Müdigkeit, Erschöpfung, Frust - Menschen >50 bis hohes Alter
Verfasst: 18. März 2014, 18:25
Danke für die Hinweise an ate und Christa - voila - geübt und geschafft:
Thread ist neu und platziert. Dieser nachfolgende Überlegungen gingen voraus. Vielleicht mag noch jemand seine Sicht, einen Aspekt, dazu beitragen?
LG Mandala
Thread ist neu und platziert. Dieser nachfolgende Überlegungen gingen voraus. Vielleicht mag noch jemand seine Sicht, einen Aspekt, dazu beitragen?
LG Mandala
Mandala hat geschrieben:Nirbheeti hat geschrieben: plötzlich weggewischt von der Überlegung: "Und wenn er/sie das nun nicht tut, weil er/sie es nicht kann? Weil die Kraft fehlt?"
Plötzlich waren Verstehen und Liebe im Spiel und der/die Betreffende durfte bleiben, wie er/sie jetzt gerade ist.
Eigentlich hast du es schon verstanden, dass er nicht so kann, wie ihr wollt. Vermutlich kann er nicht mal so, wie er will. In der 5. Tiefe entsteht diese tiefe Ermüdung durch all die nicht erledigten Themen in den vorausgegangen Lebensaltern.
Wenn wenigstens eine sich und ihm "gestattet" müde zu sein und nicht von sich und ihm verlangt, anders zu sein, dann nimmst du ihm und dir eine große Last ab.
Es ist, wie es ist. Wenn du nicht mehr durchhalten kannst, wirst du auch Hilfe bekommen. Gut, dass du hier ablädst, wo es niemandem weh tut.Danke Nirbheeti fürs erinnern an diesen Aspekt! Allzuleicht wird es nämlich übersehen, dass bei so einer tiefen Erschöpfung und Ermüdung gar nicht mehr die Energie bereitgestellt werden kann. Habe selber durch einen Hinweis einer JSJ Lehrerin diesen entlastenden Aspekt sehen können und erfahren dürfen, dass es manchmal not tut, und wie es sich anfühlt auswirkt, sich strömen zu lassen. Dabei sich selber von allen anderen Dingern zurückzuziehen, zurückzuhalten, zurückzunehmen - zunächst auch sich um sich Selbst zu kümmern um dann wieder Leistungsfähig zu sein, auch für Andere, Anderes...
Manchmal denke ich auch dass so viele alte Menschen deshalb so depressiv werden, weil sie sehr ent"täuscht" sind, dass die in ihrer Kindheit erlernten Glaubenssätze einen anderen Stellenwert haben, oder auch schon mal so gar nichts mehr heutzutage gelten und sie die einstig geltenden immateriellen Werte als wertlos erleben...
wie udn wo sollen sie denn dann bei der geleisteten Arbeit und der oft auch überbemühten und angestrengten verzichtreichen Leistung, die sie auch für den Aufbau und Wohlstand in dem wir jetzt leben vollbrachten Anerkennung finden?
Dies in der veränderten Welt, wo sie nicht mehr das finden, wovon sie ausgingen, dass es sich lohnt dafür zu leben? Für ein Miteinander und ein Füreinander, die Alten für die Jungen, die Jungen für die Alten? Die Welt ist für diese Generation mit dem was sie als Kinder in einer Familie und in einer Gemeinschaft erlernten - oft restlos auf den Kopf gestellt.
Es kränkt und verletzt, wenn sie dann abgeschoben und missachtet werden ausrangiert und nicht das erfahren dürfen, was Wertschätzung, Respekt, Achtung und Würde auch im Alter ausmacht.
Sie konnten doch selber gar nicht ausruhen, langsam machen, auf sich achten - es war ackern, arbeiten, kümmern, anstrengen angesagt. Sie haben es nie gelernt und auch nicht erlaubt bekommen, sich selber deshalb auch nicht erlaubt und müssen mühsam lernen es anzunehmen, sich zu gestatten es selber nun besser zu haben - und können es oft so ganz und gar nicht. Ein Leben lang und viele Leben davor war es anders "richtig". Das bringt sicherlich auch so einiges an Emotionen und Gefühlen mit sich.
Die "Mordswut" gegen alles aber dann halt auch gegen sich gerichtet zehrt macht depressiv und aussichtslos... doch es gibt gute Wege genau da herauszufinden im Miteinander des Strömens sich zu unterstützen - ohne dass einer sich "gebend aus dem Fenster lehnen" müsste. Dies funktioniert mit dem bei sich bleiben und selber atmen während des strömens. Es geht nur um das bereithalten der Hände als Startkabel. Am Auto geht deshalb der Motor des batteriegebenden Wagens auch nicht aus - oder fliesst gar was weiss ich wohin. Es ist ein zur Verfügung stellen. Allerdings ist zu respektieren, wenn jemand aus welchen ureigenen Gründen mal nein sagt, ich kann jetzt nicht. Vielleicht kann ja dann ein Anderer oder etwas anderes ist hilfreich.
Mich würde es echt interessieren wie Ihr dies seht, wie Ihr über die Generationenzusammenhänge udn die damit verbundenen -einstellungen erlebt, fühlt, denkt...?
Meiner Meinung nach tut es echt not umzudenken - wir werden alle älter und gestalten unser Leben, auch das in zwanzig, dreissig Jahren mit. DAnn wenn wir selber zu wackelig sind um uns vielleicht abzulenken, konsummässig uns glücklich zu kaufen oder was auch immer derzeit noch eine Ersatzbefriedigung ob bewusst oder unbewusst darstellen könnte.
Geduld ist eine gute Gabe.
Im JSJ können wir sie über das Halten von ES 17 einladen.
Viel Geduld und Umsicht im Miteinander - wünscht ich mir und Euch,
herzlich Mandala