Müdigkeit, Erschöpfung, Frust - Menschen >50 bis hohes Alter

Hier findet alles, was mit der Seele, dem Herzen und den Emotionen zu tun hat, seinen Platz. Seid vorsichtig miteinander!
Forumsregeln
Alle Tipps und Anregungen gelten nur zusätzlich zu allen erforderlichen medizinischen Maßnahmen!


Bitte achtet darauf, freundlich miteinander umzugehen
Antworten
Mandala
Senior Profi Member
Senior Profi Member
Beiträge: 500
Registriert: 12. April 2010, 23:51

Müdigkeit, Erschöpfung, Frust - Menschen >50 bis hohes Alter

Beitrag von Mandala »

Danke für die Hinweise an ate und Christa - voila - geübt und geschafft:
Thread ist neu und platziert. Dieser nachfolgende Überlegungen gingen voraus. Vielleicht mag noch jemand seine Sicht, einen Aspekt, dazu beitragen?

LG Mandala

Mandala hat geschrieben:
Nirbheeti hat geschrieben: plötzlich weggewischt von der Überlegung: "Und wenn er/sie das nun nicht tut, weil er/sie es nicht kann? Weil die Kraft fehlt?"

Plötzlich waren Verstehen und Liebe im Spiel und der/die Betreffende durfte bleiben, wie er/sie jetzt gerade ist.

Eigentlich hast du es schon verstanden, dass er nicht so kann, wie ihr wollt. Vermutlich kann er nicht mal so, wie er will. In der 5. Tiefe entsteht diese tiefe Ermüdung durch all die nicht erledigten Themen in den vorausgegangen Lebensaltern.

Wenn wenigstens eine sich und ihm "gestattet" müde zu sein und nicht von sich und ihm verlangt, anders zu sein, dann nimmst du ihm und dir eine große Last ab.

Es ist, wie es ist. Wenn du nicht mehr durchhalten kannst, wirst du auch Hilfe bekommen. Gut, dass du hier ablädst, wo es niemandem weh tut.
:oops: Danke Nirbheeti fürs erinnern an diesen Aspekt! Allzuleicht wird es nämlich übersehen, dass bei so einer tiefen Erschöpfung und Ermüdung gar nicht mehr die Energie bereitgestellt werden kann. Habe selber durch einen Hinweis einer JSJ Lehrerin diesen entlastenden Aspekt sehen können und erfahren dürfen, dass es manchmal not tut, und wie es sich anfühlt auswirkt, sich strömen zu lassen. Dabei sich selber von allen anderen Dingern zurückzuziehen, zurückzuhalten, zurückzunehmen - zunächst auch sich um sich Selbst zu kümmern um dann wieder Leistungsfähig zu sein, auch für Andere, Anderes...

Manchmal denke ich auch dass so viele alte Menschen deshalb so depressiv werden, weil sie sehr ent"täuscht" sind, dass die in ihrer Kindheit erlernten Glaubenssätze einen anderen Stellenwert haben, oder auch schon mal so gar nichts mehr heutzutage gelten und sie die einstig geltenden immateriellen Werte als wertlos erleben...

wie udn wo sollen sie denn dann bei der geleisteten Arbeit und der oft auch überbemühten und angestrengten verzichtreichen Leistung, die sie auch für den Aufbau und Wohlstand in dem wir jetzt leben vollbrachten Anerkennung finden?
Dies in der veränderten Welt, wo sie nicht mehr das finden, wovon sie ausgingen, dass es sich lohnt dafür zu leben? Für ein Miteinander und ein Füreinander, die Alten für die Jungen, die Jungen für die Alten? Die Welt ist für diese Generation mit dem was sie als Kinder in einer Familie und in einer Gemeinschaft erlernten - oft restlos auf den Kopf gestellt.

Es kränkt und verletzt, wenn sie dann abgeschoben und missachtet werden ausrangiert und nicht das erfahren dürfen, was Wertschätzung, Respekt, Achtung und Würde auch im Alter ausmacht.
Sie konnten doch selber gar nicht ausruhen, langsam machen, auf sich achten - es war ackern, arbeiten, kümmern, anstrengen angesagt. Sie haben es nie gelernt und auch nicht erlaubt bekommen, sich selber deshalb auch nicht erlaubt und müssen mühsam lernen es anzunehmen, sich zu gestatten es selber nun besser zu haben - und können es oft so ganz und gar nicht. Ein Leben lang und viele Leben davor war es anders "richtig". Das bringt sicherlich auch so einiges an Emotionen und Gefühlen mit sich.
Die "Mordswut" gegen alles aber dann halt auch gegen sich gerichtet zehrt macht depressiv und aussichtslos... doch es gibt gute Wege genau da herauszufinden im Miteinander des Strömens sich zu unterstützen - ohne dass einer sich "gebend aus dem Fenster lehnen" müsste. Dies funktioniert mit dem bei sich bleiben und selber atmen während des strömens. Es geht nur um das bereithalten der Hände als Startkabel. Am Auto geht deshalb der Motor des batteriegebenden Wagens auch nicht aus - oder fliesst gar was weiss ich wohin. Es ist ein zur Verfügung stellen. Allerdings ist zu respektieren, wenn jemand aus welchen ureigenen Gründen mal nein sagt, ich kann jetzt nicht. Vielleicht kann ja dann ein Anderer oder etwas anderes ist hilfreich.

Mich würde es echt interessieren wie Ihr dies seht, wie Ihr über die Generationenzusammenhänge udn die damit verbundenen -einstellungen erlebt, fühlt, denkt...?

Meiner Meinung nach tut es echt not umzudenken - wir werden alle älter und gestalten unser Leben, auch das in zwanzig, dreissig Jahren mit. DAnn wenn wir selber zu wackelig sind um uns vielleicht abzulenken, konsummässig uns glücklich zu kaufen oder was auch immer derzeit noch eine Ersatzbefriedigung ob bewusst oder unbewusst darstellen könnte.
Geduld ist eine gute Gabe.
Im JSJ können wir sie über das Halten von ES 17 einladen.

Viel Geduld und Umsicht im Miteinander - wünscht ich mir und Euch,
herzlich Mandala
Benutzeravatar
ate2011
Mega Profi Member
Mega Profi Member
Beiträge: 1771
Registriert: 2. Januar 2011, 17:20
Wohnort: im Erzgebirge

Re: Müdigkeit, Erschöpfung, Frust - Menschen >50 bis hohes A

Beitrag von ate2011 »

Liebe Mandala,
kurz meine Überlegungen (bin noch am Babysitten). Ab einem gewissen
Alter, bei einem früher, beim anderen später ändern sich Ansichten, Ver-
halten etc., die Priroitäten verschieben sich.
Wenn nicht von Kindesbeinen an gelehrt, so hat man dann die Gelegenheit,
seine Erfahrungen weiterzugeben und vor allem vorzuleben.
Ich sehe es an meinen 2 erwachsenen Enkeltöchtern, sie leben mir vieles
nach und haben (oft im Gegensatz zum gleichaltrigen Freundeskreis) mehr
Toleranz & weniger Aneckpunkte.
U.a. haben mein Mann & ich je einen Elternteil (als der andere Elternteil
starb) auf allen Ebenen unterstützt, vorrangig alles, was das "dazugehören"
betraf, aber natürlich auch alles andere. Dies meine ich u.a. mit "vorleben".
Dann kommt es auch oft so, daß viele ältere Menschen nur noch aus klagen
und jammern bestehen, nichts mehr positiv sehen, dann bleiben die Jungen
weg, oder beschränken nur sich auf Pflichttätigkeiten.
Ein Knackpunkt ist meist das Ende des Arbeitsprozesses, viele lassen sich
hängen, wichtig ist, sich neue Betätigungsfelder zu suchen (besser noch,
diese vorab schon zu haben), Garten, Hobbys, Sport ... ja auch Kinderbe-
treuung hält jung und fit.

Höre es auch oftmals, das ältere Menschen (alleinlebend) mit gar nichts
zufrieden sind, obwohl die Zuwendung haben, ist es immer zu wenig.
Hier muß man nach eigenem Ermessen seine eigenen Grenzen sehen und
auch delegieren können.

Auch wenn man eine z.B. Rundumpflege nicht mehr verkraften kann, so
besteht die Möglichkeit, sich trotzdem zu kümmern, dann kann man die
Besuche zum unterhalten, spielen, spazierengehen, alte Fotos anschauen
etc. nutzen.

Was die Gesellschaft mit alten Menschen macht ist oft unwürdig, aber
ändern kann ich es nur in meinem unmittelbaren Umfeld und evtl. das
ich die Partei wähle, welche auf Generationsprobleme eingeht.
Was ich gut finde, sind Mehrgenerationshäuser, wo alt und jung einzieht
und sich gegenseitig unterstützen kann.

Erstmal meine 5cent .... wäre ein seitenfüllendes Thema
Grüßle ate :danke:
"pure awareness"
Antworten

Zurück zu „Jin Shin Jyustu - Psychische Aspekte“