Na, bist du wenigstens richtig am Feiern?

Dann wird der Altersdurchschnitt in Baden-Baden ja mit deiner Dauerpräsenz jetzt leicht gesenkt
Das mit den Verträgen war nur eine Anmerkung und mögliche Erklärung zu den Schuldgefühlen, die du erwähnt hattest. Aus den Erfahrungen mit der Kinesiologie ist mir klar geworden, dass die meisten noch Gepäck mitschleppen. Klopft schon an, wenn es dran ist - keine Sorge!
Dadurch ist mir auch die Energie von Worten allgemein, aber besonders von Versprechen, Schwüren und Flüchen bewusster geworden. Das Thema ist nur sehr beladen und durch das Agieren der Kirche durch zwei Jahrtausende zu recht (zumindest verständlicherweise) zum Tabu geworden. Heißt für mich aber nicht, dass man es dabei belassen sollte. Eigene Schwüre z. B., die man anderen Menschen geleistet hat - und sei es noch so lange her - können eingefordert werden und Schuldgefühle auslösen, auch wenn es sich um erkennbar nutzlose Forderungen handelt. Die harmlose Variante ist der 'Deal mit Gott': "Lieber Gott, hole mich heil aus der Nummer raus, dann bete ich den Rest meines Lebens zwanzig mal am Tag den Rosenkranz!" (WEP hat Rosenkrieg geschrieben

). Macht u. U. auch leicht zwangsneurotisch, wenn man es mal vergisst, aber zumindest beharrt kein Mensch oder lichtvolle Macht auf Einhaltung. Anders kann es sein, wenn man sich die falschen Verbündeten ausgesucht hat (bei Goethe wären das "die Geister, die ich rief") - aber das muss jetzt nicht sein.
Für den ausgelagerten Seelenanteil gibt es ein berühmtes Beispiel: Rainer Maria Rilke hat in seinem 1909 veröffentlichen Prosawerk 'Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge' in Briefen an eine Freundin bekannt, dass er diesen Anteil seiner selbst als Figur des Buches quasi abgespalten hat, um selbst weiter leben und arbeiten zu können. Bezeichnenderweise endet das Werk symbolisch mit dem Gleichnis des verlorenen Sohnes, der heimkehrt - was die Reintegration eines Seelenanteils bedeutet.
Herzliche Grüße
Waldeule
Humor...
... ist der Knopf, der verhindert, dass einem der Kragen platzt - J. Ringelnatz -
... ist der Regenschirm der Weisen - E. Kästner-
... fängt damit an, dass man die eigene Person nicht mehr ernst nimmt - H. Hesse -