Es freut mich, Ihr lieben Mitströmerinnen,
wenn Euch Moniermotte gefällt bzw. versöhnt.
Es würde mir auch gefallen, wenn Niki Saint de Phalle, die Schöpferin der Figur, auf Ihrer Wolke sitzend über uns milde schmunzeln würde.
Bei Euren Bezeichnungen für das Bild musste ich auch lächeln, denn da schwanktet Ihr zwischen männlich (der Avatar, Nirbheeti) und weiblich (der Avatar ist vllt. die Lebenslotte-motte, Mona). Ein wenig erinnerte mich das an die Diskussion über die weibliche oder männliche Seite gestern bei den Hauptströmen.
Für Niki Saint de Phalle ist es tatsächlich DER, der Schutzengel. Allerdings gehört die Figur zu ihren Nanas. Über die steht geschrieben: "Mit ihren fröhlichen, volluminösen „Nanas“ wurde Niki de St. Phalle, anfänglich von Künstlerkollegen belächelt, weltberühmt. Sie stehen für lebensfrohe, befreite, selbstbewusste Frauen." Dieser Engel hängt heute in der großen Halle des Züricher Hauptbahnhofes. Das besondere an den Engelsfiguren, die Flügel sind nicht auf dem Rücken, sondern an den Oberarmen.
Ja, und vielleicht könnte ja so eine Moniermotte aussehen. Eine (+/-) Lebensfrohe, eine Befreite, eine Selbstbewusste. Eine, die andere schützt, aber auch die Wege sucht, sich selber zu schützen. Eine, die die Grenzen anderer achtet, aber die es auch gelernt hat oder lernt, bei anderen, wenn sie ihre Grenzen überschreiten, das zu monieren...
Vielleicht kennt Ihr ja Niki schon. Wenn nicht, im www gibt es sehr viele Quellen. Etwas ganz Besonderes ist der von ihr gestaltete Tarot-Garten in der Toskana. Guckst du:
http://www.nikidesaintphalle.com/germanFrameset.html
Langsam wächst mir die Moniermotte doch ans Herz (auch wenn mir die Lebensmottelotte sehr gut gefällt). Manchmal weiß man ja nicht, warum einem ein Wort in den Sinn kommt. Aber irgendwann kommt man an den Punkt, an dem man glaubt, kein anderes wäre passender gewesen.
Ich wünsche Euch noch einen guten Dienstag.