Liebe Cecile,
ich greif mal ziemlich genau einen Monat zurück mit diesem Zitat:
Außerdem bin ich der Meinung, dass es keineswegs reicht "nur" den Ankerschritt zu machen, sonst wären die Organströme doch schlicht überflüssig ich mache die Ankerschritte erst nachdem ich ausreichend Erfahrung auf diesem Gebiet gesammelt habe, insofern wäre es im öffentlichen Bereich eine unzulässige Verkürzung und eher eine Verfälschung von JSJ . . .
Ich habe Philomena damals so verstanden:
Wenn wir uns strömen, flutet mit der ersten Einatmung gereinigte kosmische Energie über das Starthilfekabel in den Stromverlauf. Nach 360 Einatmungen wird die gereinigte Energie dieses ersten Atemzugs wieder ausgeatmet und der Strom ist einmal vollständig mit ihr versorgt. Es heißt, für 360 normale Atemzüge braucht man etwa 20 Minuten.
Muss ich das glauben? Nö! Kann ich doch einfach ausprobieren!
Ergebnis: Wenn ich bewusst um mich herum atme, vorne runter – hinten rauf, brauche ich schon für 180 bewusste Aus- und Einatmungen 23 Minuten. Verändere ich den Atemrhythmus nicht bewusst, dann passt es: 360 Atemzüge in 24 Minuten. (Bin eben ein bisschen langsam...

) Waltraud Riegger-Krause spricht in ihrem Buch auf S.85 davon, dass 20 Minuten die
"Zeiteinheit" sind, in der die
"Lebensenergie einmal durch den gesamten Körper reist". Mitgeschrieben habe ich:
Text 1 auf S. 2, unter 5.:
Nach 360 Atemzügen atme ich die eingeatmete Energie wieder aus
Text 2 auf S. 61:
Nach 360 Einatmungen kommt der jetzige Atemzug wieder heraus (etwa nach 20 Min.)
Wenn der Verstand einem nicht glauben will, dass dieser einfache Griff so viel bewirkt, kann ich ihn ja ebenfalls durch einen Selbstversuch mit ins Boot holen. Bei mir lief das so:
Beim Pulsefühlen zeigt sich der 10er-Strom. Weil ich für SES 10 einen Ersatzgriff machen müsste, entscheide ich mich für die Variante "Atmung", und halte 20 Minuten lang den ersten Griff. Danach sind die Pulse schön gleichmäßig und fühlen sich seidig an. Diese Möglichkeiten hat man aber nur nach 5-Tage-Kursen zur Verfügung, wo man auch lernt auf die Pulse zu lauschen.
Mary weist in den Selbsthilfebüchern geradezu eindringlich darauf hin, dass man unbequeme Griffe auslassen darf, ja dass dies sogar unserer
"individualisierten" Kunst entsprechen kann, z. B. Shb 1, S. 45:
Auch hier brauchen Sie nur die Schritte anzuwenden, die Ihnen besonders angenehm sind, denn eben diese bilden vielleicht die "veränderte" oder "individualisierte" Sequenz, die Ihr Körper gerade braucht.
Zur
"unzulässigen Verkürzung" (Ein bisschen mehr Begründung als nur deine Meinung hätte ich bei einem solchen Vorwurf schon ganz gerne aus deinem JSJ-Verständnis gehabt.):
Mitschrift in Text 1 auf S. 16:
Seitenklammer für 1. Schritt, Mitschrift daneben: Hauptsache
Seitenklammer für 2. – 7. Schritt, Mitschrift daneben: dynamische Helfer. (Matthias damalige Übersetzung, später übersetzte er das auch mal als „kraftvolle Helfer“.)
Liebe Cecile, das ist für dich vielleicht besonders interessant, die du als Künstlerin deines eigenen Weges erst mal jeweils die gesamte Sequenz erforscht hast. Wer will denn auf Helfer verzichten, die er/sie dank 5-Tage-Kurs schon hat? Aber wenn ich diese Helfer nicht habe? Wenn das Geld für einen 5TK fehlt? Da muss ich mir eben anders helfen und werde zum Glück auch nicht allein gelassen:
1997 wurden in „Heilende Berührung“ von Alice Burmeister (Marys Schwiegertochter) und Tom Monte zwar die Zeichnungen der Organstromverläufe und sogar ihre Beschreibungen veröffentlicht, aber auch hier nur der Anfangsgriff gegeben, ebenso wie Waltraud (5TK-Lehrerin) 2004 auch für jeden Organstrom nur den Anfangsgriff angibt. Dass diese drei Menschen
eine unzulässige Verkürzung und ... Verfälschung von JSJ
an Anfänger herausgeben, kann ich mir nun wirklich nicht vorstellen! Dein Vorwurf würde sich dann nämlich auch gegen sie richten.
Waltrauds Antwort auf Monas diesbezügliche Frage wirft aber noch ein ganz anderes Licht auf diese Anfangsgriffe: Sie sind auch sicherer. Das wusste ich bisher nicht. Mir ist der Anfangsgriff ein wunderbarer, im Alltag leicht praktikabler Weg geworden, über den ich mich freue. Aber im Gegensatz zu Mona und in Übereinstimmung mit dir, gebe ich mir fast immer den ganzen Strom, wenn möglich auf beiden Seiten. Vorteil des Ruhestandes.
Und ist es nicht interessant, dass dieselbe Diskussion im Sternzeichen Fische wieder am 20., 21., 22. auftaucht? Wenn wir sie jetzt nicht im Wasser des Fische-Zeichens auflösen, schleppen wir sie in den nächsten Umlauf mit.
Lieben Gruß!
Nirbheeti