Schlafen lernen

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Andrea
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Schlafen lernen

Beitrag von Andrea »

Hallo Ihr Lieben,

ich möchte, dass mein Jüngster (10 Monate) alleine einschläft. Im Moment ist es so, dass ich ihn stillen muss, damit er schläft, d.h. also auch nachts, wenn er ca. 5 mal wach wird, muss er gestillt werden, damit er weiterschläft. Er soll zusammen mit seinem Bruder in einem Zimmer schlafen, wäre also nicht allein.

Er ist sehr anhänglich. Ich kann oft auch tagsüber nicht mal aus dem Zimmer gehen, ohne dass er anfängt zu weinen (eher brüllen), geschweige denn, ich lege ihn in sein Bett. Wenn er aufwacht, fängt er meistens auch gleich an zu weinen. Außerdem ist er sehr auf mich bezogen, da mein Mann nur am Wochenende zu Hause ist. Essen möchte er nicht so richtig, er trinkt lieber aus der Brust.

Ich hatte mich für die sog. Ferber-Methode(hinlegen, rausgehen und nach ein paar Minuten wieder reingehen usw.) entschieden, die wir in ein paar Tagen beginnen wollten. Im Buch liest sich das ganz toll, nach ein paar Nächten schlafen die Babys von alleine. Allerdings sehen die Kommentar in Internet-Foren anders aus. Da wird von psychischen Schäden gesprochen, viele Kinder haben hinterher schlechter geschlafen als vorher, einige haben die Brust und auch Essen verweigert und offensichtlich die Mutter auch tagsüber abgelehnt.
Hat da das kindliche Vertrauen gelitten?
Ich bin jetzt natürlich unsicher, ob ich nicht mehr Schaden anrichte als Gutes tue (die Kinder sollen nach erfolgreichem Schlafen-Lernen auch tagsüber selbständiger werden).

Wie kann ich Eurer Meinung nach den Lernprozess (ich werde evtl. eine Methode versuchen, bei der ich meinen Kleinen nicht alleine im Zimmer lasse - glaube aber, dass es für mich noch schwerer wird, ihn nicht hochzunehmen, wenn er so jämmerlich weint) evtl. mit JSJ unterstützen?

Eure Andrea
Das ist meine PERSÖNLICHE Meinung und Sichtweise. Bitte hinterfragt sie und entscheidet selbst, welche Aussagen Ihr annehmt und welche Ihr nachprüft. Wenn Ihr auf falsche Darstellungen meinerseits stosst, korrigiert mich bitte. Ich lerne gerne :)
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chris
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Beitrag von chris »

Liebe Andrea,

besonders meine Tochter (das ältere Kind) war so, wie Du Deinen Sohn beschreibst, allerdings nur bis etwa zum 4./5. Monat Ich habe es durchgestanden bis ich keine "Lust" mehr hatte, dann bin ich nicht mehr sofort zu ihr hin, wenn sie geweint hat und oft hat sie nach wenigen Minuten Ruhe gegeben und hat einfach weitergeschlafen. Ich habe (allerdings erst später) gemerkt: als ich selber nicht mehr bereit war, ständig meine Bedürfnisse zurückzustecken, da hat auch meine Tochter Ruhe gegeben. Und das ist der Knackpunkt. Das war immer in der Kindererziehung so: Alles, was ich wirklich nicht wollte (ohne wenn und aber), das haben meine Kinder auch nicht gemacht oder nicht lange gemacht. Überall, wo ich im Zweifel war (oder jetzt noch bin), da haben sie meine Gefühle gespürt und da hatten sie das Sagen. Wenn Du hinter der Ferber-Methode nicht bedingungslos stehst, versuche sie garnicht. Es wird nicht funktionieren. Werde Dir lieber über Deine eigenen Gefühle klar und sobald Du wirklich Deinen Sohn nachts nicht mehr stillen willst, dann wird er es akzeptieren. Abgesehen davon, solltest Du ihn eigentlich auch nicht stillen, denn dann wird er eigentlich überfüttert und wacht vielleicht später wieder auf, weil er Bauchweh hat. Ich habe das aber früher auch genauso gemacht wie Du, einfach weil ich nicht wollte, dass mein Baby schreit. Erst nach fast 12 Jahren weiß ich es besser.
Wenn Dein Sohn das nächste Mal nachts schreit, nimm ihn doch einfach halb liegend auf den Schoß, wenn Du dabei seinen Kopf stützt, strömst Du automatisch die Energiepunkte 4, die entspannen und vielleicht legst Du die andere Hand vorne auf seine Rumpfmitte. Da strömst Du unter anderem auch die Energiepunkte 14, Ränder der Rippenbögen, die u.a. bei Schlafproblemen helfen. Für Dich selber wäre die Mittellinie gut, wenn Du Zeit hast. Oder ströme Dir den Ringfinger fürs "Loslassen".
Vielleicht hilft es Dir auch zu wissen, dass solche Probleme immer nur eine relativ kurze Zeit andauern und sich meistens von alleine lösen.

Ich wünsche Dir ganz viel Kraft, denn die braucht man als Mutter. Aber andererseits geben einem die Kinder auch ganz viel Kraft, oder?

chris
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Andrea
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Beitrag von Andrea »

Liebe Chris,

ganz lieben Dank für Deine Antwort.
Ich weiß, was Du damit meinst, dass ich es richtig ernst meinen sollte. Ich kenne das von meinem Ältesten. Als ich zu "ernsten" Maßnahmen bereit war, habe ich ihm gute Nacht gewünscht, bin aus dem Zimmer gegangen und es war Ruhe (vorher habe ich jeden Abend ewig vor seinem Bett gesessen und seine Hand gehalten oder ihn versucht zu beruhigen)! Kaum zu glauben, das es nur mit der inneren Einstellung zu tun hatte, muss aber so gewesen sein.
Allerdings war er da schon über 2 Jahre alt und ich war ausgelaugt, mutlos, unzufrieden und unser Mutter-Kind-Verhältnis hatte definitiv schon gelitten. Bei einem kinesiologischen Test wurde bei mir nur noch eine Lebensenergie von 20-25% gemessen, was nahe an einer Depression liegt.
Ich kann mir jetzt nicht mehr vorstellen, die Ferber-Methode durchzuziehen. Ich weiß, dass ich mit dem Loslassen Probleme habe und das das auch ein "Thema" meines Jüngsten ist. Also werde ich mal daran arbeiten. Auf jeden Fall ist mir auch noch mal bewusst geworden, dass ich auf meine innere Stimme hören muss, nicht auf die von außen!

Danke für die Strömtips, ich werde sie probieren.

LG
Andrea
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Lottchen
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Beitrag von Lottchen »

Hallo Andrea,
ich habe als Strömtipp noch die 25 und 26. Beim "Auf-den-Arm-nehmen" kannst Du wunderbar mit der einen Hand unter die Achsel und mit der anderen unter den Po von Deinem Sohn greifen.

Viel Erfolg!
Gruß
Lottchen
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chris
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Beitrag von chris »

Liebe Andrea,

denke auch mal an das Loslassen: Ströme DIR so oft wie möglich den Ringfinger und probiere es mal mit dem Strömen der Dickdarmenergie (Kurzgriff im Buch von W. Riegger-Krause!)
Ich muss immer wieder diese Punkte strömen, denn mir fällt das Loslassen auch enorm schwer. Das Strömen hilft aber immer enorm!
Grüße
chris
Sandra
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Beitrag von Sandra »

Hallo ihr Lieben,
sorry, hab mich schon länger nicht mehr gemeldet, da für mich dieses Thema aber auch demnächst aktuell wird, ( werde im November Mama )habe ich mir dazu auch schon Gedanken gemacht.
Was ich sehr oft gelesen habe, gerade in neuesten Untersuchungen, das gerade ganz kleine Kinder die vielen neuen Eindrücke die täglich auf sie zukommen noch gar nicht richtig verarbeiten können. Da sie vieles nicht verstehen, überfordert und gestresst werden, drücken sie dies, wie sollten sie es auch anders in Weinen aus. Schützen kann man sie natürlich kaum vor diesen vielen Einflüssen die sie stressen. Doch ich denke man kann sie beruhigen und ihnen helfen in dem man ihnen immer wiederkehrende Rituale anbietet die dann ein Vertrauen aufbauen.
Hier sind bestimmte Rituale fürs ins Bett gehen und schlafen, sowie eventuell auch Rituale für Essenszeit oder auch mal "Mamaauszeit" möglich. Diese Rituale schaffen etwas beständiges, verlässliches, was etwas bestimmtes auslöst (zB. schlafen) und schaffen vertrauen.
Liebe Andrea Du schreibst Das Du Deinem Kind die Hand gehalten hast. Da hast Du eine ganz wunderbare Jin Shin Jyutsu Kombination angewandt die euch beiden sehr hilfreich sein kann. Durch das zusammenlegen der Handinnenflächen strömst Du die Handmitte,als auch die einzelnen Finger. Somit strömst Du vorallem das innere Gleichgewicht, die innere Harmonie und eben dies schafft vertrauen. Und ich denke ein gutes Vertrauen ist doch eine sehr gute Basis um langsam loszulassen.
Liebe Grüße und alles Gute für Dich und Deine Kinder
Sandra
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Andrea
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Beitrag von Andrea »

Hallo Sandra,

lieben Dank für Deine moralische Unterstützung. Ich habe für Dich auch noch eine Tip: Brigitte Hannig (Hebamme) hat eine Broschüre über die "Tränenreiche Babyzeit" geschrieben, die ich sehr gut finde. Darin ist erklärt, warum Babys schreien, wie man damit umgehen kann und dass man sie nicht unbedingt immer davon ablenken sollte, sondern dass man sie (in unserem Arm oder auf unserem Schoß) "aussprechen" lassen und ihm "zuhören" sollte und ihnen kein "du brauchst doch nicht zu weinen", sondern "alles ist gut" mitgeben kann.
Infos findest Du auf www.bdh.de

LG
Andrea
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Sandra
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Beitrag von Sandra »

Hallo Andrea,

danke für den Tipp. Die Seite ist übrigens im ganzen sehr interessant.
Liebe Grüße
Sandra
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Andrea
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Beitrag von Andrea »

Hallo Ihr Lieben,

seit zwei Tagen lernt mein Kleiner (jetzt schon 13 Monate) alleine einzuschlafen. Da die Kindergartenzeit näher rückt und ich bald wieder arbeiten gehe, ist ein gewisser - in diesem Fall positiver- Druck da. Und siehe da, mit der richtigen inneren Einstellung (die sich natürlich auch durch die äußeren Umstände eingestellt hat) und mit dem Strömen des Ringfingers, das ich seit einiger Zeit immer mal wieder mache :) geht das im Moment ganz gut. Ich bleibe neben seinem Bett ruhig sitzen, kann sein zeitweises (lautstarkes) Protestieren sehr gut aushalten, atme tief und so laut, dass er es hören kann. Ich glaube, dass Atmen ist für ihn wichtig zu hören, das kennt er ja, weil er sonst neben mir geschlafen hat.
Soweit ein kurzer Zwischenstand von uns.

LG
Andrea
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