Liebe Amélie
liebe "Mitströmer"
Tut mir leid, dass ich mich so kommentarlos verkümmelt habe. Das wollte ich eigentlich nicht. Ich hab aber im Moment einfach wenig Zeit, weil die ganze Geschichte für mich doch recht aufwendig ist, auch wenn es nur ein paar Zeilen jeden Tag sind. Allerdings wollte ich die täglichen Beiträge zur Kur zum Monatsende ohnehin einstellen.
Ich hatte am Fastnachtssonntag, 23.02 in den Mittagsnachrichten gehört, dass man in Italien weit über hundert infizierte festgestellt hat auch erste Todesfälle - mit unübersehbarer Dunkelziffer. Damals war ich mir sicher, dass uns die Sache und die Ohren fliegt. Ich hab dann am 1. März diesen Thread aufgemacht, um mal zu sammeln, was die Gemeinschaft des Strömforums so zusammenbringt.
Mitte März hatten wir dann eine Diskussion über einen interessanten Beitrag von Nirbheeti. Dabei hat mich Amelies Überlegung, dass Leute unter uns ohne Textbuch den Gedanken haben könnten, es entgehe ihnen ein besonders wichtiger Strom, auf die Idee gebracht, dass wir uns vielleicht mehr der Selbsthilfe zuwenden sollten. Kurz darauf hatte ich die Mail David gelesen, in der es um die Ankündigung der Absage aller Kursveranstaltungen ging, der dann noch sinngemäß sagte: „Kümmert Euch um die Selbsthilfe!“
Danach hatte ich Zweifel, ob der Thread, so wie ich ihn eröffnet hatte, überhaupt einen Sinn hatte, zumal wir ja Organströme und andere Spezialitäten aus den Textbüchern nicht einfach verbreiten sollen. Hinzu kam, dass ich mir für mich selbst überlegt habe, dass ich mehr und systematischer strömen sollte und von all dem, was wir gelernt haben, mehr anwenden.
Meine Lösung für das „was mach ich denn jetzt, wann und wie“ war, mehrere Zeiträume am Tag anzusetzen, um alles aus der Selbsthilfe durchzuprobieren (den ganzen Werkzeugkasten abzustauben und aufzuräumen und zu festigen) damit ich, falls ich irgendwo auf einer Krankenstation lande, alles im Kopf habe und alles strömen kann, auch wenn ich meine Unterlagen oder die Lesebrille vergessen habe. Und wenn ich diesen Plan für mich mache, kann ich ihn ja auch hier mit Euch teilen, damit wir alle mal wieder Haupt-, Betreuer-, und Vermittlerstrom, die Hausmeister-Ströme und die Mudras geströmt haben, die Einstellungen harmonisiert, unserer Finger durchgeströmt, die Ankergriffe für die Organströme, die besonderen Sequenzen der Selbsthilfe und schließlich auch alle SES gepflegt und damit auch mal wieder in der einen oder anderen staubigen Ecken unseres „uns selbst Kennen- und Helfenlernens“ vorbei gekommen sind.
So haben wir das jetzt fast 40 Tage (eine Quarantäne-Zeit) gemacht. Eigentlich wollte ich schon nach 2 Wochen aufhören, weil ich fürchtete, Euch zu langweilen oder zu bevormunden. Aber dann hatten wir täglich über 400 Aufrufe des Themas und ich hab bei mir selbst festgestellt, dass ich morgens zum Aufstehen und abends zum Schlafen gehen, aber auch bei sonstigen Unterbrechungen immer die Frage im Kopf hatte: „Was strömen wir den jetzt?“
Ich hoffe es geht Euch allen gut, und Ihr seid guten Mutes. Bei aller Furcht, die ich aus guten Gründen immer noch habe, bin ich beeindruckt, mit welcher Entschiedenheit und Präzision Staat und Gesellschaft auf diese unglaubliche Herausforderung reagiert haben und mit dem Runterfahren ganzer Volkwirtschaften und Gesellschaften und der drastischen Reduktion des Lebens eine denkbare noch viel dramatischere Entwicklung bisher vermeiden konnten.
Bleibt gesund und lasst keine staubigen Ecken zurück.
