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Re: Verdacht auf FSME
Verfasst: 31. Mai 2013, 22:05
von Nirbheeti
Lieber einsuchender,
ich bin tatsächlich froh, dass du Entwarnung gibst. Dann hast du unsere Tipps im öffentlichen Bereich gelesen, ohne dich anzumelden? Ist natürlich das Einfachste, wenn man so schlapp ist. Für mich war es ein komischer Schwebezustand, wo die Sorge sich breitmachen wollte, aber etwas in mir trotzdem wusste: In Lebensgefahr ist er nicht! Gut zu wissen, dass ich dem Gefühl trauen kann.
Lieben Gruß und weiter gute Besserung!
Nirbheeti
Re: Verdacht auf FSME
Verfasst: 5. Juni 2013, 15:39
von Cestca
Hallo
Ich möchte zur Ergänzung dieses Threads zum Thema Zecken auch noch meinen Senf dazu geben: Mehrere haben hier geschrieben, man merke früher oder später, wenn sich eine Zecke festgebissen habe (Jucken, Kribbeln, "etwas stimmt nicht" etc.). Darauf darf man sich nicht verlassen, denn dies trifft bei weitem nicht für alle zu.
Ich selber hatte bisher schon mindestens fünf Zeckenbisse, und keinen davon habe ich gespürt. Alle habe ich mehr oder weniger zufällig von Auge entdeckt. Kein Jucken, kein Kribbeln, kein Stechen, gar nichts, auch nicht bei solchen, die wohl schon einige Stunden an mir dran waren, und auch keinerlei Reaktion auf die Bisse im Nachhinein. Während mir sämtliche Mückenstiche stark anschwellen und jucken, scheine ich auf das Verdünnungsmittel der Zecken überhaupt nicht zu reagieren.
Dazu passt, dass ich vor vielen vielen Jahren im Biologieunterricht mal gelernt habe, dass die Mehrzahl (!) der Zeckenbisse unbemerkt bleibt. Sehr viele Patienten mit FSME oder Borreliose wissen nichts von einem Zeckenbiss.
Selber bin ich gegen FSME geimpft, da ich in einem verseuchten Gebiet wohne und in meinem Umfeld mehrere schwere Erkrankungen miterlebt habe.
Allgemein gilt jedoch bei einem Zeckenbiss: Ruhe bewahren. Nur ein kleiner Teil der Population trägt die Borreliose oder die FSME in sich; dann muss es überhaupt noch übertragen werden, und nicht zuletzt haben wir noch ein Immunsystem, welches eine solche Übertragung durchaus auch mal im Keim erstricken kann. Treten jedoch in den Tagen oder Wochen nach einem Biss Symptome auf, dann sofort ab zum Arzt.
Gruss
Cestca
Re: Verdacht auf FSME
Verfasst: 5. Juni 2013, 17:38
von Cécile
Ergänzend dazu fällt mir noch ein, es gibt Sets - ich glaube über die Apotheken zu beziehen oder halt im Internet - da kann man die Zecke, die einen gebissen hat, analysieren lassen. Dann weiß man zweifelsfrei, ob man sich zum Arzt begeben muss oder nicht, denn die meisten Symptome sind sehr allgemein und sie treten auch nicht unbedingt sofort auf. Auch die ringförmige Rötung bei Borreliose muss nicht immer deutlich erscheinen.
Ansonsten VORBEUGEN ist die beste Medizin. Ich kaufe mir das ätherische Öl vom Zitroneneukalyptus - eucalyptus citriodora - gibt es von Primavera, und davon mische ich mir einige Tropfen in eine neutrale Lotion, fertig ist das hausgemachte Repellent
Re: Verdacht auf FSME
Verfasst: 10. Juni 2013, 23:07
von Nirbheeti
Habe heute erlebt, was ich schon öfter gehört habe und nie glauben wollte, nämlich dass sich Zecken mit einem Griff entfernen lassen. Es war der krönende Abschluss der Aktion JSJ-Themenkurs in Bayreuth.
Heute morgen entdeckte ich beim Duschen eine Zecke. Dank Cestcas Beitrag hier keine Panik.
Cestca hat geschrieben:Ruhe bewahren. ... und nicht zuletzt haben wir noch ein Immunsystem,...
Rückfahrt also mit Umweg über die nächstgelegene Arztpraxis. Bei jeder Gelegenheit
linke Hand über die Zecke, rechte Hand quer drüber. Gut, dass ich nur Beifahrerin war! Kurze Wartezeit, dann wurde ich ins Labor gerufen. Ich entblöße die Stelle und - die Zecke ist weg!!! Einfach weg!!! Verblüffung, Gelächter, Suche: Irgendwo muss die doch sein! Nicht dass sie sich woanders festsetzt! Und da saß sie, hübsch schwarzglänzend anzusehen, und krallte sich im weißen Gewebe fest.
Cestca hat geschrieben:...mein weißer Kater Mika ... ist mit seinem weißen Fell der Zeckensammler schlechthin. Auf diese Farbe springen diese Biester geradezu an.
Auf der Rückfahrt nach Norddeutschland hatte ich dann ausreichend Zeit, mit der 1. Korrektur noch was für mein Immunsystem zu tun.
Also auch von mir ein herzliches Danke für die Tipps!
Nirbheeti
Re: Verdacht auf FSME
Verfasst: 16. Juni 2013, 17:38
von Momabo
Hallo ihr alle,
ich hatte heute morgen auch ein Erlebnis mit einer "Mikro"zecke

morgens beim Aufwachen hats in der Kniekehle gejuckt, ich verdreh mich zum hinschauen hm rote Stelle, schwarzer Punkt... hab meinen Mann gebeten mal nachzuschauen, er bräuchte eine Brille, wolle jetzt aber erst duschen... naja hab ich mir gedacht, dann halte mal die Hände drüber, rechts auf links ca. 2 Minuten, dann hab ich Kaffee gemacht, geduscht... Männe gekommen, und was jetzt? vorher war noch ein schwarzer Punkt da (nach dem Duschen) aber jetzt juckt es auch nicht mehr... er: da ist doch nix, das haste dir nur eingebildet grrrrrrrrrrr nö hab ich gesagt, weggeströmt
Wird jetzt ein Griff für die Hausapotheke
glg Mona, die heute(!) das erste Mal beim Baden war...
Re: Verdacht auf FSME
Verfasst: 17. Juni 2013, 13:46
von Varina
Hey Mona!
Wo bist du schon wieder herumflaniert, damit du dir ein Haustierchen zulegst

,
aber das hast du gut gemacht!!! Zecken kann man so herausholen, manchmal dauert es ca. 1 1/2 - 2 Stunden, je nachdem wie sie sich festgebissen hat und es ist die schonendste Art.
Am Wochenende habe ich bei einer Kräuterwanderung gelernt, dass man sofort auf die Bissstelle zermantschten stinkenden Storchenschnabel drauf tun soll, damit keine Entzündung(Borreliose) entsteht.
Gruß von Varina, die gerade eine große Schüssel Erdbeeren vor sich hat

..hmmmmmmmmmm
Re: Verdacht auf FSME
Verfasst: 17. Juni 2013, 21:58
von Ernestine
Stimmt, Varina, Du warst ja auf einer Kräuterwanderung. Wie war es diesmal?
@ all: Hat einer von euch schon einmal mit rechte auf linke Hand den abgerissenen Kopf einer Zecke rausgeströmt? Müsste doch auch funktionieren. An der Strömzeit müssen wir allerdings noch arbeiten. 2 Stunden finde ich sehr lange, für so ein winziges Viecherl

.
Gute Nacht
Tina
Re: Verdacht auf FSME
Verfasst: 17. Juni 2013, 22:35
von Momabo
Varina hat geschrieben:Hey Mona!
Wo bist du schon wieder herumflaniert, damit du dir ein Haustierchen zulegst

,
Gruß von Varina, die gerade eine große Schüssel Erdbeeren vor sich hat

..hmmmmmmmmmm
Ich bin unschuldig, da gibt es so schwarze Katzen in der Umgebung, die schütteln sich und schwupps, fliegen da so Mikrozecken in der Gegend rum, hatte einen Tag vorher schon 5 Schläge gebraucht, bis ich so ein kleines Ding kaputt bekommen habe.... grrrr
schon wieder Erdbeeren??? Wenn du nicht aufpasst, siehst du auch bald so aus, wie eine > rot und streuselig mit schwarzen Punkten...

kann mir jetzt wieder nicht passieren...
Grüßle Mona
Re: Verdacht auf FSME
Verfasst: 18. Juni 2013, 15:57
von Cestca
Hallo
Momabo hat geschrieben:hatte einen Tag vorher schon 5 Schläge gebraucht, bis ich so ein kleines Ding kaputt bekommen habe.... grrrr
Kann man die, wenn noch nicht blutgefüllt, kaputt bekommen? Das habe ich noch gar nie versucht, das erschien mir derart aussichtlos. Ich spüle die die Toilette hinunter.
Als früher mal unser damaliger grosser, zum Glück heller Hund offenbar durch einen Busch voller Zeckennester gelaufen war, suchten wir ihn zu zweit während fast zwei Stunden Zentimeter für Zentimeter ab und klaubten über 50 herumkrabbelnde Zecken aus seinem Fell (er genoss die ausgiebige Krauleinheit sehr!) und spülten die alle die Toilette runter. Danach hatten wir Horrorvorstellungen von einer Masse von Zecken, die wieder das Rohr hochklettern und sich beim Toilettengang in den Hintern festbeissen
Zurück zum Thema: Ich hätte nicht den Nerv, eineinhalb Stunden lang die Hände über ein Zeckenvieh zu halten, sondern würde dies schnellstmöglich auf klassischem Weg mit der Pinzette entfernen. Immerhin heisst es, je länger sie dran sind, desto grösser ist die Gefahr der Übertragung von allfälligen Erregern. Dass der Kopf abreisst, kann zwar passieren, ist aber eher selten und v.a. in der Regel auch nicht weiter tragisch.
Gruss
Cestca
Re: Verdacht auf FSME
Verfasst: 19. Juni 2013, 12:30
von Blueberry
Hallo zusammen,
Beim Tierarzt oder in der Apotheke gibt es ja auch für wenig Geld so kleine Zeckenhaken oder eingeritzte Pappkärtchen , mit denen man die Viecher einschliesslich ihres Kopfes schwupps herausdrehen kann.
Was man damit machen könnte, wenn man eine grössere Menge hat: Verbrennen, die Asche eine Stunde lang im Mörser dynamisieren, dann 8 Mal homöopathisch verdünnen. Mit der Lösung alles einsprühen, wo man keine Zecken haben möchte (z.B Garten, Hund, Hosenbeine...).
Diese Methode wird im Biodynamischen Landbau oft verwendet, wenn es Probleme mit Ungeziefer gibt.
Grüssle
blueberry
Re: Verdacht auf FSME
Verfasst: 19. Juni 2013, 21:34
von Varina
@ mona
lieber ROT als TOT
also bei uns sind die Erdbeeren rot mit gelbgrüne Kerne, ich weis nicht was ihr im Allgäu für eine Sorte mit schwarze Punkte habt
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Die Erreger, die sich bei einer infizierten Zecke in ihrem Darmtrakt befinden, werden nicht unbedingt sofort, sondern mitunter erst während des Saugaktes nach einigen Stunden (bei der Borreliose zum Beispiel in der Regel 8 bis 24 Stunden nach dem Einstich) auf den Menschen übertragen. Deshalb ist eine möglichst rasche und vorsichtige Entfernung einer Zecke dringend angeraten
Wikipedia
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Also ich bevorzuge nach wie vor, die Zecken (beim Menschen) mit rechts auf links zu entfernen, da ich nicht der Zecke auf dem Darm drücke, und sie nicht die ganzen Viren in die Bisswunde "rausspuckt". Ein weiterer Vorteil, ich ziehe das "Gift" raus. Aber es kann ja jeder so machen wie er es möchte
@ blueberry
Danke für den Tipp, werde ich das nächste mal bei der Katze von meiner Milchbäurin sammeln, sie kommt eh immer zu mir , damit ich ihr die Zecken entferne
lg
Varina
Re: Verdacht auf FSME
Verfasst: 11. September 2020, 19:10
von Trudel
Klee hat geschrieben: 26. Mai 2013, 09:17
Grundsätzlich bekommst du mehr Zecken, umso nervöser du bist - gehst du total entspannt in den Wald riechst du anders und keine Zecke wird dich mögen.
gekala hat geschrieben: 27. Mai 2013, 08:32
Klee hat es schon gesagt durch die Angst werden Botenstoffe freigesetzt,welche diese Zecken oder auch andere Ungeziefer anlocken.
Auch wenn der Thread alt ist, da muss ich euch beiden mal widersprechen. Ich bin auch Zeckensammler obwohl ich wirklich nicht mit Angst in den Wald gehe. Auch Hosenbeine in die Strümpfe stecken hilft da nicht. Gerade war ich 5 Minuten im Garten um Kräuter zu holen, habe nicht mal im Entferntesten an Zecken gedacht, und zack... da war schon wieder eine.
Kampfkarpfen hat geschrieben: 26. Mai 2013, 12:09
Ich kann mich Klee nur anschließen. Erst mal keine Panik aufkommen lassen. Hätte sich eine Zecke festgebissen hättest du es innerhalb kurzer Zeit gemerkt weil es sehr unangenehm ist.
Ich habe noch nie eine Zecke gespürt. Immer nur durch Absuchen gefunden.
Re: Verdacht auf FSME
Verfasst: 12. September 2020, 11:28
von strömhexe
Meine Lieben,
vielleicht ist ja nicht immer Angst im Spiel, aber ich kann mich gut erinnern, wie meine Nachbarin mit Tochter und Kindergarten einen Ausflug in den Wald gemacht hat. Das Kind war überall geschützt vor lauter Zeckenangst. Letztendlich fand sich nach dem Ausflug eine Zecke im Gesicht.
Ja, merken tut man Zecken (was ich so gehört habe) oft nicht. Deshalb soll man sich ja auch nach einem Waldspaziergang absuchen. Allerdings kann ich da nicht mitreden, ich hatte noch nie eine und lasse mich deshalb wahrscheinlich auch nicht verrückt machen, obwohl die Pharmaindustrie da richtig Panik macht.
Mein Mann hat sich impfen lassen. Er hatte eine ungeklärte Hirnhautentzündung nach einem Berlinbesuch. Allerdings muß ich auch hier sagen, die Ärztin hat die üblichen Untersuchungen gemacht (Nackensteife etc.). Nichts. Nachdem er so hoch gefiebert hat, hat sie ihn ins Krankenhaus eingewiesen. Dort konnte man dann erst nach einer Rückenmarkpunktion die Hirnhautentzündung erkennen.
Liebe Grüße und ein schönes Wochenende
strömhexe