dem Strömen der Handfläche harmonisieren. Also, wie wär's mit Händchenhalten mit Deinem Mann vielleicht?
Re: Wechseljahre oder Nebennierenschwäche?
Verfasst: 22. September 2009, 10:45
von Rose
Somorai hat geschrieben:Hier sind 36 Atemzüge eine wirkliche Empfehlung.
Und wenn es schwierig erscheint, sich bewusst auf 36 Atemzüge in einem Stück zu konzentrieren, genügt es auch, immer mal wieder über den Tag
3 Atemzüge (bei sich selbst natürlich)
nur zu beobachten.
Der Atem / die Atmung ist etwas ganz Wirkungvolles! Etwas, was sehr zur Harmonisierung beitragen kann!
Rose